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Pflanzen Märchenrosen und Rosenpflege

Kaum eine Blume verzaubert uns mit ihrer Blütenpracht und ihrem Duft mehr als die Rose. Das gilt besonders für Märchenrosen. Wer vollblütige Rosen mit betörendem Duft sucht, für den sind Märchenrosen die erste Wahl. Diese Kreuzung aus alten und modernen Rosensorten überzeugt durch hohe Blattgesundheit und Blühwilligkeit bis in den Herbst hinein. Informationen und Tipps zur Rosenpflege von unserem Gartenexperten Andreas Modery.

Stand: 02.07.2018

Vorzüge von Märchenrosen

  • hohe Blattgesundheit
  • sehr blühwillig: die Blüten sind zu kleinen Büscheln vereint und blühen ausdauernd bis in den Herbst hinein
  • ansprechender Duft
  • kräftiger Wuchs

Märchenrosen sind vielseitig einsetzbar ...

  • ... in der Gruppe als Rosenhecke oder als Beetbepflanzung
  • ... in Einzelstellung im Garten
  • ... als Kübelpflanze für Balkon und Terrasse. Achten Sie jedoch darauf, dass das Pflanzgefäß ausreichend groß ist

Tipps zur Rosenpflege

Rosen sind Starkzehrer, d. h. sie brauchen viele Nährstoffe. Wenn wichtige Nährstoffe fehlen, haben Schädlinge und Blattkrankheiten bei den geschwächten Pflanzen ein leichtes Spiel.

Tipp 1: Mängel an den Blättern erkennen und bekämpfen

So erkennen Sie an den Blättern, was Ihrer Rose fehlt!

  • Sind Rosenblätter sortenuntypisch klein, blass und teilweise rötlich gesprenkelt, fehlt der Rose Stickstoff.
  • Braune und spröde Blattränder sind ein Zeichen dafür, dass im Boden viel zu wenig Kalium vorhanden ist.
  • Violette Stellen an den Blatträndern deuten auf Phosphormangel hin.
  • Gelbe Flecken sind ein Zeichen für Magnesiummangel.

Märchenrosen richtig düngen

Falls die Rose Anzeichen für einen Mangel aufweist, sollte man den Dünger entsprechend der aktuellen Bedürfnisse der Pflanze wählen. Grundsätzlich sollten Rosen zweimal im Rosenjahr gedüngt werden: bei Beginn der Knopsenbildung und bei der Vollblüte.

  • Bei der ersten Düngung organischen Dünger, wie zum Beispiel Hornmehl, bei der zweiten Düngung Flüssigdünger verwenden. (Bei Selbstherstellung 30 g pro zehn Liter Wasser)
  • Düngen Sie die Pflanze am besten nach dem Regen, da der Boden dann die Nährelemente halten kann. Dünger einharken und die Pflanzen anschließend wässern, damit die Nährstoffe bis zu den Wurzeln transportiert werden.

Organische Dünger aus Hausmitteln als natürliche Rosendünger sind Bananenschalen, Kaffeesatz, Sud aus Brennnesseln, Knoblauch, Ackerschachtelhalm sowie Asche von unbehandeltem Holz.

Mineralische Rosendünger, sog. "Fertigdünger", entfalten im Boden schnell ihre Wirksamkeit und fördern rasches Wachstum. Zur Düngermenge gilt der Hinweis des Herstellers. Mineralische Dünger enthalten folgende Wirkstoffe: Stickstoff, Kalium und Phosphor.

Achtung!

Nach Juli sollten Sie Rosen nicht mehr düngen, denn durch die ständige Nährstoffzufuhr wird die Rose zum Wachstum angespornt und kommt nicht zur Ruhe. Sie geht grün in den Winter, d. h. die Zellen sind prall mit Wasser gefüllt. Dadurch kann sie erfrieren.

Tipp 2: Rosenkrankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

Blattläuse bekämpfen

Blattläuse führen bei Rosen dazu, dass die Triebe und Knospen verkümmern. Außerdem siedelt sich auf den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Läuse (Honigtau) häufig der schwarze Rußtaupilz an.

  • Gegen Blattläuse hilft eine Lösung aus Spülmittel und Spiritus, die auf die befallenen Blätter aufgesprüht wird. Geben Sie in einen Liter lauwarmes Wasser einen Schuss Spiritus und einen Spritzer Spülmittel. Achtung: auch Blattunterseiten besprühen.
  • Ein weiteres wirksames Mittel gegen Blattläuse ist Tabaksud. Dazu Tabakreste mit etwas Wasser im Topf aufkochen, absieben und die befallene Pflanze damit besprühen.

Echten Mehltau bekämpfen

Man erkennt ihn an dem weißen, mehligen Pilzbelag, der sich über Blätter, Blütenkelche und Triebe zieht. Durch den Rosenmehltau kräuseln sich zudem die Blätter und falten sich nach oben.

  • Entfernen Sie die befallenen Blätter, aber werfen Sie diese auf keinen Fall auf den Kompost, da die Pilzsporen dort überwintern können.
  • Übrigens: Der beste Schutz gegen Pilzerkrankungen wie Rosenrost, Sternrußtau oder Mehltau ist ein luftiger Standort.

Sternrußtau bekämpfen

Sternrußtau ist die am häufigsten auftretende Pilzerkrankung. Man erkennt ihn an den ausgefransten, gelbbraunen bis schwarzen Blattflecken.

  • Wie bei Mehltau gilt: Kranke Blätter entfernen, aber auf keinen Fall auf den Kompost werfen.
  • Übrigens: Der Befall mit Sternrußtau weist auf einen schlechten Ernährungszustand der Rose hin!

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