BR Fernsehen - Wir in Bayern


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Interview mit Henry "Eigentlich esse ich ja alles gern."

Der wohl bekannteste Fernsehhund im Bayerischen Fernsehen feiert seinen 11. Geburtstag. Zur Feier des Tages und vor allem seinen Fans zu Liebe stellt sich der beliebte Labrador den Interviewfragen der Redaktion. Wir sagen: Alles Gute zum Geburtstag!

Stand: 04.09.2020

Henrys Geburtstag | Bild: BR / Margaretha Stephan

Henry, wie hast du es geschafft ein Fernsehstar zu werden?

Ganz einfach! Ich bin sozusagen schon im Bauch meiner Mama gecastet worden. Die Redaktion von "Wir in Bayern" wollte nämlich einen Hund für die Sendung haben, der im "Wir in Bayern"-Wohnzimmer groß wird. So hat sich mein Frauchen, die in der Redaktion arbeitet und Hunde liebt, auf die Suche gemacht. Blond sollte ich sein und möglichst ein Labrador, weil wir ja bekanntlich alle Menschen lieben. So war ich schon Henry, der Fernsehhund, als ich noch gar nicht auf der Welt war.

Hast du Lampenfieber?

Ja, an meinem ersten Tag schon. Das war der 9. November 2009, ich weiß es noch ganz genau. Ich war ja gerade elf Wochen alt und sah aus wie ein Eisbären-Baby. Ich war so klein und das Studio war so groß und dann die schwarzen Dinger, die da herumfuhren. Ich hab ja nicht gewusst, dass das Kameras sind, in die man reingucken soll. So bin ich erstmal ein bisschen durch die Gegend getapst und hab mit meinen Stofftieren gespielt.

In deiner Zeit als Fernsehhund hast du bereits viele Promis hautnah getroffen. Welche sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Oh ja, ich erinnere mich noch gut an Jutta Speidel. Die war an meinem ersten Tag in der Sendung und hat ganz dolle mit mir gespielt. Ich hatte auch mal ein Gipsbeinchen, da hat mir Francis Fulton-Smith sein Autogramm draufgeschrieben. War ich mächtig stolz.
Schockverliebt war ich in Amanda das kleine Nilpferd von Sebastian Reich. Meine große Liebe, bis heute, ist allerdings Susanne Breit-Kessler, die ehemalige Regionalbischöfin. Wir gehen oft zusammen Gassi und reden über Gott und die Welt.

Was ist deine Lieblingsbelohnung?

Also, eigentlich esse ich ja alles gern. Bin ja schließlich ein Labrador. Aber ein ganz besonderes Leckerli sind Putenwiener. Da krieg ich immer ein Stückchen, wenn ich am Ende der Sendung "Winke, winke" mache. Und dann gibt's noch eine Mohrrübe. Die knabbere ich für mein Leben gern.

Welche verrückten Dinge hast du bei "Wir in Bayern" schon erlebt?

Also das Verrückteste war sicher die Nummer mit dem Papagei. Der war mit seinem Herrchen in der Sendung. Der Papagei saß in seinem Käfig, ich lag am Boden, zu Füßen von Sabine Sauer. Plötzlich hatte ich die Idee, den Papagei aus seinem Käfig befreien zu müssen. Ich setzte beherzt zum Sprung an und landete in den Armen von Sabine, die mich gerade noch auffangen konnte. Wir haben alle überlebt …
Lustig war’s auch im "Fernsehgärtla" in Nürnberg. Da hat unser Koch, der Andreas Geitl, einen großen Salat vorbereitet und ihn in ein Regal am Boden gestellt. Während der Sendung habe ich mich vorsichtig hin gerobbt und die Schüssel leergefuttert. Nicht alle fanden das lustig.
Letzthin habe ich spontan und unangekündigt das Studio verlassen. Warum? Da krabbelte ein kleiner Marienkäfer auf dem Boden. Vor dem hatte ich Angst. Okay, manchmal bin ich kein Held, aber meistens schon.

Wann hast du vor in den Ruhestand zu gehen?

Da denke ich überhaupt noch nicht dran. Ich will doch nicht die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer traurig machen, die mich so gerne sehen und mir immer schreiben. Apropos schreiben. Vielleicht schreib ich später mal meine Memoiren, wer weiß?

Wie sieht dein Leben fernab der Kameras aus?

Na ja, so gechillt wie in der Sendung bin ich draußen natürlich nicht. Sobald ich Wasser sehe, muss ich reinspringen. Schwimmen ist meine Leidenschaft. Ich bin so etwas wie ein Fisch mit Fell. Auch nette Hunde-Damen bringen mich leicht aus der Fassung. Da vergesse ich immer, dass ich eigentlich kastriert bin.


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