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Pflanzen Rosen und Clematis: So pflanzen Sie beide zusammen

Rosen und Clematis passen wunderbar zusammen. Jetzt im März ist die perfekte Pflanzzeit für die farbenfrohen Gartenschönheiten. Gartenexpertin Brigitte Goss gibt Tipps, was Sie beim Kauf und Anpflanzen unbedingt beachten sollten.

Stand: 11.03.2020

Rose Laguna mit Clematis  | Bild: BR / Brigitte Goss

Im Sommer schmücken Rosen und Clematis mit ihren farbenfrohen Blüten viele Gärten und Balkone. Ab Mitte März werden in Gartencentern und Gärtnereien unglaublich viele verschiedene Sorten angeboten. Das Beste daran ist, dass Kletterrosen und sommerblühende Clematis wunderbar zusammenpassen.

Rosen und Clematis, ein echtes Dreamteam, das sich zur Blütezeit zu einem Blütenrausch vereint. Dennoch wollen die beiden keine zu enge Beziehung. Lassen Sie daher zwischen Rosen und Clematis einen Abstand von 50 bis 100 Zentimetern.

Tipp:

Am besten ist es, wenn Sie die Rose ein bis drei Jahre vor der Clematis pflanzen.

Rosen: Der richtige Standort und Boden

Rosen brauchen einen luftigen, sonnigen Standort mit lehmigem, humosem Boden.

Rosen: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

  • Ab Mitte März wird sogenannte wurzelnackte Ware angeboten. Diese Rosen wurden im Herbst nach dem Laubfall gerodet und mit eingekürzten Trieben und Wurzeln ohne Erde überwintert.
  • Kaufen Sie Rosen mit kräftigen Trieben und verzweigten Wurzeln.
  • Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Rose mindestens drei kräftige Triebe und ein gut verzweigtes Wurzelwerk hat. Rosen mit angetrockneten Trieben und zu stark geschädigten Wurzeln sollten Sie stehen lassen.
  • Wurzelballierte Rosen hingegen werden in mit Erde gefüllten Netze oder Kartonagen angeboten. So sind sie vor Austrocknung geschützt. Die Ballierung muss vor dem Pflanzen nicht entfernt werden, da sie sich im Boden zersetzt.

Rosen: So pflanzen Sie sie im Garten

  • Stellen Sie wurzelnackte Rosen für etwa vier Stunden in Wasser. Das Wasser sollte bis zur Veredelungsstelle reichen.
  • Schneiden Sie die Triebe auf etwa 20 Zentimeter zurück.
  • Entfernen Sie beschädigte Wurzeln und schneiden Sie dickere an. Achten Sie aber darauf, dass möglichst viele Faserwurzeln unversehrt bleiben.
  • Heben Sie ein Pflanzloch mit einer Tiefe und einem Durchmesser von 40 Zentimetern aus. Die Veredelungsstelle der Rose sollte nach der Pflanzung fünf bis zehn Zentimeter unter der Erde liegen.
  • Mischen Sie den Aushub mit Pflanzerde und füllen Sie das Pflanzloch damit auf.
  • Häufen Sie einen Ringwall aus Erde um die Rose an. Das bewirkt, dass das Wasser direkt am Wurzelstock versickert.
  • Häufeln Sie nach dem Pflanzen zudem etwa 15 Zentimeter Erde oder hochwertigen Rindenmulch an. Dies schützt die Rose, bis sie richtig eingewachsen ist, vor Austrocknung und Spätfrösten.

Clematis: Der richtige Standort und Boden

Clematis gedeihen auf den meisten Gartenböden. Allerdings sollte der Boden in jedem Fall tiefgründig und locker sein, damit das Wasser immer gut abfließen kann. Als ursprüngliche Waldpflanzen mögen sie einen sonnigen Kopf und einen kühlen Fuß. "Schattieren" Sie den Boden rund um die Clematis am besten mit einer Schicht aus Rindenmulch. Dies hält den Boden feucht und kühlt.

Clematis: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

  • Kaufen Sie stabile und gut durchwurzelte Clematis.
  • Im Handel werden meist eintriebige Clematispflanzen angeboten. Kräftige Pflanzen erkennen Sie an einem stabilen, verholzten Trieb, der gut an einem Stab befestigt ist.
  • Ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium ist ein gut durchwurzelter Topfballen und weiße Wurzelspitzen.
  • Von Pflanzen mit abgebrochenen Trieben und Blättern, sollten Sie die Finger lassen.

Tipp:

Erfahrungsgemäß sind Clematis bruchempfindlich. Fassen Sie deshalb die Clematis immer am Topf an und nicht am Stab.

Clematis: So pflanzen Sie sie im Garten

  • Heben Sie nah am Klettergerüst ein möglichst tiefes Pflanzloch aus.
  • Lockern Sie den Unterboden mit der Grabgabel.
  • Bei lehmigen, schweren Böden sollten Sie zudem eine dicke Drainageschicht aus Schotter einbringen.
  • Pflanzen Sie die Clematis zehn Zentimeter tiefer als den Topfballen, damit die untersten ein bis zwei Augenpaare in die Erde kommen.

Ausnahme:

Wilde Waldrebenarten werden leicht erhöht gepflanzt.

So pflanzen Sie Rosen und Clematis im Kübel an

  • Sie können Rosen und Clematis auch in Kübeln pflanzen - aber bitte getrennt.
  • Die Pflanzgefäße sollten mindestens 40 tief sein. Dass die Veredlungsstelle der Rosen fünf Zentimeter unter der Erde liegen sollte, müssen Sie hier nicht unbedingt einhalten.
  • Verwenden Sie als Substrat Kübelpflanzenerde.
  • Aber: Bei Rosen im Kübel lässt die Vitalität selbst bei bester Pflege nach fünf Jahren nach.

So düngen Sie Rosen und Clematis

Düngen Sie Rosen und Clematis im Kübel bis Ende Juli einmal die Woche. Im Garten reicht der Clematis eine jährliche Kompostgabe im Frühjahr. Rosen versorgen Sie im März mit einem organischen Blüh- oder Rosendünger. Eine zweite Gabe Mitte Juni während der Hauptblüte gibt er Rose neuen Schwung für weitere Blütenschübe. Ab August sollten Sie nicht mehr düngen, damit sich die Pflanzen auf die Winterruhe vorbereiten können.

Tipp:

So schützen Sie Rosen und Clematis vor Wühlmäusen
Haben Sie immer wieder Probleme mit Wühlmäusen, die die Wurzeln Ihrer Pflanzen anfressen? Dann sollten Sie die Rosen- oder Clematispflanzen in Wühlmauskörbe setzen.


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