BR Fernsehen - Wir in Bayern


7

Physiotherapie Stärkung der Herz-Kreislauftätigkeit

Eigentlich eine Binsenweisheit: Bewegung ist wichtig. Sie unterstützt das Herz-Kreislaufsystem, erhält die körpereigene Leistungsstärke und Belastbarkeit und schützt so beispielsweise auch vor Infarkten. Physiotherapeutin Andy Sixtus hat einen Trainingsplan erstellt, der die Herz-Kreislauftätigkeit stärkt.

Stand: 18.02.2020

Andy Sixtus Übungen | Bild: BR

Das Ausdauertraining trägt zur Entwicklung und Aufrechterhaltung eines guten Gesundheitszustandes bei.
Unter "Ausdauer" versteht man die Fähigkeit, eine muskuläre Leistung über einen möglichst langen Zeitraum zu erbringen, ohne zu ermüden. Dies ist nur durch ein regelmäßiges Training zu erreichen.

Für ein Herz- Kreislauf-Training sind einerseits die zyklischen Sportarten geeignet, wie z. B. Walking (Nordic Walking), Joggen, Radfahren, Wandern, Schwimmen.

Andererseits aber auch Übungen, die sowohl den Energiestoffwechsel der Muskulatur,  die Belastung der Lungenfunktion, als auch die Stabilität der Gelenke, Sehnen und Bänder verbessern. Diese Übungen sind wichtig, um den Körper zu kräftigen und somit auf die zyklischen Sportarten vorzubereiten.
Die Intensität der körperlichen Belastung sollte über der durchschnittlichen "Alltagsbelastung" liegen.


Achtung: Patienten nach Herzinfarkt, mit Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck oder anderen Krankheiten dürfen nur nach Anleitung und Therapieplan des Arztes/Therapeuten trainieren.

Übung 1, "Hopser mit Hüftrotation":

Ziel: Verbesserung der Schnellkraft der Beinmuskulatur, Verbesserung der Koordination.

Ausgangsposition: Hüftbreiter, stabiler Zweibeinstand.

Ausführung: Springen Sie mit stabilem Oberkörper nach oben ab und drehen Sie dabei Ihre Hüfte von der einen zur anderen Seite.

Variation: Ca. 2 x 1 Minute

Übung 2, "Kniebeuge einbeinig":

Ziel: Kräftigung der Oberschenkel-, Gesäß- und Rückenmuskulatur.

Ausgangsposition: Stand, ein Bein leicht angehoben.

Ausführung: Beugen Sie Ihr Standbein im Knie- und Hüftgelenk. Das nun abgewinkelte Knie soll die gedachte senkrechte Linie zu den Zehenspitzen nicht überschreiten, das andere Bein bleibt ausgestreckt, gehen Sie wieder zurück in die Ausgangsposition. Sie können das angehobene Bein auch kurz absetzen oder die Übung beidbeinig ausführen wie "normale" Kniebeugen.

Variation: 2 x 10 Einheiten pro Seite

Übung 3, "Raupe vorwärts":

Ziel: Dehnung der rückseitigen Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, Kräftigung der Bauchmuskulatur.

Ausgangsposition: Gehen Sie in den „Vier-Fuß-Stand“, also runter "auf alle Viere", Hände/Arme unterhalb der Schulter, Füße hüftbreit auseinander.

Ausführung: Senken Sie Ihre Hüfte auf den Boden ab, ohne die Arme zu beugen. Heben Sie nun Ihr Becken wieder hoch und gehen Sie solange mit den Händen zu Ihren Füßen, wie Sie die Fersen auf dem Boden halten können.

Variation: 2 x 10 Einheiten

Übung 4 "Ausfallschritt seitwärts":

Ziel: Kräftigung der Hüftmuskulatur, Kontrolle der Beinachse, Dehnung der Oberschenkelinnenseite.

Ausgangsposition: Aufrechter, hüftbreiter Stand, Hände auf die Hüften gestützt.

Ausführung: Führen Sie mit dem rechten Bein einen Ausfallschritt zur Seite aus. Ihre Zehenspitzen zeigen nach vorne, die Füße sind flach auf dem Boden. Ihr Gewicht liegt auf dem rechten Fuß. Gehen Sie so tief in die Hocke, wie Sie die aufrechte Rückenposition halten können. Zurück in die Ausgangsposition.

Variation: 10 Einheiten pro Seite

Übung 5 "Ausfallschritt vorwärts":

Ziel: Kräftigung von Gesäß und Oberschenkel, Kontrolle der Hals- und Lendenwirbelsäule und der Beinachse, Dehnung Hüftbeuger.

Ausgangsposition: Aufrechter, hüftbreiter Stand.

Ausführung: Führen Sie mit Ihrem linken Bein einen Ausfallschritt nach vorne aus, beugen Sie die Knie. Achten Sie darauf, dass beide Kniewinkel 90° betragen. Kontrollieren Sie Ihre Lendenwirbelsäule gegen das Hohlkreuz. Gehen Sie in die Ausgangsposition zurück.

Variation: 10 Einheiten pro Seite


7