BR Fernsehen - weiß blau


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weiß blau Rund um Bad Windsheim

"Der Reichtum von Bad Windsheim liegt im Untergrund", sagt der Bad Windsheimer Heimatforscher Thomas Spyra. Gips, Mineralwasser, Solewasser - bis heute profitiert die 12 000-Einwohner-Stadt von diesem unterirdischen Reichtum. Das Wasser benötigt der heutige Kurort, inklusive heilbringender Therme. Mit dem Gips hat man in der Vergangenheit viele wunderschöne Häuser gebaut, so dass Bad Windsheim bis heute eine der höchsten Dichten an gut erhaltenen historischen Häusern hat. Wunderbar anzuschauen. Und auch die Kultur ist in Bad Windsheim zuhause, wie Sie in unserer Sendung sehen werden.

Stand: 19.07.2014 | Archiv

Ein keltischer Energiepunkt wurde von einem Wünschelrutengänger in den weit verzweigten Kellergewölben unterhalb der Innenstadt von Bad Windsheim entdeckt. Wenn man dort unten an der richtige Stelle eine Kerze anzündet, kann man die an dem Punkt entstehende positive Energie einfangen. Heimatforscher Thomas Spyra und unsere Moderatorin Annett Segerer versuchen das in der Sendung, "live" quasi.

Das größte Freilandmuseum Bayerns gibt es bei Bad Windsheim. Auf einer Fläche von 45 Hektar kann man sich im "Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim" mit der Kultur und Kulturgeschichte der Region beschäftigen, alte und nicht ganz so alte Häuser aus Franken anschauen und einen Eindruck gewinnen von der ländlichen Lebensweise früher. Übrigens werden auf dem Gelände des Freilandmuseums auch regelmäßig ambitionierte Theateraufführungen gezeigt. Im Jahr 2011 wurden bzw. werden unter anderem die Stücke "Der Apfelgarten" sowie "Winterkinder" aufgeführt.

Ein Dach aus Legschieferplatten gibt es unter anderem auf einem Haus im "Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim" zu sehen. Legschieferplatten sind Kalkplatten, die in mehreren Schichten übereinander gelegt sind und weder vernagelt noch verklebt sind, sondern lediglich übereinander liegen und alle zusammen dann das Dach bilden. Etwas ganz Besonderes, wie uns Museumsleiter Herbert May erklärt.

Ein Liebhaberkino mit "Besucherzahlen im einstelligen Bereich", auch das gibt es in Bad Windsheim: die "Central Lichtspiele". Betrieben werden sie von Josef Kopelent. Der kann natürlich nicht nur von der Liebhaberei leben und muß daher neben Nischenfilmen seiner Wellenlänge auch schon mal einen "Blockbuster" aufs Programm setzen, einfach, um wirtschaftlich zu überleben. Kopelent ist nicht nur begeisterter Kinobetreiber, er ist ebenso begeisterer Imker. Was übrigens erklärt, dass im Kinovorraum neben dem üblichen Popcorn auch leckerer Honig aus der Region verkauft wird.

"Das ist der Wind, der Wind, der Wind, der fränkische Wind, der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind", singen um die hundert Leute in einem fränkischen Dorfwirtshaus bei Bad Windsheim. Den ganzen Abend geht es dahin, ein Lied nach dem anderen und meistens ist das Singen erst zuende, wenn schon wieder die Morgensonne herausblinzelt. All das zu sehen, hören und spüren in unserer Sendung. Und damit Sie wissen, wovon hier überhaupt die Rede ist: wir waren zu Gast bei einem Wirtshaussingen, wie sie in der Bad Windsheimer Gegend bis heute weit verbreitet und gut besucht sind.

Karlo Reichels Zauberkeller in Altheim bei Bad Windsheim ist ein kleiner, feiner Ort der Kultur in der Bad Windsheimer Gegend. Kinder und Erwachsene lassen sich von ihm begeistern. Reichel ist nicht irgendein Zauberer, er ist Mitglied im "Magischen Zirkel", was in Zaubererkreisen bedeutet, dass er ein anerkannter Profi ist. Seit dem Jahr 1978 gibt es den Altheimer Zauberkeller. Die Bühne misst 2,20 Meter im Quadrat, aber diese vergleichsweise winzige Fläche reicht Reichel für seine Zauberkunst.

Den Bremer Roland gibt es auch in Bad Windsheim, nun gut, nicht den aus Bremen natürlich, aber immerhin eine acht Meter hohe steinerne Rolandstatue. Was Wolfgang Binder, der in seiner Rubrik ja immer Gedanken über die Region hinaus präsentiert, natürlich zur Recherche angeregt hat. Ein "Roland" in Süddeutschland ist nämlich etwas äußerst Ungewöhnliches. Gibt es außer in Bad Windsheim nur noch einmal in ganz Franken, die meisten Rolandstatuen stehen in der Mitte und vor allem auch im Norden Deutschlands. Wie also ist der Roland nach Bad Windsheim gekommen und was soll und will er uns heute sagen, symbolisieren?


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