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Natürlich heilen Die Heilkraft der Nadelbäume

Ein Waldspaziergang ist nicht nur erholsam, sondern auch gesund. Die Heilkraft der Nadelbäume können Sie sich aber auch nach Hause holen. Kräuterexpertin Monika Engelmann gibt Tipps, wie Sie Fichte, Kiefer, Wacholder & Co. für Ihre Gesundheit nutzen können.

Stand: 21.01.2019

Wachholderbeeren | Bild: picture-alliance/dpa

Kiefernharzsalbe (Pechsalbe)

Wirkung

  • Die Kiefernharzsalbe ist hilfreich bei Muskel- und Gelenkschmerzen und wird als Zugsalbe bei eingezogenen Schiefern genutzt. Sie wirkt schmerzlindernd, antibakteriell, wundheilend und entzündungshemmend.

Zutaten

  • 50 g Kiefernharz
  • 15 g Bienenwachs
  • 50 g Olivenöl

Zubereitung

Kiefernharz und Bienenwachs sanft in Olivenöl schmelzen, z. B. im Wasserbad. Sobald sich alles gelöst hat, die Zubereitung in ein sauberes Schraubglas füllen, auskühlen lassen und dann erst verschließen.

Haltbarkeit

Kühl und dunkel gelagert hält sich die Salbe mindestens ein Jahr.

Geignet bei

  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Splitter (wird als Zugsalbe verwendet)

Anwendung

Bei Bedarf den schmerzenden Körperteil mehrmals täglich mit der Pechsalbe eincremen. Wird die Zubereitung als Zugsalbe genutzt, einen großzügigen Klecks auf die betreffende Stelle auftragen und mit einem Pflaster abdecken.

Wärmendes Fichtennadelbad

Wirkung

  • Die ätherischen Öle der Fichtennadeln wirken wärmend, schleimlösend, fördern die Durchblutung und stärken das Immunsystem. Gerne wird das wärmende Fichtennadelbad bei Muskelschmerzen wie auch zur Vorbeugung oder bei beginnender Erkältung angewendet.

Zutaten

  • 100 g frische Fichtennadeln
  • 2 l Wasser
  • 10 Tr. ätherisches Fichtennadelöl
  • 1 dünnes Baumwollsäckchen

Zubereitung

Frische Fichtenzweige kurz abbrausen und leicht trocken schütteln. Die Nadeln von den Zweigen streifen und diese in ein dünnes Baumwollsäckchen füllen. Das zugebundene Säckchen in eine ausreichend große Schüssel legen und mit heißem Wasser übergießen. Zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit das Badewasser einlassen. Kurz vor dem Badegang den Fichtennadelauszug zugeben. Zur verstärkten Wirkung kann noch ätherisches Fichtennadel-Öl ins Badewasser getröpfelt werden.

Anwendung

Etwa 20 Minuten das Bad genießen, abschließend abgetrocknet und warm eingepackt eine gute halbe Stunde nachruhen.

Wacholderbeerenschnaps (Aqua Vitae juniperi)

Wirkung

  • Wacholderbeeren enthalten u. a. ätherisches Öl, Bitterstoffe, Harze und Inulin und haben harntreibende, krampflösende, schleimlösende, antibakterielle und antivirale, durchblutungsfördernde sowie wärmende Eigenschaften.

Das Lebenswasser wird daher in der Volksheilkunde innerlich bei Husten und chronischer Bronchitis genutzt. Äußerlich aufgetragen hat es sich als sehr hilfreich bei Arthrose, Ischias und Rheuma erwiesen.

Zutaten

  • 1.500 ml Korn
  • 25 g Wacholderbeeren
  • 1 kleiner Wacholderzweig

Zubereitung

  • Wacholderbeeren im Mörser leicht anquetschen
  • Gemeinsam mit dem Korn und Zweig in ein sauberes, weithalsiges Schraubglas füllen und gut verschließen
  • Nun etwa drei Wochen bei Zimmertemperatur und gelegentlichem Aufschütteln ziehen lassen
  • Anschließend durch ein feinmaschiges Sieb filtern

Anwendung

Innerlich: 1 x täglich 1 EL Wacholderbeerenschnaps verdünnt in einem Glas Wasser trinken

Äußerlich: 1 x täglich die schmerzenden Körperstellen mit einer Handvoll Wacholderbeerenschnaps einreiben. Es empfiehlt sich, anschließend mit einer fettreichen Lotion nachzucremen, da Alkohol die Haut austrocknet.

Vorsicht: Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!


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