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Pflanzen Leuchtende Herbstschönheiten

Die meisten Sommerblumen sind inzwischen verblüht, deshalb haben nun leuchtende Herbstschönheiten ihren Auftritt. Sie sind nicht nur ein willkommener Blickfang für den Garten, sondern eignen sich auch für den Balkon. Gartenexperte Andreas Modery stellt deshalb Herbststauden vor, die jetzt Ihren Garten oder Balkon aufblühen lassen.

Stand: 04.09.2018

Echniacea | Bild: colourbox.com

Sonnenhüte

Sonnenhüte sind für Schmetterlinge und Bienen eine wichtige Futterpflanze und sorgen bis zu Beginn des Winters für Nahrung. Die verwelkten Blüten bitte stehen lassen, die Samenstände sind für Vögel ein ideales Winterfutter. Wir stellen Ihnen hier zwei Stauden mit einem Namen vor, allerdings mit großen Unterschieden!

Gelber Sonnenhut (Rudbeckia)

Blütenfarbe: gelb (Juni bis November)
Wuchshöhe: 50 bis 60 cm
Eigenschaft: mehrjährig, winterhart
Pflanzzeit: das ganze Jahr über
Standort: sonnig bis halbschattig
Pflanzabstand: 50 bis 60 cm
Boden: durchlässig, leicht feuchter Boden (Achtung: Bei einem nährstoffarmen und sandigen Boden vergreist diese Pflanze ziemlich schnell.)

Purpursonnenhut (Echinacea) bzw. Igelsonnenhut

Die Blume hat ihren Namen wegen ihres stark aufgewölbten, stachelig wirkenden Blütenkorbs.

Blütenfarbe: purpur (Juli bis September)
Wuchshöhe: 80 bis 110 cm
Eigenschaft: mehrjährig, winterhart
Pflanzzeit: das ganze Jahr über
Standort: sonnig
Pflanzabstand: 40 bis 60 cm

Purpursonnenhut oder gelber Sonnenhut? Machen Sie den Streichtest!

  • Beide Blüten haben eine kegelförmig nach oben gewölbte Mitte. Der Purpursonnenhut weist jedoch in der Blütenmitte die charakteristischen stachelspitzigen Spreublätter auf, die ihr ihren botanischen Gattungsnahmen einbrachten, der vom griechischen Wort für Seeigel abstammt.
  • Die dunkelbraunen, violetten oder schwarzen Spreublattspitzen des gelben Sonnenhutes sind dagegen relativ glatt und weich. Die äußeren Zungenblüten des Purpursonnenhutes hängen auch stärker als die des gelben Sonnenhutes und wölben sich mit den Spitzen leicht nach unten.

Pflanztipps

Wichtig (das gilt für jeden Sonnenhut): Eine Pflanze allein sieht traurig aus. Daher bitte immer in kleinen Gruppen (Fachsprache: Wir pflanzen kleine "Horste", d. h. 5-7 Pflanzen) ins Beet setzen. Im Kübel sollten es mindestens 2-3 Pflanzen sein.

Herbstanemone (Anemone tomentosa)

Sie zaubert unzählige, halbgefüllte, zartrosa Blüten auf stabilen langen Stängeln. Die Herbstanemonen wirken zunächst zart und empfindlich, sie sind allerdings ausgesprochen stand- und wetterfest. Wichtig: Je älter, umso schöner! Die Herbstanemone wird jedes Jahr schöner und ist daher eine unverzichtbare Bereicherung für jeden Garten oder Balkon.

Blütenfarbe: rosa (Herbst bis zum Frost)
Wuchshöhe: 90 bis 120 cm
Eigenschaft: mehrjährig, winterhart
Pflanzzeit: das ganze Jahr über
Standort: sonnig bis halbschattig
Pflanzabstand: 50 bis 80 cm

Fetthenne (Sedum telephium)

Die Fetthennen sind die "Harten" im Staudenbeet und in ihrer Robustheit kaum zu übertreffen. Sie trotzen jedem Wind und Wetter und sind auch gut in Topf und Kübel einsetzbar.

Blütenfarbe: rot (August bis Oktober)
Wuchshöhe: 40 bis 60 cm
Eigenschaft: mehrjährig, winterhart
Pflanzzeit: das ganze Jahr über
Standort: sonnig
Pflanzabstand: 40 bis 60 cm

Schneefelberich ("Schwanenhals", Lysimachia clethroides)

Diese Staude zeigt auf schlanken, leicht gebogenen Stielen ("Hälse") ihre eleganten weißen Blütenähren.

Blütenfarbe: weiß (Juli bis Oktober)
Wuchshöhe: 70 bis 90 cm
Eigenschaft: mehrjährig, winterhart
Pflanzzeit: solange der Boden offen ist
Standort: sonnig bis halbschattig
Pflanzabstand: 30 bis 50 cm

Pflanz- und Kosmetiktipps für Stauden

Pflanzanordnung

Herbstblüher werden in den hinteren Teil des Beetes gesetzt. Sie werden in den Hintergrund eines Beetes gepflanzt, da sie sonst die Sommerblüher verdecken. Zu hohe Sommerblüher dürfen zurückgeschnitten werden. Faustregel: Lassen Sie halb so viel Abstand zur nächsten Pflanze, wie die Staude hoch wird.

Pflanzvorbereitung

Um den Stauden das Anwurzeln zu erleichtern, sollten die Wurzeln leicht von der Erde befreit werden. Trockene Wurzelballen sollten kurz in Wasser getaucht werden. Die Erde zunächst gut auflockern und dann mit Langzeitdünger (Hornspäne) verwöhnen. Regel: Das Pflanzloch sollte doppelt so tief und breit sein, wie der Wurzelballen groß ist. Nach dem Pflanzen die Stauden gut wässern.

Staudenpflege

Im Herbst sollten kranke und faulende Pflanzenteile entfernt werden. Vertrocknete Pflanzen bieten vielen Vögeln und Insekten Nahrung sowie eine Rückzugsmöglichkeit und sind außerdem im Winter ein guter Frostschutz.


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