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Geld Finanzielle Vorteile beim E-Autokauf

Wer damit liebäugelt, sich ein Elektroauto zuzulegen, kann mit Zuschüssen rechnen, die sich aus unterschiedlichen Fördertöpfen zusammensetzen. "Wir in Bayern"-Finanzexperte Sebastian Hanisch erklärt, wann welche Boni und Vergünstigungen greifen und für wen sich das E-Auto wirklich lohnt.

Stand: 20.05.2019

Strom wird bei einem Elektroauto geladen. | Bild: picture-alliance/dpa

Für das Verständnis der finanziellen Vorteile beim E-Autokauf ist die Unterscheidung der verschiedenen Antriebssysteme nötig. E-Auto, Hybrid und Plug-in-Hybrid werden zum Teil verschieden bezuschusst.

E-Autos, Hybride, Plug-in-Hybrid und Wasserstoffautos

  • E-Autos sind Fahrzeuge mit ausschließlich elektrischem Antrieb.
  • Je nach Definition fallen darunter auch Wasserstoffautos, deren Strom über eine Brennstoffzelle generiert wird.
  • Hybride: Ein Hybridauto beinhaltet neben einem Elektroantrieb zusätzlich einen Verbrennungsmotor.
  • Eine Sonderform ist der Plug-in-Hybrid. Hier kann die Batterie für den Elektroantrieb von außen geladen werden. Das heißt, der Strom wird nicht nur durch die Rückgewinnung von Bremsenergie bzw. durch den Verbrennungsmotor erzeugt.

Zuschuss zum E-Autokauf

  • Bis vorerst Ende Juni 2019 kann man einen Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen: Der Bonus gilt nur für einen Neuwagen und beträgt 4.000 Euro. Gefördert werden können neben E-Autos auch Wasserstofffahrzeuge.
  • Dabei fördert der Staat den Kauf mit 2.000 Euro und der Hersteller ebenfalls mit (mindestens) 2.000 Euro. Daraus ergibt sich insgesamt eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro.
  • Der Zuschuss gilt sowohl bei Kauf als auch bei Leasing eines E-Autos.
  • Für den Kauf von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen gibt es einen Umweltbonus von (insgesamt) 3.000 Euro.
  • Der Wagen muss auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge des BAFA stehen. Dabei muss der Netto-Listenpreis des Basis-Modells unter 60.000 Euro liegen.

Extra-Rabatte vom Händler

Aktuelle Auswertungen zeigen, dass viele Händler unabhängig von der Umweltprämie deutliche Rabatte gewähren.

Bonus vom Energieunternehmen

Einige Stromversorger vergeben Boni an E-Autokäufer bzw. solche, die sich eine Ladestation (Wallbox) einbauen lassen. Diese Boni sind als Kundenbindungsprogramm zu sehen. Verlieren Sie dabei aber nicht die Kosten des Stromtarifs aus den Augen. Wer ein E-Auto fährt, verbraucht schließlich auch mehr Strom - hier sollten Sie Tarife und Boni gegenrechnen.

Fördertöpfe der Länder & Kommunen

Je nach Bundesland und Kommune können E-Auto-Käufer unterschiedlich hohe Förderungen für den Kauf eines Fahrzeugs und für die Installation von Ladestationen in Anspruch nehmen. Dabei kann die Planung, der Einbau und die Hardware selbst gefördert werden. Die Stadt München fördert zum Beispiel die Beratung durch Fachleute mit bis zu 6.000 Euro. Die Errichtung von Schnellladestationen kann sogar mit bis zu 10.000 Euro pro Station gefördert werden.

Steuervorteil

  • Für E-Autos mit Erstzulassung bis 31.12.2020 wird zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer fällig. Dies gilt nicht für Hybridfahrzeuge.
  • Wenn der Besitzer innerhalb der ersten zehn Jahre wechselt, wird die Kfz-steuerfreie Zeit übertragen.
  • Seit 2019 wird ein E-Auto oder Plug-in-Hybridfahrzeug als Dienstwagen mit 0,5 Prozent des Brutto-Listenpreises versteuert, wohingegen Verbrenner weiterhin mit 1 Prozent versteuert werden. Bedingung: Das E-Fahrzeug muss im Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2021 angeschafft worden sein.
  • Ob Dienst- oder Privatfahrzeug - das Laden an einer Ladestation des Arbeitgebers ist für den Arbeitnehmer steuerfrei.

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