BR Fernsehen - Wir in Bayern


6

Pflanzen So machen Sie Ihre Kübelpflanzen fit für den Frühling!

Überwinterte Kübelpflanzen können ab sofort geschnitten und gedüngt werden. Brigitte Goss hat fünf beliebte und pflegeleichte Pflanzen-Schönheiten mitgebracht.

Stand: 15.02.2019

Blühende Drillingsblume | Bild: picture-alliance/dpa

Die meisten Kübelpflanzen beenden jetzt so langsam die Ruhephase. Ab Februar sollten sie immer wieder begutachtet werden und wenn möglich, kommen jetzt alle an einen helleren und wärmeren Standort. Einige Exemplare werden jetzt auch schon in Form gebracht.
Bei zunehmender Tageslänge und Vitalität der Pflanzen kann wieder häufiger gegossen und ab sofort gedüngt werden. In den dunklen Wintermonaten haben sich meist lange, dünne Geiztriebe gebildet, die Schnitt brauchen - greifen Sie ruhig schon zur Schere!

Drillingsblume - Bougainvillea spp.

Allgemeines

Im Sommer bestehen sie nur aus Farbe - Violett, Orange, Rot, Rosa bis Pink. Nur in praller Sonne und mit viel Wärme erreichen sie dieses Farbenspiel. Dabei ist die Blüte unscheinbar klein. Das Farbenspektakel veranstalten sogenannte Hochblätter. Achten Sie auf Blattläuse. Spinnmilben und die Weiße Fliege sind weitere Schädlinge. Staunässe verträgt die Drillingsblume nicht.

Überwintern

Sorten der Bougainvillea glabra werfen in der dunklen Jahreszeit die Blätter ab und können deshalb relativ dunkel überwintert werden. Auch bei den Temperaturen sind sie nicht anspruchsvoll, 5 bis 10 °C reichen ihnen völlig. Abkömmlinge der Bougainvillea spectabilis oder Bougainvillea buttiana behalten die Blätter und sollten so hell wie möglich bei 10 bis 15 °C stehen. Die laublosen Drillingsblumen sollten im Winterquartier trocken gehalten werden.

Im Frühling

Vom Frühjahr bis September mäßig düngen, ab März wird wieder mehr gießen. Auf Blattläuse achten und mit Kaliseifenlauge besprühen (ca. 1 Esslöffel Kaliseife/ 1l Wasser).

Im Sommer

Um die Pflanzen in Form zu halten, werden im Sommer die Langtriebe eingekürzt.

Fuchsie

Allgemeines

Wer Kübelpflanzen überwintern möchte, hat mit Fuchsien meist die besten Erfolge. Sie stammen aus gemäßigten Zonen der Erde. Einige Arten sind sogar winterhart.

Überwintern

Schneiden Sie noch vor dem Einräumen der Fuchsien die Triebe um zwei Drittel zurück. Das spart nicht nur Platz im Winterquartier, sondern auch Pflegearbeiten im Winterhalbjahr. Gießen Sie nur dann, wenn der Topfballen ganz trocken ist. Fuchsien stehen zwar gern hell, aber sie können auch dunkel überwintert werden bei Temperaturen um die 5 °C.

Im Frühling

Achten Sie darauf, dass die Fuchsien ab März wieder mehr Licht bekommen. Lange Triebe werden eingekürzt.

Im Sommer

Fuchsien sind zwar als Schattenpflanzen bekannt, doch blühen sie dann kaum. In sehr lichtem Schatten oder ein Platz, an dem sie vor der gleißenden Mittagshitze geschützt sind, eignet sich gut. Düngen Sie wöchentlich und entfernen Sie regelmäßig die Blüten. Der Topfballen sollte mäßig feucht sein und nie austrocknen.

Oleander- Nerium oleander

Allgemeines

Oleander gehört nach wie vor zu den Superstars der Kübelpflanzen. Sie lassen sich problemlos überwintern. Achtung, sie gehören zu den Giftpflanzen!

