BR Fernsehen - Wir in Bayern


3

Pflanzen Winter-Wellness für gestresste Zimmerpflanzen

Winter bedeutet Stress für Zimmerpflanzen. Trockene, warme, teils staubige Luft und vor allem das fehlende Licht machen den grünen Mitbewohnern zu schaffen. Doch mit der richtigen Pflanzen-Wellness können sie wieder Kraft und Energie tanken. Tipps von Gartenexpertin Brigitte Goss.

Stand: 22.01.2020

Blatt einer eine Zimmerpflanze wird gesäubert.  | Bild: picture-alliance/dpa/Andrea Warnecke

Gießen

Kontrollieren Sie vor dem Gießen immer, ob Wassergaben nötig sind. Die meisten Pflanzen "ertrinken". Pflanzen freuen sich über Gießwasser mit Zimmertemperatur. Lassen Sie das Wasser am besten mindestens einen Tag in der Gießkanne stehen, bevor Sie es benutzen. Kontrollieren Sie noch am selben Tag den Übertopf und gießen Sie überschüssiges Wasser ab.

Düngen

Auch im Winter freuen sich Pflanzen über ein "Schmankerl" im Gießwasser. Verwöhnen Sie Ihre Pflanzen - je nach Pflanzenart - alle zwei bis vier Wochen mit flüssigem Dünger.

Im Prinzip gibt es zwei Arten von Flüssigdünger:

  • Dünger, der aus pflanzlichen Rohstoffen und tierischen Nebenprodukten gewonnen wurde
  • Dünger aus aufgelösten Nährsalzen

"Satt" werden die Pflanzen von beiden Arten, doch Biodünger aus organischen Stoffen sind vollwertiger.

Schönheitskur

Eine wahre Schönheitskur ist für die meisten Zimmerpflanzen, vor allem für die aus den Tropen, ein gelegentliches Duschbad mit lauwarmem Wasser. Die Oberfläche der Pflanzen ist wie eine Haut. Staub und Schmutz verhindern die Photosynthese und verkleben die Poren (Spaltöffnungen) der Pflanze. Mildes Reinigen der Blätter regt sozusagen den Stoffwechsel der Pflanze an.

Verjüngungskur

Umtopfen

Älteren Zimmerpflanzen sind häufig ihre Töpfe zu klein geworden. Jetzt ist eine gute Zeit, die Pflanzen in etwas größere Gefäße umzutopfen.

Pflanzen teilen und vermehren

Einige Pflanzen können Sie auch teilen, beispielsweise Usambaraveilchen. Ältere Exemplare haben meist mehrere Blattrosetten gebildet. Diese können Sie behutsam trennen und so aus einer Pflanze mehrere gewinnen.

Verblühte Plfanzen richtig schneiden

Abgeblühte Schmetterlingsorchideen brauchen meist ebenfalls eine Verjüngungskur. Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, schneiden Sie alte, abgestorbene Wurzeln aus und setzen Sie die Pflanze mit frischer Orchideenerde wieder ein.

Wichtig bei geschnittenen Orchideen

Gießen Sie die Orchideen eine Woche lang nicht, damit die Schnittwunden erst eintrocknen können.

Schädlinge bekämpfen

Typische Schädlinge bei Zimmerpflanzen sind Spinnmilben, Schild- und Wollläuse sowie Thripse.

Großblättrige Pflanzen lassen sich mit Hilfe einer Kaliseifenlauge mit einem Spritzer Spiritus gut reinigen. Vergessen Sie nicht die Unterseiten der Pflanzen.

Aber Vorsicht: Erst an einem Blatt ausprobieren, denn empfindlichen Pflanzen könnte die Behandlung nicht bekommen.

Mückenplage verhindern

In den letzten Jahren sind Trauermücken zum Problem geworden. Die Mückenlarven schleppt man sich entweder mit Substraten oder mit Kräutertöpfen in die Wohnung. Stehen z. B. die Kräutertöpfe einige Tage in der warmen Küche, erwachen die in der Erde versteckten Larven zu einem Schwarm kleiner schwarzer Mücken. Gerne legen diese Mücken in der Erde anderer Töpfe die nächste Mückengeneration an. Die Larven der Mücken fressen an den Wurzeln unserer Zimmerpflanzen.

Mit gelben Klebefallen können Sie die Ausbreitung auf andere Pflanzen sehr gut unterbinden.


3