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Pflanzen Blühende Zimmerpflanzen für die Winterzeit

Wenn draußen alles grau ist, bringen blühende Zimmerpflanzen Farbakzente in unsere Wohn-räume. Gartenexpertin Brigitte Goss gibt Tipps, wie sich aktuell blühende Zimmerpflanzen bei Ihnen besonders wohl fühlen.

Stand: 20.12.2018

Einblatt | Bild: BR

Flammendes Käthchen

Das Flammende Käthchen ist das ganze Jahr über im Handel erhältlich. Jetzt in der Winterzeit bringt sie Farbe in die Wohnstuben, denn sie ist eine sogenannte Kurztagspflanze und blüht nur, wenn die Tage kürzer sind als die Nächte.

  • Wuchs: je nach Sorte 20 bis 50 cm
  • Blüte: Weiß, orange, gelb und rot. Die Blüten halten mehrere Wochen, wenn die Pflanze hell steht.
  • Tipp: Entfernen Sie abgeblüte Blütenstände nicht. Aus den alten Blütenständen bilden sich nach 6 bis 8 Wochen wieder neue Blüten, wenn die Pflanzen 14 Stunden am Tag in absoluter Dunkelheit standen.
  • Standort: hell bei mindestens 15°C
  • Gießen: Die sukkulente Pflanze braucht wenig Wasser, also nicht zu nass halten. Bei starker Trockenheit fallen allerdings die Blüten ab.
  • Düngen: Nur in den Sommermonaten alle 14 Tage Flüssigdünger ins Gießwasser.

Flamingoblume (Anthurie)

Anthurien sind Pflanzen aus den Tropen und brauchen eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit. Doch die neuen Sorten vertragen die trockene Wohnungsluft wesentlich besser als ältere Sorten. Bei zu trockener Luft sind sie anfällig für Spinnmilben. Dann entsorgt man die Pflanzen oder bekämpft die Schädlinge mit einem zugelassenen, ölhaltigen Pflanzenschutzmittel.

  • Wuchs: je nach Sorte 30 bis 60 cm hoch
  • Blüte: Die leuchtenden Blüten, die eigentlich Hochblätter sind, zieren die Pflanze mehrere Monate. Es gibt sie in rot, weiß oder rosa.
  • Standort: hell ohne direkte Sonneneinstrahlung bei Temperaturen um 25°C (nicht unter 16°C)
  • Gießen: Immer gleichmäßig feucht halten. Mit zimmerwarmem Regenwasser gießen.
  • Düngen: nur den Sommer über einmal wöchentlich mit Flüssigdünger (halbe Konzentration)

Christusdorn

Der Christusdorn (Euphorbia milii) hat seinen Ursprung in Madagaskar. Er ist eine typische Weihnachtspflanze, die nur an den kurzen Tagen und nicht im Sommer blüht. Neue Züchtungen des Christusdorns (Euphorbia lomii) hingegen bilden an hellen Standorten unentwegt Blüten.

  • Achtung: Wie alle Euphorbien hat auch der Christusdorn einen weißen Milchsaft, der giftig und hautreizend ist. Tragen Sie deshalb bei der Pflanzenpflege immer Handschuhe.
  • Wuchs: wächst langsam, die ersten 5 Jahre bis 60 cm, im Alter höher
  • Blüte: weiß, gelb und rosa
  • Standort: Heller Standort auf der Fensterbank an einem Südfenster. Er kommt sogar mit der trockenen Luft über dem Heizkörper klar. Temperaturen von 18° bis 22°C sind ideal. Auf Temperaturen unter 12°C und kalte Füße hingegen reagiert der Christusdorn mit gelben Blättern.
  • Gießen: Der Christusdorn nimmt es nicht übel, wenn er mal zu trocken steht. Er ist jedoch schöner, wenn der Wurzelballen nie austrocknet.
  • Düngen: von April bis September jede Woche mit etwas Flüssigdünger

Einblatt

Als Tropenpflanze aus Südamerika verbreitet diese Zimmerpflanze exotischen Flair.

  • Wuchs: Das Einblatt wächst relativ schnell und braucht etwas Platz. Höhe etwa 80 cm.
  • Blüte: weiß
  • Standort: Hell, verträgt sogar einen hellen Platz im Raum und kommt - zumindest für eine absehbare Zeit - mit "Schreibtischlichtstärke" von 500 lux aus. Normale Zimmertemperaturen sind perfekt.
  • Gießen: Der Topfballen sollte nie austrocknen, sollte aber auch nicht im Wasser stehen. Gleichmäßige Erdfeuchte sollte auch in der Heizperiode gewährleistet sein.
  • Düngen: von April bis September jede Woche mit etwas Flüssigdünger

Allgemeine Pflegetipps für Zimmerpflanzen während der Heizperiode

  • Große Blätter einmal die Woche mit einem feuchten Tuch abwischen oder unter die Dusche stellen (Anthurie, Einblatt).
  • Wer in den letzten Monaten vergessen hat, seine Zimmerpflanzen zu düngen, sollte auch wenn wir jetzt in den dunklen Wintermonaten sind, den Pflanzen Futter geben. Absolut empfehlenswert sind hier die organischen Flüssigdünger, die auf die Pflanzen wie eine Vollwertnahrungskur wirken.
  • Schädlinge ohne Chemie bekämpfen: ca. 15 g Kaliseife in heißem Wasser auflösen und abgekühlt auf die Blätter sprühen.

Aber Vorsicht: Erst an 1-2 Blättern testen. Nach 2 Tagen ist zu erkennen, ob das Mittel den Pflanzen schadet.


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