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Garten Pflanzzeit für besondere Sträucher und Gräser

Die Türe öffnen, eintreten und willkommen sein, "home sweet home“! Privatsphäre und individueller Rückzug sind aber nicht nur Sache des Hauses. Auch der Garten gehört zum persönlichen Lebensraum und ist vor allem im Sommer ein liebgewonnener Aufenthaltsort. Gut angelegt, gliedert er sich, wie die Wohnung oder das Haus, in verschiedene Räume und wird schützend nach außen abgeschirmt - am schönsten mit besonderen Sträuchern und Gräsern.

Stand: 21.09.2020 | Archiv

Andreas Modery | Bild: BR

Jetzt ist Pflanzzeit!

Andreas Modery: "Viele Sträucher und Gräser eignen sich übrigens auch hervorragend als Heckenbepflanzung. Mit dem Spaten wird ein Pflanzgraben ausgehoben, der etwa doppelt so breit sein sollte wie die Pflanzballen.

So pflanzen Sie Sträucher als Hecke

  • Nehmen Sie die Sträucher aus den Töpfen und lockern Sie alle Wurzeln mit der Hand auf. Keine Sorge, an den Stellen, an denen Wurzeln abreißen, bilden sich neue kleine Haarwurzeln. Diese versorgen die Pflanzen bestens mit Wasser und Nährstoffen.
  • Vor dem Einpflanzen sollten die Pflanzen in einem Eimer oder Kübel so lange ins Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
  • Die Ballen werden dann so tief in die Erde gesetzt, dass die Oberseite mit der Erdoberfläche abschließt. Für eine blickdichte Hecke ist ein Pflanzabstand je nach Topfgröße von etwa 35 cm empfehlenswert - also ca. drei Pflanzen pro laufendem Meter.
  • Der Erdaushub kann mit etwas humusreicher Pflanzerde gemischt werden, das fördert die Wurzelbildung. Die Erde wird nach dem Einfüllen mit den Füßen vorsichtig festgetreten. Nach dem Pflanzen sollte kräftig gegossen werden. Das Wasser sorgt für eine gute Verbindung zwischen Topfballen und Gartenboden.

Gräser sollten so eingepflanzt werden, dass die Wurzeln vollständig bedeckt sind. Sie benötigen einen Pflanzabstand zu anderen Pflanzen, der mindestens so groß ist wie ihre endgültige Wuchshöhe.“

Die immergrüne, duftende Rhododendron-Hecke

Andreas Modery: "Inkarho Dufthecken (Rhododendron) wurden speziell gezüchtet, um den Garten nicht nur aufblühen zu lassen, sondern ihn in eine duftende Oase zu verwandeln. Dabei eignen sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften bestens als immergrüne Strauchpflanzen und präsentieren im Mai und Juni ihre Blüten, die in vier Farben - rosa, lila, gelb und weiß -  erhältlich sind. So passen sie in jeden Gartentyp, von Bauerngarten bis zum modernen Garten.

Besondere Bodenverhältnisse fordert die entspannte Dufthecke nicht ein. Wie alle Inkarho Rhododendren ist sie äußerst anspruchslos und wächst auf nahezu jedem humosen Gartenboden.

Gepflanzt werden kann die Dufthecke ganzjährig; die ideale Zeit ist im Herbst.

Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist bestens geeignet, damit die Dufthecke ihre volle Pracht entfalten kann.

Ausgewachsen erreicht diese spezielle Inkarho-Züchtung eine Höhe von gut zwei Metern und ist äußerst schnittverträglich. Dabei gilt: Je regelmäßiger der Rückschnitt erfolgt, desto kompakter wächst die Dufthecke und bildet auf diese Weise schnell einen blickdichten, blütenstarken und gleichzeitig gut riechenden Sichtschutz."

Wichtig:

"Alle, die keine Hecke, aber einen robusten Begleiter für Beet oder Kübel suchen, sind mit der Dufthecke dennoch bestens beraten. Denn als Solitär wird sie zum buchstäblich duftstarken Hingucker - der übrigens bei tierischen Gartenbesuchern ebenso ordentlich punktet. So werden die Blüten der Dufthecke auch von Bienen, Hummeln und Co. angeflogen. Im Winter wird sie mit ihrem kompakten, starken Wuchs und dem immergrünen Blattkleid zum schützenden Unterschlupf für Vögel. Diese schlagen dann auch im Frühjahr und Sommer gerne ihren Nistplatz in der blütenstarken und wohlriechenden Unterkunft auf.“

Immergrün mit Farbe: Die Glanzmispel

Andreas Modery: "Die Glanzmispel Devil’s Dream zieht alle Blicke auf sich und lässt trotzdem keine durch! Die Glanzmispel ist ein beliebter Zierstrauch für immergrüne Hecken und bringt ein lebendiges Rot durch ihre Austriebe in den Garten. 

