BR Fernsehen - Wir in Bayern


13

Kräuter Die besten Kräuterrezepte für die Frühjahrskur

Viele Menschen nutzen die Fastenzeit zum Fasten oder Entschlacken. "Grundsätzlich schafft es ein gesunder Körper von ganz alleine, mit den Schadstoffen des Alltags fertig zu werden. Aber wir können ihn dabei gut unterstützen", sagt Kräuterexpertin Daniela Wattenbach im Gespräch mit Wir in Bayern und stellt Kräuter und Rezepte vor, die beim Entschlacken helfen sollen.

Stand: 20.02.2020

Brennnesseln | Bild: BR/Philipp Kimmelzwinger

Haben Sie in den Wintermonaten zu viel geschlemmt und sich zu wenig bewegt? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, etwas abzunehmen und eine Frühjahrskur anzufangen, um kraftvoller und schlanker in die wärmeren Monate zu starten. Eine solche Entschlackungskur sollten Sie grundsätzlich nur einmal im Jahr und nicht länger als 6 Wochen durchführen.

Trinken Sie ausreichend während der Kur

Die Flüssigkeitszufuhr ist das Wichtigste bei der Frühjahrskur. Versuchen Sie mindestens zwei Liter am Tag zu trinken. Diese Menge brauchen Sie, damit die Nieren die Stoffwechselprodukte leichter ausspülen können. Gut geeignet ist zimmerwarmes Wasser ohne Kohlensäure. Noch stärker unterstützen Kräutertees das Ausleiten der Giftstoffe. In der Natur wachsen jede Menge Kräuter, um uns bei der Reinigung unserer Organe zu unterstützen.

Verzichten Sie auf Zucker, Alkohol, Nikotin und Kaffee

Zudem ist ausreichende Bewegung und der Verzicht auf Zucker und Genussmittel (Alkohol, Nikotin, Kaffee) beim Entschlacken wichtig. Während der Entgiftungstage sollten als Hauptmahlzeit leicht verdauliche Gerichte wie Suppen oder gedünstetes Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Wer den kleinen Heißhunger verspürt, kann zwischendurch zu frischem Obst, Salat und frischen Kräuter greifen.

Rezept 1: Grüner Smoothie als Energiekick für den Tag

Der grüne Smoothie kurbelt Ihre Verdauung an und versorgt Sie mit Vitaminen und Mineralien.

 Zutaten

  • 1 Handvoll Wildkräuter (z. B. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn oder andere Frühlingskräuter)
  • alternativ können Sie auch Feldsalat oder Blattspinat nehmen
  • 250 ml Orangensaft
  • 1 kleiner Apfel
  • ½ Banane

Zubereitung: Zerkleinern Sie alle Zutaten im Mixer.

Anwendung: Trinken Sie den Smoothie ein bis drei Wochen anstelle des Frühstücks und variieren Sie täglich die Kräuter.

Rezept 2: Mariendistel-Tee erneuert und schützt die Leberzellen

Zubereitung: Zerstoßen Sie Mariendistelfrüchte mit dem Mörser und übergießen Sie 2 TL der zerstoßenen Früchte mit 150 ml abgekühltem Wasser (max. 40°C). Verwenden Sie kein heißes Wasser, da der wertvolle Inhaltsstoff der Mariendistelfrucht bei 40°C zerstört wird. Lassen Sie den Tee 15 Minuten ziehen.

Anwendung: Trinken Sie 2 bis 3 Tassen des Tees über den Tag verteilt.

Rezept 3: Brennnessel-Tee reinigt die Nieren und Harnwege und hilft dem Körper beim Ausschwemmen

Zubereitung: Übergießen Sie 2 gehäufte EL getrocknete (oder 1 gehäufter EL frische) Brennnesselblätter mit 250 ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 10 Min. abgedeckt ziehen.

Anwendung: Trinken Sie 2 Tassen des Tees über den Tag verteilt.

Achtung!

Brennnessel hat eine stark harntreibende Wirkung. Menschen mit Herzproblemen oder Bluthochdruck dürfen keinen Brennnesseltee trinken.

Rezept 4: Löwenzahnwurzel-Tee unterstützt die Leber

Löwenzahn ist sehr bitter und unterstützt die Leber, deren Aufgabe es ist, Schadstoffe unschädlich zu machen, wohingegen Darm und Nieren dafür sorgen, dass die Schadstoffe schnell ausgeschieden werden.

Die stärkste Wirkung hat die Löwenzahnwurzel. Aber auch die frischen Blätter haben eine entgiftende Wirkung.

Zubereitung: Übergießen Sie 1 gehäuften EL getrocknete (oder ½ EL frische) Löwenzahnwurzel mit 250 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Min. abgedeckt ziehen.

Anwendung: Trinken Sie 2 Tassen des Tees über den Tag verteilt.

Rezept 5: Kräuterpresssaft regt die Verdauung an

Grüne, bittere Kräuter regen den Speichelfluss und dadurch die Verdauung an. Das hilft dem Körper beim Entschlacken.

Zubereitung: Waschen Sie grüne Kräuter, zum Beispiel Kresse, Petersilie, Basilikum, Vogelmiere, Löwenzahn gründlich. Schneiden Sie die Kräuter in grobe Stücke und mixen Sie sie in einem Mixer mit etwas Wasser zu Brei. Pressen Sie den Pflanzenbrei durch ein engmaschiges Sieb oder ein Mulltuch und fangen Sie den Saft auf.

Anwendung: Nehmen Sie maximal zwei Wochen lang dreimal täglich einen Esslöffel von dem Saft ein, am besten vor den Mahlzeiten.

Tipp: Ist der Geschmack zu herb, kann der Saft auch in etwas Saft oder Wasser verdünnt werden.

Rezept 6: Heilerde hilft, frei werdende Gifte zu binden und auszuscheiden

Anwendung: Nehmen Sie zweimal täglich einen Esslöffel Heilerde in ein Glas Wasser eingerührt zwischen den Mahlzeiten ein.


13