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Sicherheit Einbrüche in der Dämmerung: So schützen Sie sich!

Jetzt im Herbst kommen sogenannte Dämmerungseinbrüche häufig vor. Aber keine Angst. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie es den Einbrechern richtig schwer machen. Wie? Marcus da Gloria Martins von der Polizei München gibt Tipps, wie Sie sich vor Einbrechern schützen können.

Stand: 04.11.2019

ARCHIV - ILLUSTRATION - 10.04.2015, Hessen, Frankfurt: Ein Mann demonstriert in der polizeilichen Beratungsstelle, wie Einbrecher Fenster aufhebeln.  (zu dpa vom 15.07.2018) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst

Dämmerungseinbrüche

Jetzt im Herbst, wenn es wieder früher dunkel wird, kommt es vermehrt zu sogenannten Dämmerungseinbrüchen. Damit sind Einbrüche gemeint, die zwischen 17 und 21 Uhr begangen werden. Die Täter streunen in der Dämmerung durch Wohngebiete und suchen spontan nach einer Gelegenheit, einzubrechen. Ob jemand zu Hause ist, erkennen sie daran, ob Licht brennt.

Bevorzugt brechen sie durch schlecht einsehbare, ebenerdige, nicht gesicherte Fenster oder Terrassentüren ein, denn diese lassen sich in der Regel mit einfachem Werkzeug (z. B. Schraubenzieher) in kürzester Zeit aufhebeln. Seltener werden auch Scheiben eingeschlagen.

Tipps gegen Einbrecher

  • Eine dunkle Wohnung oder ein dunkles Haus am frühen Abend signalisiert potentiellen Einbrechern, dass niemand zu Hause ist. Lassen Sie deshalb immer ein Licht an, wenn Sie bei Dunkelheit nicht zu Hause sind.
  • Tipp: Zeitschaltuhren an Lampen gaukeln potentiellen Einbrechern vor, dass jemand zu Hause ist. Am wirkungsvollsten sind Zeitschaltuhren, die Lampen in verschiedenen Räumen nach dem Zufallsprinzip ein- und ausschalten.
  • Bringen Sie Außenbeleuchtungen mit Bewegungsmeldern an. Einbrecher können sich so nicht unbemerkt dem Haus nähern und werden in der Regel das Weite suchen, wenn sie mit grellem Licht angestrahlt werden.
  • Schließen Sie Fenster und Terrassentüre immer, auch wenn sie nur kurz weg sind. Gekippte Fenster sind eine Einladung für Einbrecher. Aber auch geschlossene Terrassentüren und Fenster lassen sich mit Hilfe eines Schraubenziehers in kürzester Zeit aufhebeln. Sichern Sie diese mit zusätzlichen mechanischen Sicherungen, wie z. B. stabilen Gittern, einbruchsicheren Fensterbeschlägen oder absperrbaren Fenstergriffen.Auf der Internetseite der Polizei Bayern finden Sie eine Übersicht über geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Produkte.
  • Schließen Sie die Wohnungstüre immer ab. Wenn die Türe nur ins Schloss gezogen wurde, ist es in der Regel sehr einfach einzubrechen. Außerdem ist es sinnvoll, die Eingangstüre zusätzlich zu sichern, beispielsweise durch Schutzbeschläge, Hintergreifhaken oder Querriegelschlösser. Jede Sicherheitstechnik, die überwunden werden muss, bedeutet für den Einbrecher mehr Arbeitszeit und ein erhöhtes Entdeckungsrisiko.
  • Verstecken Sie keinen Ersatzschlüssel im Garten oder vor dem Haus. Einbrecher kennen alle Verstecke. Geben Sie ihn lieber einem Nachbarn Ihres Vertrauens zur Aufbewahrung.
  • Entfernen Sie Steighilfen wie Leitern, Mülltonnen oder Gartenmöbel.
  • Sichern Sie Kellerfenster und Kellerschächte mit Gittern.
  • Auch Alarmanlagen sind ein sinnvoller Einbruchschutz. Am besten bringen Sie sie gut sichtbar an. Das schreckt Einbrecher ab. Wenn der Einbrecher die Alarmanlage auslöst, wird er schnell das Weite suchen, da die Nachbarn aufmerksam werden können.
  • Bewahren Sie keine Wertgegenstände ungesichert zu Hause auf. Gold, Schmuck usw. gehört in einen Safe oder ein Bankschließfach.
  • Und: Ein guter Einbruchschutz sind aufmerksame Nachbarn. Rufen Sie die Polizei, wenn Sie etwas Verdächtiges beobachten. Lieber einmal zu viel, als zu wenig.

Tipp

Bitten Sie bei einer Beerdigung die Nachbarn einen Blick auf Ihr Haus zu werfen, da Einbrecher mitunter Beerdigungsanzeigen lesen und dann zu dieser Zeit einbrechen.

Bei längerer Abwesenheit

  • Geben Sie auf keinen Fall eindeutige Hinweise auf Ihre Abwesenheit, z. B. einen Zettel an der Türe "Bin einkaufen, Paket bitte beim Nachbarn abgeben".
  • Vermeiden Sie während längerer Abwesenheit alles, was darauf hindeutet.
  • Bitten Sie Ihre Nachbarn, die Rollläden tagsüber zu öffnen und nachts zu schließen oder programmieren Sie automatische Rollläden entsprechend.
  • Bitten Sie, Ihre Nachbarn abends das Licht immer mal aus und einzuschalten oder programmieren Sie Zeitschaltuhren entsprechend.
  • Lassen Sie Ihren Briefkasten regelmäßig leeren.
  • Hinterlassen Sie keine Ansage auf Ihrem Anrufbeantworter, dass Sie bis zum soundsovielten im Urlaub sind.

Kostenloser Sicherheitscheck durch die Polizei

Wie sicher Ihr Haus oder Ihre Wohnung ist, können Sie von der Polizei kostenlos überprüfen lassen. Sie kommt zu Ihnen nach Hause, zeigt Ihnen die Schwachstellen auf und berät Sie, welche Sicherheitsmaßnahmen bei Ihnen sinnvoll wären. Wenden Sie sich einfach an Ihre nächst-gelegene Polizeidienststelle.
Hier können Sie bei der Polizei München anrufen: 089 29 10 34 30!


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