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Garten Rosen als Kübelpflanzen

Gartenexperte Andreas Modery zeigt Ihnen, dass Sie sich auch ohne eigenen Garten an Rosen erfreuen können. Rosen gedeihen nämlich wunderbar im Topf oder Kübel! Der Gartenexperte erklärt Ihnen, was Sie alles zu beachten haben beim Einkauf, Einpflanzen oder Überwintern.

Stand: 26.06.2019

Rosen als Kübelpflanzen | Bild: picture-alliance/dpa

Rosen können problemlos im Kübel wachsen. Das sollten Sie beachten:

  • Alle Rosen bilden eine sogenannte Pfahlwurzel aus. Daher sind ein möglichst großer Durchmesser und auch eine gewisse Höhe des Topfes notwendig. Die Faustregel lautet: mindestens 40x40 Zentimeter
  • Nach Möglichkeit sollten Sie einen "konischen" (kegelförmigen) Kübel nehmen, damit in der Kälteperiode die Erde durch die eisige Kälte problemlos nach oben geschoben werden kann.

Material

  • Kunststoff oder frostharter Ton (Terracotta)
  • Wichtig: Bitte keinen schwarzen Topf oder Kübel kaufen! Schwarz absorbiert die Sonnenstrahlen und heizt Topf, Erde und somit die Rose auf, im Gegensatz zur Tomate mag die Rose keine "heißen Füße".
  • Da der "Self-Service" in puncto Nährelemente in Gefäßen sehr eingeschränkt ist, sollten wir beim Einpflanzen eine hochwertige Blumenerde - am besten eine Rosenerde - einsetzen.

Das sollten Sie beim Rosenkauf beachten

Die Wurzeln der Rosen dürfen nicht verbrannt, weich, kraftlos oder gar schwarz aussehen. Bitten Sie den Verkäufer, sich die Wurzeln ansehen zu dürfen!

Rosen im Kübel pflanzen

  • 1. Schritt: Die Rose in einen wassergefüllten Eimer stellen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wichtig: Das Wasser muss handwarm sein, Rosen vertragen kein kaltes Wasser.
  • 2  Schritt: Das Wasserabzugsloch mit einer großen Tonscherbe abdecken
  • 3  Schritt: Den Blähton ca. drei Finger hoch in den Topf einfüllen. Die Blähtonkügelchen übernehmen die Funktion der Drainage-Schicht.
  • 4  Schritt: Bevor die Erde eingefüllt wird, ein Vlies über die Blähtonschicht legen, damit die Erde die Drainageschicht nicht verstopft
  • 5  Schritt: Rosenerde mit Gesteinsmehl oder Hornmehl mischen
  • 6  Schritt: Rosenerde einsetzen
  • 7  Schritt: Rosen so einsetzen, dass die Veredelungsstelle unter der Erdoberfläche sitzt
  • 8  Schritt: Dünger bereitstellen - nach ca. vier Jahren die Rose umpflanzen und in einen neuen, größeren Kübel einsetzen

Rosensorten

Beet- und Strauchrosen haben den Vorteil, dass sie fast ständig blühen und einen kompakten Wuchs haben, Vorteile, die die Edelrose nicht bieten kann. Auch Hochstammrosen eignen sich perfekt.

Das richtige Plätzchen und die perfekte Pflege

  • Rosen wollen ein sonniges Plätzchen, vertragen aber keine stehende Hitze.
  • Sie lieben es, leicht vom Wind umspielt zu werden.
  • Rosen reagieren beleidigt, wenn sie zu wenig Flüssigkeit bekommen. Also bitte im Hochsommer eine Wassergabe von ca. 1 Liter täglich.
  • Da auf natürliche Weise keine Nährelemente (z. B. durch Regenwurm & Co.) in die Kübelerde kommen können, muss mit Beginn der Blüte - in Maßen - gedüngt werden. 
  • Als „Begleiter“ im Kübel freuen sich sogenannte einjährige Stauden, z. B. "Veronika". Bitte daran denken: Keinen Lavendel zu Rosen pflanzen - sie haben ganz andere Ansprüche in puncto Pflege.

Kübelrosen & Frost

Mit Beginn der kalten Zeit werden die Rosen im Kübel mit Tannenreisig abgedeckt und an einen geschützten Platz, z. B. unter einen Dachvorsprung, gestellt. Wichtig: Der Topf sollte keinen Bodenkontakt haben, wegen der Gefahr des Bodenfrostes!


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