Überwintern

Oleander ist bei der Überwinterung nicht anspruchsvoll. Ein heller Standort bei 5 bis 10°C aber auch ein dunkler Standort bei 0 bis 5°C sind möglich.

Im Frühjahr

Bei dunkler Überwinterung sollten die Pflanzen schon ab Ende Februar heller gestellt werden. Beim Ausräumen ins Freie sind die Oleander frostempfindlich.

Im Sommer

Oleander sind Sonnenanbeter. Sie schätzen kalkhaltiges Wasser, das auch mal im Untersetzer stehen kann. Oleander gehören zu den nährstoffbedürftigsten Kübelpflanzen. Die Düngergaben können sogar doppelt so hoch sein, wie auf Blumendüngern angegeben. Oleander haben keinen bestimmten Schnittzeitpunkt. Schneiden Sie im Laufe des Sommers immer wieder mal einzelne Triebe stark zurück, um den Oleander zu verjüngen. Gute Sorten verzweigen sehr gut und müssen kaum geschnitten werden.

Geranie

Allgemeines

Geranien sind die Könige der Kübel- und Balkonpflanzen, besonders, weil sie trockene und heiße Witterungsphasen im Sommer gut überstehen. Auch beim Überwintern machen sie die wenigsten Probleme.

Überwintern

Geranienliebhaber haben verschiedene Überwinterungsstrategien entwickelt. Hängegeranien werden dabei wie die stehenden Geranien behandelt. Kommen Geranien in ein Winterquartier, so sollten sie vor dem Einräumen stark zurückgeschnitten werden. Sie können aber auch noch bis in den Winter hinein blühen, wenn sie einen temperierten Platz in einem Wintergarten bekommen. Geranien mögen einen möglichst hellen Platz bei Temperaturen um 10 °C. Sie überstehen aber auch einen dunklen Standort, wenn es dort kühl ist. Lassen Sie die Geranien eher trocken stehen. Nässe oder gar Staunässe wäre tödlich.

Im Frühling

Geranien sind sonnenhungrig. Je heller und sonniger, desto schöner und früher blühen die Pflanzen. Sie gehören zudem zu den Starkzehrern. Topfen Sie die Geranien im Frühling in Balkonblumenerde, die mit Langzeitdünger ausgestattet ist.

Im Sommer

Im Sommer sollten Sie wöchentlich nachdüngen und die Pflanzen nicht austrocknen lassen. So blühen die Geranien kontinuierlich nach. Machen Sie sich die Mühe und entfernen Sie immer wieder Verblühtes. Ab Ende September wird nicht mehr gedüngt und weniger gegossen.

Zitrone

Allgemeines

Zitronen sowie die ganze Zitrus-Familie sind nicht nur Zierpflanzen. Selbst geerntete Zitronen sind ein Hochgenuss. Zudem sind die Pflanzen durchaus pflegeleicht.

Überwintern

Zitronen vertragen kühle Standorte aber gerade noch frostfreie Standorte im Winter. Manche Zitronenbäumchen verlieren die Blätter, was nicht unbedingt an der Pflege, sondern an der Unterlage liegt, die diese Eigenschaft mit in die Pflanze bringt. Blütezeit der Zitronen liegt oft in den späten Wintermonaten. In der Zeit dürfen sie nicht austrocknen, damit möglichst viele Blüten Früchte ansetzen. Schneiden Sie große Zitrussträucher zurück. Ähnlich wie bei einem Obstbaum sollten Sie sich überkreuzende und zu dicht stehende Triebe ausschneiden. Tiefe Temperaturen hemmen die Nährstoffaufnahme.

Im Frühjahr

Düngen Sie schon ab Februar, denn Zitrusgewächse sind sehr nährstoffbedürftig.

Im Sommer

Mindestens einmal die Woche sollte gedüngt werden. Alternativ: man verwendet Langzeitdünger. Gießen Sie nicht zu viel, Zitronenbäumchen brauchen gar nicht so viel Wasser. Früher wurde Regenwasser zum Gießen empfohlen, doch es hat sich gezeigt, dass die Pflanzen zusätzlich Calcium benötigen, weshalb man nicht auf Dünger verzichten sollte.


6