BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Winter im Wegscheider Land

Der südliche Bayerische Wald hat nicht nur Natur, sondern auch interessante Bewohner zu bieten. Josef Schwellensattl besucht unter anderem einen Besenbinder, einen Schreiner, einen Bildhauer sowie einen Doktor und begleitet ihren Alltag.

Stand: 23.05.2019 | Archiv

Ein Film von Josef Schwellensattl

Im südlichen Bayerischen Wald nahe der Grenze zu Österreich. Auf seinem kleinen Anwesen in der Meßnerschlagerwaide geht Adolf Fenzl seiner Winterarbeit, dem Besenbinden, nach. Zwischen Thalberg und Breitenberg heißt ein kleiner Weiler Spiesbrunn. Hier ist die Familie von Manz daheim. Die Möbel, die der Schreiner Philipp von Manz herstellt, sind schön und aus edlen Hölzern, und was bei Familie von Manz auf den Tisch kommt, kommt alles aus der eigenen Landwirtschaft, sogar der Wein.                                  

Das "Grenzstüberl" von der Meßnerschlagerweide

Die Waldler aus der Gegend um Wegscheid treffen sich im Grenzstüberl von der Meßnerschlagerwaide. Da kommen nicht nur der Philipp und der Adolf zum Eisstockschießen, sondern auch Künstler wie der Bildhauer Michael Lauss. Michael ist vielleicht der begabteste Bildhauer aus dem Raum Passau, und wir dürfen dabei sein, wie eine seiner großen Figuren entsteht.

Im Grenzstüberl werden jetzt in der Faschingszeit Wetten abgeschlossen wie diese: Der Fenzl Hans wettet, dass er mit seinem Mercedes MB Trac den voll beladenen Getränkewagen vom Fischer Hias wegzieht, obwohl dieser mit all seinen PS dagegenhält. Den Ausgang dieser Wette haben wir gefilmt, genauso wie das "Saukopfessen" beim Frickenhammer Schmied in Meßnerschlag.

Wir haben Doktor Erhard auf Visite begleitet und anschließend zu einer Probe des Wegschoader Dreigesang, wo der Doktor den Bass singt und der Luggi den Tenor. 
Der Luggi ist ein pensionierter Polizist, der um diese Zeit, wenn die Kinder Ferien haben und genug Schnee liegt, den kleinen Wegscheider Skilift betreibt.

Ein guter Sänger ist auch der Jogl, der Wirt des Grenzstüberls, der uns durch seinen winterlich verschneiten Wald führt und uns Schmugglergeschichten erzählt. Jogl liebt seinen Wald und sagt: "Ein Waldler ohne Wald, des ist nix."


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