BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Vom einfachen Leben Das erste Jahr (3/3)

Der Autor Klaus Röder versuchte auzusteigen, aber nicht in die Ferne, sondern hier bei uns im Allgäu in einem kleinen Waldstück unweit der Bundesstraße. Das Projekt hat er selbst mit der Kamera begleitet und dokumentiert. Dritter Teil.

Stand: 28.03.2012 | Archiv

Bilder zum Film | Bild: BR

Film von Klaus Röder

Der Filmemacher Klaus Röder lebte einen Winter lang in einem kleinen Schäferwagen im Wald und den Sommer über auf seinem Feld in der Nähe des Waldes, mit dem Anspruch einfach und möglichst autark zu leben.

Im Frühjahr kamen dann noch Hühner, Gänse, Wollschweine und Hochlandrinder dazu. Damit veränderte sich das „Einfache Leben“. Für die Anschaffung der Tiere, aber vor allem für deren Haltung musste er investieren. Zum Einachsschlepper, den er als erstes für sein Feld kaufte, kamen noch ein alter Traktor, Zäune, Gatter, Tränken, Unterstände und Hänger fürs Vieh dazu. Es entstand eine kleine mobile Landwirtschaft.

Den Sommer über gedeihen die Feldfrüchte reichlich und die Tiere vermehren sich.

Klaus Röder

„Für mich war dieses Jahr eine interessante Erfahrung. Ich wollte nie mit irgendwelchen Hardliner-Selbstversorgern konkurrieren und auch keinen Lehrfilm drehen: Landleben - so mach ich’s richtig. Ich hab viel investiert, das weiß ich. Aber wenn man Tiere hält, muss auch das Umfeld stimmen und man braucht einiges dafür, damit man unabhängig bleibt. Ich finde, dass sich die Investitionen gelohnt haben, alleine schon dafür, um ehrliche Lebensmittel zu erzeugen. Ich weiß auch noch nicht wie ich genau weiter mache, aber eins ist sicher: die Tiere geb’ ich nicht mehr her.“


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