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Pflanzen Leuchtende Herbstpflanzen

Nicht nur der Sommer ist farbenfroh, auch der Herbst hat so einiges zu bieten. Gartenexperte Andreas Modery gibt Tipps, welche Pflanzen den Herbst auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon zum Leuchten bringen und wie sich die bunten Herbstschönheiten am besten kombinieren lassen.

Stand: 02.10.2018

Alpenveilchen (Cyclamen) | Bild: picture-alliance/dpa

Andreas Moderys Herbst-Favoriten

Heuchlera

Heuchlera gehört zu den Blattschmuckpflanzen und ist absolut frosthart. Mit ihrem buschigen Wuchs und den groben Blättern bildet die Staude einen tollen Kontrast zu filigranen Ziergräsern.

Standort: halbschattig oder schattig

Zickzackstrauch

Der Zickzackstrauch stammt aus Neuseeland und ist ein Vertreter der Steinbrechgewächse. Seinen Namen verdankt er seinen verwinkelten Ästen und Trieben. Er besitzt kleine, silberne Blätter. Nach einigen Jahren beginnt er sogar zu blühen (gelb). Aus seinen duftenden Blüten entwickeln sich kleine Beeren.

Standort: hell, aber ohne direkte Sonne. Da der Zickzackstrauch nur bedingt winterhart ist, muss er bei länger anhaltenden Minustemperaturen ans bzw. ins Haus geholt werden.

Gießen: nur mit kalkarmem Wasser!

Zierkohl

Zierkohl zeigt sich je nach Sorte mit glatten, gewellten oder krausen Blättern in Weiß, Graugrün oder Violett. Zierkohl fühlt sich neben Alpenveilchen und Calluna besonders wohl.

Standort: Sonne, aber nicht zu warm. Zierkohl ist bis -12°C frostfest.

Alpenveilchen

Alpenveilchen sind die Herbstblüher im Beet und Topf schlechthin.

Standort: halbschattig ohne Mittagssonne. Temperaturen bis -3°C sind kein Problem. Bei tieferen Temperaturen leidet die Blüte.

Calluna

Die Knospenheide bevorzugt einen leicht sauren Boden. Damit sie sich wohlfühlt, muss der Erde Rhododendronerde beigemischt und stets mit kalkarmem Wasser gegossen werden. Bitte regelmäßig gießen, da sie bei Trockenheit die Blüten abwirft.

Standort: sonnig bis halbschattig

Tipp

Calluna ist mehrjährig. Schneiden Sie deshalb im April die Triebe bis knapp unterhalb der alten Blüten zurück und verwöhnen Sie die Heide mit Rhododendrondünger.

Gräser

Gräser mit ihren filigranen Blättern, Wedeln oder Blütenähren sind zu jeder Jahreszeit attraktiv. Jetzt im Herbst verfärben sich etliche Gräser sogar, z. B. Pfeifengras oder Japanisches Blutgras.

Anderas Moderys Tipps für die Herbstbepflanzung

Erde austauschen

Tauschen Sie die Erde aus den (Sommer-) Balkonkästen unbedingt aus. Sie hat während ihres Einsatzes den Sommer über ihre Wasserspeicherfähigkeit verloren und bietet keinen Platz mehr, auch nur das Geringste an Wurzelwachstum zuzulassen.

Entfernen Sie den Topf der Herbstpflanzen und kratzen Sie den Wurzelballen vorsichtig mit den Fingern an. Das motiviert die Wurzeln, kleine, feine Wurzelhärchen zu bilden. Dadurch wird das sogenannte "Topf in Topf"-Syndrom verhindert, d. h. die Bildung einer Art Trennwand zwischen Erdreich und Ballen.

Gewünscht: Kuschelige Enge

Während man beim Pflanzen normalerweise immer darauf achtet, dass die Pflanzen in einem ordentlichen Abstand zueinander stehen, so verlangt Herbstbepflanzung in Kästen und Kübeln genau das Gegenteil. Hier werden die Pflanzen sehr dicht aneinandergesetzt, denn die Pflanzen werden nicht weiterwachsen und vorhandene Pflanzlücken können somit nicht geschlossen werden.

Düngen nein - Gießen ja

Herbstpflanzen bekommen keine Düngergaben, da die Erde, in der sie angewachsen sind, ausreichend Nährelemente besitzt und die Pflanzen zudem nicht mehr wachsen. Ganz anders sieht es in puncto Gießen aus: Bitte regelmäßig gießen. Auch wenn die Temperaturen kühl sind, verdunsten Pflanzen über ihre Blätter Wasser. Wenn die Erde gefroren ist, die Pflanzenblätter mit Wasser besprühen. Das "Eismäntelchen" verhindert die Wasserverdunstung - die Pflanze vertrocknet somit nicht.

Nur sauber bleibt gesund

Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blätter und Blüten. Nur so können die Herbstschönheiten vor Pilzen geschützt werden.


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