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Garten Südlicher Blütenzauber für Balkon und Terrasse

Kübelpflanzen sollten auf keinem Balkon und keiner Terrasse fehlen, da sie für das gewisse Etwas sorgen: Für Urlaubsstimmung, mediterranes Ambiente, Blütenträume und sogar fruchtige Genüsse. Gartenexperte Andreas Modery stellt seine Top-Favoriten vor: Bougainvillea, Hibiskus, Oleander und Co.

Stand: 18.04.2019

Oleander | Bild: privat

Südliche Blütenpflanzen

Für all diese Pflanzen gilt: Bei drohendem Nachtfrost sollten sie dicht an die Hauswand gestellt und mit einem Flies abgedeckt werden.

Drillingsblume (Bougainvillea glabra)


  • Blütenfarbe: lila, rot oder orange
  • Eigenschaft: Kletterfähigkeit
  • Standort: Sonnenterrassen, geschützte Innenhöfe, Südwände
  • Pflege: hoher Wasser- und Nährstoffbedarf
  • Winterquartier: hell, bei 10-14 Grad

Oleander (Nerium oleander)

  • Blütenfarbe: pastellrosa, weiß oder rot
  • Eigenschaft: robust, starkwachsend, blühfreudig
  • Standort: vollsonnig
  • Pflege: hoher Wasser- und Nährstoffbedarf; Auslichtungsschnitt vornehmen
  • Winterquartier: verträgt leichten Frost von -3 bis -5 Grad

 Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis)

  • Blütenfarbe: gelb, rot oder zartrosa
  • Eigenschaft: Sinnbild des Südens; sonnenhungrig
  • Standort: vollsonnig
  • Pflege: hoher Wasser- und Nährstoffbedarf, Staunässe vermeiden
  • Winterquartier: hell, nicht unter 10 Grad


Dipladenia (Mandevilla)

  • Blütenfarbe: rot, rosa, gelb und weiß
  • Eigenschaft: immergrüne Kletterpflanze, die total schön aussieht und man überall hinpacken kann.
  • Standort: vollsonnig bis halbschattig
  • Pflege: nur mäßig gießen
  • Winterquartier: hell, 9-15 Grad

Wandelröschen (Lantana camara)

  • Blütenfarbe: meist als Blütenstämmchen in Gelb, Orange, Rosa und Weiß
  • Eigenschaft: enorm blühwillig
  • Standort: sehr hell, geschützt vor Regen und Wind
  • Pflege: sehr wasser- und nährstoffbedürftig, Verblühtes zurückschneiden
  • Winterquartier: hell, 5-10 Grad

Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens)

  • Blütenfarbe: Gelb, Rosa und Weiß
  • Eigenschaft: Werden die unteren Triebe rechtzeitig entfernt, lässt sie sich als Hochstämmchen ziehen.
  • Standort: Sie ist für eine leichte Beschattung in Hitzeperioden dankbar.
  • Pflege: wasser- und nährstoffbedürftig; Staunässe vermeiden; Sommerrückschnitt fördert einen zweiten Blüteflor
  • Winterquartier: hell, 5-10 Grad

 

Pflanz- und Pflegetipps

Pflanzgefäß

Neben ästhetischen Gesichtspunkten müssen Pflanzgefäße praktischen Anforderungen genügen:

  • Standfestigkeit: Pflanzgefäße sollten nicht bei jedem Windstoß gleich umkippen. Kunststofftöpfe sind daher besonders bei hohen Pflanzen mit schwerer Krone ungeeignet.
  • Wetterfestigkeit: Sie sollten Frost aushalten.
  • Gewicht: Sie dürfen nicht zu schwer sein, da sie auch ins Winterquartier transportiert werden müssen.
  • Zudem sollten die Pflanzgefäße Wasserabzugslöcher haben. (Eventuell bietet sich die Verwendung von Untersetzern bzw. Füßen an.)

Substrat

Je nach Wachstum sollte alle drei bis vier Jahre umgetopft werden. Die beste Zeit hierfür ist im Frühjahr. Der neue Pflanzkübel sollte nicht viel größer sein als der alte (ca. 5 cm mehr im Durchmesser), da ansonsten die Pflanze "blühfaul" wird. Verwenden Sie beim Umpflanzen am besten frische Erde, denn sie wirkt oft Wunder. Das Substrat sollte bestehen aus: normaler Blumenerde, Kompost und etwas Sand bzw. Bimskies oder Blähton. Über das Abzugsloch kommt eine Tonscherbe.

Gießen

Die richtige Wasserversorgung ist für den Erfolg von entscheidender Bedeutung. Wie oft gegossen werden muss, hängt ab von:

  • Pflanzenart
  • Standort
  • Substrat
  • Gefäß-Art und -Größe
  • Gieß-Rand
  • Benutzung eines Untersetzers
  • Witterungsverlauf

Meist ist ein zweimaliges Gießen pro Tag erforderlich. Selbst an Regentagen kann ein Gießen notwendig werden, da das Pflanzendach den Regen nicht bis an das Gefäßsubstrat lässt.

Im Winterquartier sollten die Pflanzen im Kübel eher trocken bzw. gerade erdfeucht gehalten werden.

Düngen

Aufgrund des beschränkten Wurzelraumes müssen die Kübelpflanzen mit Nährstoffen versorgt werden. Die Düngermenge ist immer abhängig von der Pflanzart und dem Wachstumsverlauf.

Als Startdüngung im Frühjahr empfiehlt sich das Ausbringen eines Depotdüngers. Anschließend wird der Dünger leicht eingearbeitet. Während des Hauptwachstums bis Ende August wird flüssig nachgedüngt.

Von Mitte September bis März wird die Düngung ganz eingestellt.

Faustregel beim Düngen: Bei hohem Nährstoffbedarf 0,3%, bei mittlerem Bedarf 0,15% und bei geringem Bedarf 0,05% in wöchentlichen Gaben.

Tipps für lange Blütenträume

  • Frühjahr: Alle eingetrockneten Zweige und Blätter werden entfernt und Kronenstämmchen in Form geschnitten. Falls Seitentriebe vorhanden sind, sollten diese unmittelbar am Stamm abgeschnitten werden.
  • Sommer: Abgeblühtes wird (z. B. bei Margeriten) etwas zurückgeschnitten, um den Folgeflor zu fördern. Sorgen Sie zudem für entsprechende Rank- und Stützhilfen.
  • Herbst: Die meisten Kübelpflanzen werden vor dem Einräumen ins Winterquartier kräftig zurückgeschnitten. Oleander wird hingegen lediglich ausgelichtet.

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