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Garten Pflanzen, die von Schnecken verschont werden

Schnecken werden häufig regelrecht zur Plage. Vom Salat über Erdbeeren bis hin zu Blumen, die gefräßigen Schädlinge machen vor fast nichts Halt und zerstören manchmal über Nacht sogar ganze Beete. Gartenexpertin Brigitte Goss stellt Pflanzen vor, die nicht von Schnecken gefressen werden und gibt Tipps, wie Sie den Schnecken im Garten Herr werden.

Stand: 28.06.2019

Pflanzen, die von Schnecken verschont werden: Nacktschnecken auf Kopfsalat | Bild: Colourbox

Nicht alle Schnecken im Garten sind Pflanzenkiller!

  • Freundliche Gartenbewohner sind Weinbergschnecken. Sie vertilgen welkes, abgestorbenes Laub und Ei-Gelege der Nacktschnecken.
  • Gartenschnirkelschnecken ernähren sich vorwiegend von Algen, sodass auch sie im Garten toleriert werden sollten.
  • Der Schnegel, erkennbar an dem "Bug" am Hinterleib, ist sogar ein Gegenspieler der gefürchteten Nacktschnecken.

Schneckenfeste Pflanzen

Gemüse

  • Tomaten
  • Sellerie
  • Fenchel
  • Zwiebeln
  • Porree
  • Knoblauch
  • Petersilie

Tipp

Im Juli ist "Saisonwechsel" im Gemüsebeet, der Salat ist abgeerntet, jetzt werden die Herbstsalate gepflanzt: Endivien und Radicchio

Blumen und Stauden

  • Schmuckkörbchen (Cosmea)
  • Dufttagetes (Tagetes tenuifolia)
  • Jungfer im Grünen
  • Fleißiges Lieschen

Schnecken mögen es feucht. Deshalb gehören besonders Pflanzen im Schatten zu den Lieblingsspeisen. In Gärten mit Schneckeninvasion sollten im Staudenbeet unbedingt schneckenfeste Stauden gepflanzt werden:

  • Sterndolden (Astrantia)
  • Waldsteinien
  • Hängende Glockenblumen
  • Graulaubige Funkien

Vorbeugende Maßnahmen

  • Gießen Sie den Garten am Morgen, so dass alles schnell abtrocknen kann.
  • Hacken Sie Beete immer wieder, damit keine Schlupflöcher zur Verfügung stehen.
  • Verwenden Sie dichtes Mulchmaterial, wie Miscanthushäcksel oder Fichtennadeln, oder mulchen Sie so, dass der Boden gerade bedeckt ist.
  • Im Herbst: Falls nötig bei schwerem Boden erst ab November umgraben, ansonsten den Boden harken.
  • Kompost im August sieben, eine Nacht abtrocknen lassen, so dass die Schnecken abwandern, danach in luftdurchlässige Säcke füllen und vor Regen schützen.

Barrieren

  • Schneckenzaun
  • Kulturnetze an den Rändern 10 cm eingraben
  • Plastikflaschen, deren Böden abgeschnitten wurden, oder Gläser, die über Nacht über Jungpflanzen gestülpt werden
  • frische Fichtennadeln und Fichtenzapfen
  • Gegenspieler fördern: Schneckenjäger sind Igel, Kröten, Blindschleichen, Spitzmäuse, Laufkäfer und die Larven der Glühwürmchen. Vögel, wie Singdrosseln, Amseln und Spechtmeisen leben auch von Schnecken. Die Eier von Schnecken werden von Hundert- und Tausendfüßlern vertilgt.

Bekämpfungsmaßnahmen

  • Gehen Sie in den frühen Morgenstunden auf Schneckenjagd.
  • Köder auslegen: Bei Schnecken beliebt sind Zuckerrübenschnitzel, angefaulte Gurken und Tomaten, Kartoffeln, Salat, Zucchinistückchen, Katzen- und Hundebiskuits (in Wasser oder Bier vorquellen). Köder auszulegen ist erst ab 8°C sinnvoll, 18°C sind optimal.
  • Auslegen von Brettern, Rhabarberblättern und Hohlziegeln im Schatten, darunter verstecken sich die Schnecken. Diese können Sie dann absammeln.
  • Schneckenkorn auf Eisen-III-Phosphatbasis (siehe Mittel zum Kaufen): Die blauen Körner sollten auf dem Boden zwischen die Kulturpflanzen gestreut werden. Durch das Quellen gewinnt das Mittel an Wirkung. Gelangen die Körner auf die Blätter der Pflanzen, kann es zu Verbrennungen kommen. Mittel mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat schädigen Regenwürmer, Laufkäfer und Haustiere nicht.

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