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Haushalt Gläser richtig reinigen

Wer strahlend klare Gläser liebt, muss sich wohl oder übel mit der richtigen Pflege auseinandersetzen. Denn wenn Schlieren und trübe Beläge erst einmal auftauchen, ist es schon fast zu spät – dann hilft nur noch Entsorgen.

Stand: 05.03.2019

Eine Frau poliert mit einem Trockentuch ein Weinglas. | Bild: picture-alliance/dpa

Glas ist ein ästhetisches, manchmal sehr feines und manchmal robustes Material, das im Haushalt verschiedensten Zwecken dient. Allein die Bandbreite von Trinkgläsern ist riesig - von billigen Wassergläsern bis hin zu teuren Kristallgläsern. Die Glaszusammensetzungen sind unterschiedlich und Grundlage verschiedener Qualitäten, die sich z. B. in der Dünnwandigkeit bemerkbar machen. Teure Weingläser sind meist dünner als günstige. Einfache Gläser bestehen meist aus Quarzsand, Soda und Kalk, Kristallgläser aus Quarzsand, Pottasche und Kalk. Spezialgläsern, die z. B. feuerfest sind, sind meist noch Boroxid (Bor und Sauerstoff) und spezielle Rohstoffe zugefügt.

Vor dem Anlaufen ist leider kein Glas gefeit, ob es dick oder dünn, günstig oder teuer ist.

Angelaufene Gläser

Die beiden Ursachen für angelaufene Gläser sind Verkalkung und Glaskorrosion.

  • Glaskorrosion bedeutet, dass sich auf der Glasoberfläche sehr feine Risse und Sprünge abzeichnen, die wie bunte Schlieren über das Glas fleckig verteilt zu sehen sind.
  • Verkalkung ist die Ablagerung kalkhaltiger Beläge auf der Glasoberfläche, je nach Wasserqualität mehr oder weniger stark. Mit der Zeit wird die Oberfläche meist stumpfer und damit anfälliger für Beläge. Verkalkung überzieht meist das gesamte Glas mit einem trüben Schleier. Die Haltbarkeit des Glases wird davon zwar nicht beeinträchtigt, die Optik hingegen schon.

Gläser richtig pflegen

Hauswirtschaftsmeisterin Christiane Klimsa gibt Tipps, worauf Sie bei der Glaspflege achten sollten. Denn wer seine Gläser von Anfang an richtig pflegt, kann das Anlaufen vermeiden oder zumindest herauszögern.

  • Verwenden Sie grundsätzlich keine aggressiven Spülmittel für die Reinigung von Gläsern, da sie die Gläser "blind" machen. Besser ist mildes, duftneutrales Spülmittel und Zitronensäure in flüssiger oder pulverisierter Form.
  • Einfache, meist günstige Wassergläser kann man ohne Weiteres in der Spülmaschine reinigen. Achten Sie beim Reinigen in der Spülmaschine darauf, dass stets genug Klarspüler und Spülmaschinensalz eingefüllt sind, um die Gläser vor dem Anlaufen zu schützen bzw. diesen Prozess zu verlangsamen. Wer von Hand spült, sollte ein mildes Spülmittel sparsam verwenden und dem Spülwasser zusätzlich einen Spritzer Klarspüler zugeben.
  • Edle Wein- und Sektgläser niemals in der Spülmaschine reinigen. Beim von Hand Spülen halten Sie das Glas am besten am Glasboden und tauchen es in ein lauwarmes Wasserbad mit einem Spritzer Klarspüler für den nötigen Glanz. Mit einem weichen Mikrofaser- oder feinen Baumwolltuch können Sie den Glasrand sanft säubern.
  • Für den strahlenden Glanz sorgt nach dem Spülen das Polieren. Verwenden Sie am besten ein trockenes, weiches, saugfähiges Mikrofasertuch.
  • Von Spülbürsten sollten Sie absehen, da diese die Glasoberfläche, vor allem bei häufigem Gebrauch, zerkratzen können.
  • Kalkablagerungen lösen Sie, indem Sie die Gläser kopfüber in heißes Wasser stellen unter Zugabe von Zitronensäure (alternativ Klarspüler) und indem Sie die Gläser für mindestens 20 Minuten darin einweichen. Wenn kleine Bläschen aufsteigen, ist die Kalkablösung im Gange und der Kalk kann anschließend einfach mit einem Tuch abgewischt werden.
  • Glasgeschirr mit eingebrannten Stellen (z. B. bei Brätern und Auflaufformen) vor dem Abwaschen mit heißem Wasser und etwas Spülmittel einweichen, so lösen sich die braunen Stellen gut ab, ohne dass Sie einen Metallschwamm benötigen, der selbst robustes Glas dauerhaft zerkratzen würde. Von einer angekratzten Glasfläche lassen sich eingebrannte Stellen wiederum schwieriger entfernen.

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