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Pflanzen Blumenzwiebeln richtig pflanzen

Herbstzeit ist Blumenzwiebelpflanzzeit! Damit Krokusse, Hyazinthen, Tulpen und Co. im kommenden Frühjahr aus der Erde sprießen, müssen sie jetzt raus ins Beet oder ab in den Blumentopf. Gartenexperte Andreas Modery gibt Tipps, wie Sie die Blumenzwiebeln schnell und einfach, aber effektvoll einpflanzen. Und: Ein paar neue Trends hat er auch aufgetan!

Stand: 21.09.2018

Tulpenzwiebeln | Bild: picture-alliance/dpa

Was muss ich beim Einpflanzen von Blumenzwiebeln in Topf und Beet beachten?

Entscheidend ist, dass die "Nasenspitze" der Blumenzwiebeln beim Einpflanzen nach oben zeigt. Bei den meisten Zwiebeln ist das leicht zu erkennen. Sie haben eine dominante Spitze und einen Boden mit einem Kranz, an dem die Wurzeln wachsen werden. Ausnahmen sind Anemonen, Krokus und Winterling - hier muss die nach außen gewölbte Seite in den Boden.

• Im Topf

Blumenzwiebeln und Knollen fühlen sich auch im Topf, Weidekorb oder Holzbottich pudelwohl. Einzelne Zwiebeln würden dort allerdings etwas verloren aussehen, deshalb besser in der Gruppe pflanzen. Dabei ist es wichtig, dass Sie die niedrig wachsenden Pflanzen wie Krokusse oder Hyazinthen vor die hochwachsenden Pflanzen wie Tulpen oder Narzissen setzen. Je nach Geschmack können Sie gleiche oder verschiedene Sorten miteinander kombinieren. Gerade wenn Sie direkt in Schüsseln oder Schalen pflanzen, bildet sich schnell Staunässe. Das lässt sich aber leicht durch ein Loch im Gefäßboden vermeiden. Ein Vorteil der Blumenzwiebeln im Topf ist, dass sie auch im Winter draußen bleiben können. Zum Schutz vor Kälte stellen Sie die Töpfe an einem geschützten Ort eng zusammen. Eine spezielle Folie oder Vlies sorgen für zusätzlichen Schutz.

• Im Beet

Mit dem richtigen Gartenwerkszeug bringen Sie die Blumenzwiebeln und Knollen ganz leicht ins Erdreich. Wer eine Pflanzkelle verwendet, muss sich nicht einmal die Hände schmutzig machen. Wie tief Sie die Zwiebeln einpflanzen müssen, steht in der Regel auf der Verpackung. Bei losen Zwiebeln gilt folgende Faustregel: Zweimal so tief einpflanzen wie sie hoch sind. Wer einen Sandboden hat, kann ruhig auch etwas tiefer gehen. Die beste Farbwirkung erzielen Sie, wenn die Zwiebeln in Gruppen gepflanzt werden. Genauso wie im Topf ist es auch im Garten wichtig, dass der Boden wasserdurchlässig ist. Denn auch hier muss Staunässe unbedingt vermieden werden.

Diese Blumen liegen im Frühling 2019 im Trend

  • Sweet Desiré: Hierbei handelt es sich um eine seltene Tulpensorte mit dichtgefüllten Blütenblättern. Das Besondere an ihr: Außen schimmert sie Rosa mit grünen Flammen und innen ist sie rein Weiß.


  • Allium - Zierlauch: Voll im Trend sind die blauen Kugeln von dunkel Violett über Magenta bis zum zierlichen Weiß-Rosa.


  • Narzissen mit Duft (Narzissus delnashaugh): Sie haben innen gefüllte Blüten mit einer besonders langen Blütezeit. Das Besondere: Sie duften!

Modery's Tipp

"Achten Sie bei der Auswahl der Blumenzwiebeln und Knollen auf die unterschiedlichen Blütezeiten. Bei der richtigen Kombination haben Sie für mehrere Monate Freude an der Blütenpracht im Garten."

Andreas Modery, Gartenexperte

Nützlich für Insekten

Insbesondere die Zierlauchgewächse bieten sich als ideale Futterpflanzen sowohl für Schmetterlinge als auch für Bienen an. Auch die Traubenhyazinthen werden von unseren Insekten gerne angeflogen. Für Bienen sind zudem die Anemonen empfehlenswert, sie sind eine ideale Bienenweide.


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