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Haushalt Was gehört in den Biomüll?

In einigen Gemeinden wird der Biomüll mittlerweile kontrolliert. Befinden sich falsche Stoffe darin, wird die Tonne nicht geleert. Mancherorts werden zusätzlich Geldstrafen verhängt. Doch viele sind verunsichert, was wirklich in die Biotonne gehört. Tipps rund um den Biomüll von Hauswirtschaftsmeisterin Christiane Klimsa.

Stand: 29.10.2018

Eine Biotonne | Bild: picture-alliance/dpa

Das gehört in die Biotonne

  • Milchprodukte: Käse mit Naturrinde, Quark, Joghurt, aber keine Milch
  • Fleisch und Wurstwaren (roh und gekocht)
  • Knochen und Gräten
  • Obst und Gemüse
  • Eier und Eierschalen
  • Eierkartons
  • Backwaren
  • Teebeutel
  • Kaffeefilter und Kaffeesatz
  • Haare und Federn
  • Servietten und Küchenkrepp
  • Zeitungspapier zum Einwickeln von z. B. Essensresten. Ganze Zeitungen sollten hingegen im Papiermüll entsorgt werden.
  • Sägespäne und Blumenerde
  • Gartenabfälle (Grasschnitt, Unkraut, Laub usw.)

Achtung: Pflanzen, die an den meldepflichtigen Krankheiten Kohlhernie oder Feuerbrand erkrankt sind, dürfen nicht in der Biotonne entsorgt werden, da die Sporen den Kompostiervorgang überstehen und so wieder über die Erde in Umlauf gebracht werden können. Das gilt auch für Pflanzen, die vom asiatischen Laubholzbockkäfer befallen sind.

Das darf nicht in die Biotonne

  • Asche aus dem Kamin oder Grill
  • Kleintierstreu (Katzenstreu, Vogelsand) und Tierkot
  • Pflanzen, die an den meldepflichtigen Krankheiten Kohlhernie oder Feuerbrand erkrankt oder vom asiatischen Laubholzbockkäfer befallen sind.
  • Staubsaugerbeutel
  • Straßenkehricht
  • Steine
  • Kork
  • kompostierbare Plastiktüten, da diese nicht schnell genug verrotten und Plastikrückstände im Kompost verbleiben. Zudem ist nicht immer auf Anhieb zu erkennen, dass es sich um kompostierbare Plastiktüten und nicht normale handelt. Eventuell wird eine Biomülltonne dann wegen falscher Befüllung nicht geleert.

Tipps zum Umgang mit Biomüll

In der warmen Jahreszeit kann Biomüll schnell zu stinken beginnen und es können sich Maden entwickeln. In der kalten Jahreszeit hingegen besteht die Gefahr, dass die Tonne nicht geleert werden kann, weil der Biomüll festfriert. Das lässt sich mit ein paar einfachen Maßnahmen verhindern:

  • Sammeln Sie Küchenabfälle in Papiertüten oder wickeln sie diese in Zeitungspapier. Im Handel gibt es spezielle Biomüll-Papiertüten zu kaufen. Es eignen sich aber auch andere unbeschichtete Papiertüten, die Sie gerade zur Hand haben. So wird Flüssigkeit aufgesaugt, was im Sommer Geruchbildung und Madenentwicklung verhindert, im Winter das Festfrieren des Biomülls.
  • Verwenden Sie ein Vorsortierbehältnis mit Deckel oder bringen Sie Küchenabfälle zeitnah in die Biotonne, damit Fliegen keine Eier ablegen können, aus denen sich dann Maden entwickeln. Schließen Sie aus diesem Grund auch immer den Deckel der Biotonne.
  • Legen Sie Ihre Biotonne mit einer Lage Zeitungspapier aus. Das erleichtert die Reinigung nach dem Leeren und verhindert im Winter das Festfrieren.
  • Waschen Sie die Tonne nach jeder Entleerung gründlich aus.
  • Kippen Sie keine Flüssigkeiten in die Biotonne.
  • Geben Sie Servietten, Eierkartons und Küchenkrepp in den Biomüll. Diese saugen Feuchtigkeit auf und mindern in der warmen Jahreszeit Geruchsbildung und Madenentwicklung sowie im Winter das Festfrieren.
  • Auch Sägemehl oder Gesteinsmehl kann, in die Tonne gestreut, Feuchtigkeit binden.
  • Lassen Sie Grasschnitt antrocknen, bevor Sie ihn in die Tonne geben, dann fängt er nicht so schnell zu stinken an.
  • Pressen Sie den Biomüll nicht in der Tonne, da sonst die Fäulnisprozesse schneller vonstattengehen.
  • Stellen Sie die Biotonne im Sommer an einen kühlen, schattigen Platz, im Winter an einen geschützten, frostsicheren Ort (z. B. Garage).

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