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Spieletipps Gesellschaftsspiele für die ganze Familie

Stade Zeit - Spielezeit! Und plötzlich ist es gar nicht mehr so "stad“, denn beim gemeinsamen Spielen kann es durchaus auch einmal laut werden! Von "Monopoly" bis "Mensch Ärgere Dich Nicht", Gesellschaftsspiele machen Spaß und wenn Sie jenseits der allseits bekannten und beliebten Klassiker auch neugierig auf Neuland sind, haben wir heute genau das Richtige für Sie: Sabine Abel, eigentlich Expertin für ausgesuchte Bücher, stellt außerhalb der Reihe, ihre drei aktuellen Lieblingsspiele vor.

Stand: 23.12.2020

Die Gesellschaftsspiele "Azul", "Quirkle" und "Die Crew" | Bild: Wir in Bayern

Qwirkle

"Das Spiel: Qwirkle war Spiel des Jahres 2011 und besteht aus insgesamt 108 Holzquadraten, die möglichst geschickt aneinandergelegt werden müssen. Je besser die Spieler das tun, umso mehr Punkte gibt es für den Spielzug.

Am Anfang ziehen alle Spieler sechs Steine aus einem Stoffsack. Die Steine werden so vor sich aufgebaut, dass man selbst die verschiedenen Motive auf den Steinen sieht, nicht aber die Mitspieler.
Auf den Steinen gibt es Kreise, Rauten, Quadrate, Sterne und Kleeblätter. Nun geht es darum, Reihen zu bilden. Man darf immer entweder drei Steine mit dem gleichen Motiv in anderen Farben aneinanderlegen oder die Würfel mit der gleichen Farbe und sich unterscheidenden Motiven. In einer Reihe dürfen sich Motiv und/oder Farbe nie wiederholen. Die nachfolgenden Spieler können mit ihren Steinen Reihen ergänzen oder fertig machen.
Es wird so lange gespielt, bis ein Spieler alle Spielsteine angelegt hat und keine mehr besitzt, oder bis niemand mehr an eine bestehende Reihe anlegen kann.

Nach jedem Spielzug werden die erlangten Punkte gezählt und wer am Ende die meisten hat, ist der Gewinner.

Mein Fazit: Meine Familie und ich spielen dieses Spiel sehr gerne. Der Aufbau ist völlig unkompliziert, die Regeln leicht verständlich und trotzdem muss man sich ganz schön konzentrieren und nachdenken, damit man die meisten Punkte erzielt. Nachdem man nicht lesen können muss, und die Motive leicht unterscheidbar sind, ist dieses Spiel auch schon für große Kindergartenkinder geeignet.“

Azul

"Das Spiel: Azulejos, so hießen die weiß-blauen Keramikfließen, die die Mauren bei der Eroberung Spaniens im 8. Jahrhundert nach Europa mitgebracht haben. Unter König Manuel I fanden die schönen Wandfließen auch ihren Weg nach Portugal. Der König wollte seinen Palast damit verzieren.

In diesem Spiel schlüpfen die Spieler in die Rolle der Bediensteten des Königs, die für diese Arbeit verantwortlich sind.
Dafür müssen sie die verschiedenen Fliesen sammeln, begutachten und auf ihrem Spielbrett die richtigen Muster legen. Das kann ganz schön schwierig werden, wenn zum Beispiel ein Mitspieler die gleichen Fliesen sammelt oder es von einem bestimmten Muster nicht mehr genügend Fliesen im Spiel gibt.
In der ersten Runde des Spiels müssen sich die Spieler also darum kümmern, die Fliesen, die auf der Tischmitte platziert sind, zu besorgen und bei sich zu sammeln. Da am Ende alle Fliesen aus der Mitte bei den Spielern liegen müssen, muss man ab und zu auch Fliesen nehmen, die man gar nicht brauchen kann. Im Anschluss geht es darum, mit den ergatterten Fliesen das wertvollste Muster zu legen, wofür es dann Punkte gibt.
Es werden so viele Runden gespielt, bis der erste Spieler eine komplette Musterreihe fertig hat.

Mein Fazit: Dieses Spiel besticht nicht nur durch seine besonders schöne Optik und hochwertige Ausstattung. Es bleibt auch bis zum Schluss spannend und  der Einstieg ins Spielgeschehen ist einfach. Ein Spiel für die ganze Familie!“

Die Crew

"Das Spiel: Die Crew wurde zum Kennerspiel des Jahres 2020 gewählt. Es handelt sich um ein kooperatives Kartenspiel mit einem System ähnlich dem bei typischen Stichspielen mit Trumpfkarten. 'Die Crew‘, also alle Spieler, befinden sich auf einer Mission auf dem Weg zum 9. Planeten. Angeleitet werden die Abenteuer der Crew durch ein Logbuch, in dem die jeweilige Geschichte zu der gespielten Mission steht. Auf der Suche nach dem 9. Planeten gibt es zahlreiche Missionen, die gemeinsam zu erfüllen sind. Jeder Auftrag muss dabei in der richtigen Reihenfolge vom richtigen Spieler ausgeführt werden.

Angefangen wird mit der ersten Mission, alles was danach kommt wird schwieriger und schwieriger. In der Mitte des Spieltisches liegen die verschieden Aufträge aus und werden zu Beginn des Spiels an die Spieler verteilt. Einer der Spieler ist der Kommandant. Er sucht aus den ausliegenden Aufträgen einen aus und danach kommt der linke Nebenspieler dran, bis alle Aufträge vergeben sind. Ist das erledigt, können die Spieler untereinander funken bzw. kommunizieren. Dann legt jeder seine Karte ab und versucht den Auftrag zu erfüllen den er bekommen hat. Nur gemeinsam wird gewonnen oder verloren. Die 50 Missionen sind in dem Logbuch enthalten. Ein roter Stern gibt eine Zahl vor, wie viele Aufträge die Mission enthält.
Kann mindestens ein Spieler seine Mission nicht erfüllen, dann scheitert die Mission. Passiert das, kann man die Mission neu starten und einen nächste Versuch wagen.
In diesem Spiel gibt es nicht einen Gewinner oder Verlierer. Es scheitert entweder die gesamte Crew, oder man gewinnt als Team.

Mein Fazit: Von den drei vorgestellten Spielen ist das hier das komplizierteste. Nicht umsonst wurde es Kennerspiel des Jahres. Ist man aber erstmal dabei, sind die Spielzüge logisch und da es sich um ein Kartenspiel handelt, ist auch der Aufbau nicht besonders aufwendig. Ein Spiel für Kenner und Könner.“

Viel Vergnügen beim gemeinsamen Spielen wünschen Sabine Abel und "Wir in Bayern“!


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