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Umwelt So bringen Sie Nachhaltigkeit in Ihre Küche!

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag geht immer und überall, auch in der Küche. Bei jedem einzelnen Schritt - vom Lebensmitteleinkauf bis zum restlosen Aufessen - können Sie sich aktiv für mehr Nachhaltigkeit entscheiden. Und das ist viel unkomplizierter als Sie vielleicht vermuten. Wie es geht, verrät Ihnen die "Wir in Bayern"-Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Achenbach.

Stand: 14.05.2020

Plastikfrei in der Küche  | Bild: picture-alliance/dpa

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag geht immer und überall, auch in der Küche. Doch was hat unsere Küche überhaupt mit Nachhaltigkeit zu tun? Mehr als wir denken, denn hier dreht sich alles ums Essen. Und das macht unfassbare 20 Prozent unseres CO2-Fußabdrucks aus. Bei jedem einzelnen Schritt - vom Lebensmitteleinkauf bis zum restlosen Aufessen - können wir uns aktiv für mehr Nachhaltigkeit entscheiden. Und das ist viel unkomplizierter als man vielleicht vermutet.

Wichtig sind vor allem diese drei Grundprinzipien der Nachhaltigkeit:

  1. "Schritt für Schritt zum Ziel"
  2. "Weniger ist mehr"
  3. "Wiederverwenden statt wegwerfen"

Wenn wir diese drei Grundprinzipien befolgen, sparen wir jede Menge unnötigen Müll, schonen das Klima und Nachhaltigkeit wird zum Kinderspiel. Egal wo!

Nachhaltig einkaufen

Mit der bewussten Wahl von jedem Lebensmittel, das in unserem Einkaufskorb landet, können wir die Umwelt und unser Klima schonen.

Tipps zum nachhaltigen Einkauf:

  • Kaufen Sie regionale Lebensmittel. Diese reduzieren unnötige Transporte und sparen so schädliche Treibhausgase.
  • Kaufen Sie weniger Fleisch und andere tierische Lebensmittel. Damit tun Sie Ihrer Gesundheit und dem Klima etwas Gutes.
  • Kaufen Sie unverarbeitete Lebensmittel. Bei ihnen wissen Sie, was drin ist und sparen Energie und Verpackungsmüll.
  • Kaufen Sie Biolebensmittel. Diese helfen, die Artenvielfalt unserer Ökosysteme und des Bodens zu erhalten.
  • Kaufen Sie nach Möglichkeit unverpackte Lebensmittel. Damit sparen Sie unnötigen Plastikmüll.
  • Trinken Sie Leitungswasser anstatt Wasser zu kaufen. Das spart ebenfalls unnötigen Plastikmüll.
  • Wählen Sie wann immer möglich Glas statt Plastik.
  • Bringen Sie Ihre eigenen Verpackungen zum Einkauf mit.

Weniger Lebensmittel verschwenden

In Deutschland entsprechen die weggeworfenen Lebensmittel unfassbaren 40 Millionen Tonnen an Treibhausgas-Emissionen. Jeder einzelne von uns wirft jährlich ca. 75 kg Essen in den Müll. Eine gigantische Verschwendung, die nicht nur unethisch ist, sondern auch einen hohen Preis für Umwelt und Klima hat.

Tipps gegen Lebensmittelverschwendung:

  • Kaufen Sie nicht zu viel ein und behalten Sie Ihre Vorräte im Blick. Neues sollte im Schrank nach hinten, Altes nach vorne.
  • Abgelaufene Lebensmittel sind nicht automatisch ein Fall für die Tonne. Ihre Sinne sind weit zuverlässiger als das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung.
  • Lebensmittelreste können Sie kreativ verwenden (z. B. als Brotsuppe oder Kaffeesatz-Peeling), anstatt sie einfach wegzuwerfen.

Lebensmittel nachhaltig aufbewahren

Auch die richtige Lagerung hilft, der Lebensmittelverschwendung aktiv vorzubeugen. Schließlich sind sorgfältig aufbewahrtes Obst, Gemüse und Co. vor Verderb und Schädlingen geschützt und bleiben länger frisch.

Tipps zur nachhaltigen Aufbewahrung:

  • Füllen Sie trockene Vorräte wie Mehl oder Haferflocken in Ihrer Küche in dichte Gefäße um.
  • Faustregel für Obst: Heimisches liebt es kühl (= Kühlschrank), Exoten mögen es warm (= Zimmertemperatur). Ausnahmen sind Feige und Kiwi, die in den Kühlschrank gehören.
  • Fast alle Gemüse fühlen sich im Kühlschrank wohl. Ausnahmen sind Auberginen, Tomaten, Kartoffeln und Kürbis.
  • Nehmen Sie Obst und Gemüse vor dem Kühlen aus der Plastikverpackung.
  • Gekochte Essensreste können Sie nach dem Abkühlen luftdicht verpacken, mit Datum versehen und im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe aufbewahren.
  • Nutzen Sie Mehrwegverpackungen statt Frischhaltefolie, Alufolie und Co.

Sonstige Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche:

  • Verwenden Sie ökologische Reinigungsmittel statt teure und ungesunde Chemiekeulen.
  • Teilen Sie Küchengeräte nach Möglichkeit mit Nachbarn oder Freunden statt sie neu zu kaufen. Das schont den Geldbeutel und wertvolle Ressourcen.
  • Achten Sie bei der Anschaffung von Großgeräten wie Kühlschrank, Gefriertruhe oder Geschirrspüler auf die Energieeffizienz.
  • Nutzen Sie Geschirrspüler und Herd effizient: Machen Sie die Spülmaschine immer voll und wählen Sie für jeden Topf die richtige Herdplattengröße.

Und jetzt wünschen wir Ihnen viel Spaß mit unseren Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Küche!


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