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Wenn das Wasser wärmer wird Bayerische Seen im Klimwandel

Immer mehr Jahre bleiben uns in Erinnerung, weil sie übermäßig heiß und trocken waren oder heftige Niederschläge zu verheerendem Hochwasser geführt haben. Dass das Folgen des Klimawandels sind, wird kaum noch angezweifelt, Wissenschaftler in aller Welt widmen sich vielmehr der Frage, wie er sich konkret auf die Natur auswirkt. Ein großes Forschungsprojekt hat oberbayerische Seen im Visier. 

Stand: 11.08.2016 | Archiv

Ein Film von Brigitte Kornberger

Stefanie Rügg und Stefan Zimmermann sind Gewässerforscher.

Der Arbeitsplatz ist idyllisch: Die zur TU München gehörenden Labore sind in Iffeldorf untergebracht, in hübschen Bauernhäusern mit Geranien vor den Fenstern, und dort können junge Wissenschaftler nicht nur forschen, sondern auch wohnen. Rundherum liegen die Osterseen, eine riesige, wildromantische Wasserlandschaft, die unter Naturschutz steht. Auch der Chiemsee und die Soiernseen im Karwendelgebirge gehören zu dem Projekt.

Was wärmere Seen u.a. für Algen bedeuten wird hier untersucht.

Im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums sammeln die jungen Wasserforscher hier Daten, die Aufschluss über Veränderungen und Gefahren für das ökologische Gleichgewicht geben. Wobei sie viel Geduld brauchen, denn es wird Jahre dauern, bis klare Aussagen möglich sind. Aber manches ist bereits augenfällig: Wenn das Wasser wärmer wird und durch starken Regen und Einschwemmungen trüber wird, siedeln sich untypische Arten an. Und es gibt "Gewinner", wie Algen oder das stachelige Nixkraut, das die Badegäste ärgert.  Brigitte Kornberger hat nicht nur Wissenschaftler befragt, sondern auch naturverbundene Menschen, die den Klimawandel ebenfalls im Auge haben.


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