Der beste Pflanzzeitraum für die Glanzmispel ist der Herbst, damit die Sträucher in der milden Jahreszeit noch ausreichend Zeit zum Einwurzeln haben.  Nach dem Pflanzen sollte die Devil‘s Dream zurückgeschnitten werden. Alle unverzweigten Triebe sollten um die Hälfte gestutzt werden, denn so wird die Hecke schnell dicht und treibt in der neuen Saison umso kräftiger wieder durch. 

Nach wenigen Standjahren ergibt sich eine blickdichte, pflegeleichte Hecke. Die Devil‘s Dream ist dabei der Feuerteufel unter den Heckenpflanzen. Mit der pflegeleichten Photinia, die sich im Mai mit weißen Blüten schmückt, haben auch Einsteiger einen dauerhaften Erfolg. Alle Blätter der Glanzmispel werden glänzend grün und verbleiben den kompletten Winter an der Pflanze. Im Frühjahr färben die frischen, roten Triebe die komplette Hecke rot ein. Das bedeutet vor allem eines: Abwechslung im heimischen Garten. Am liebsten ist der Glanzmispel ein windgeschützter, halbschattiger Standort.“ 

Ein Hingucker: Japanisches Blutgras

Andreas Modery: "Der 'Rote Baron‘ bringt mit seiner intensiven Rotfärbung leuchtende Akzente auf die Bühne - egal, ob im Garten, Balkonkasten oder Kübel. In der Kombination mit anderen Pflanzen, z. B. immergrüne Koniferen oder andere grün-weiße Ziergräser, schiebt er sich optisch stets in den Mittelpunkt. Bitte einen Pflanzabstand von 30 bis 40 cm einplanen! Natürlich macht 'Red Baron' auch in einem asiatisch inspirierten Garten eine hervorragende Figur. Er mag sonnige, aber auch halbschattige Standorte. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und humos sein, dann wird die Blattschmuckstaude ihre volle Ausdruckskraft erreichen.

Abgetrocknete Blätter der bis zu 40 cm hohen Pflanze werden mit Schere oder Messer abgeschnitten. Mit Koniferenreisig geschützt erträgt dieses Gras problemlos Minusgrade bis zu -20°C, insgesamt ist es allerdings eher wärmeliebend. Deshalb sollte das Gras nicht im Herbst, sondern erst im Frühjahr geschnitten werden, das japanische Blutgras benötigt die Blathalme bis dahin als zusätzlichen Frostschutz!"

Filigran: Garten-Segge Evergold

Andreas Modery: "Ihre Halme sind der Hingucker: In der satten Grünbasis führt dieses Gras einen gold-leuchtenden Streifen. Diese ganzjährige Schönheit wird im Frühjahr (April und Mai) nochmals eine Stufe aufgewertet, denn dann zeigen sich die filigranen, goldenen Blüten. Ob unter Gehölzen, wie Sträuchern oder Bäumen, im Blumenkasten oder im Kübel, 'Evergold' macht immer 'bella figura'!

Die ca. 30 cm hohe Garten-Segge liebt einen halbschattigen bis schattigen Platz und gehört zu den anspruchsloseren Pflanzen im Beet. Ihr einziger Wunsch: Der Boden sollte locker und für Luft und Wasser stets durchlässig sein. Väterchen Frost zeigt sie selbst bei -20°C noch die kalte Schulter.

Als gold-gelber Tupfer in dunklen Ecken bringt 'Evergold‘ Farbe ins Spiel und macht dabei ihrem Namen alle Ehre!"

Übrigens:

Der Titel zur Staude des Jahres 2015 verdankt sie nicht nur ihrem Habitus mit enormer Wuchskraft oder ihrer Fähigkeit, über viele Jahre hinweg im Beet zu überzeugen, sondern auch, mit jedem zugewiesenen Platz problemlos zurecht zu kommen.

Putzig und fröhlich: Lampenputzergras

Andreas Modery: "Die wunderschönen Puschel-Blütenrispen, ihre Ausstrahlung und Leichtigkeit machen das Lampenputzergras so einzigartig, egal, ob es sich um die großen oder kleineren Vertreter dieser Art handelt! Gerade im Spätsommer schweben die Rispenblüten förmlich über dem Grashorst, der sich das leuchtend gelbe Herbstkleid übergestreift hat.

Lampenputzergras gehört zu der Gruppe der Sonnenkinder, kann aber, wenn es die Situation erfordert, auch im Halbschatten sein Können zeigen. Gemäß dem Motto 'Wer schafft braucht Kraft' liebt der Lampenputzer ordentliche Düngergaben, wie z. B. Kompost, und somit auch humoses Substrat.

Wie alle Gräser wird der Lampenputzer erst im Frühjahr zurückgeschnitten.

Viel Freude mit den Sträuchern und Gräsern wünschen Andreas Modery und "Wir in Bayern“!


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