BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Kochgeschichten - Südtiroler Krapfen

Etwas ganz Besonderes sind die Kirchtagskrapfen im Pustertal. Sie werden aus Sauerteig gebacken und sehen aus wie große, längliche Luftballons. Sie herzustellen ist eine Kunst.

Stand: 18.01.2018 | Archiv

Ein Film von Josef Schwellensattl

Früher waren die Tage, an denen es Krapfen gab, vom Kalender festgelegt. Es waren meistens Festtage. In den westlichen Tälern Südtirols gab es zum Beispiel sechzehn Krapfentage.

Im Ultental sind die süßen Mohnkrapfen typisch.

In den östlichen weniger. Im Ultental gab es nur zwei Krapfentage und man kannte nur eine Art von Krapfen: die süßen Mohnkrapfen. Diese haben es aber in sich, denn die Ultner bauen für diese Spezialität auch den Mohn selber an und haben sogar einen eigenen Samen, der auf den Höfen schon seit vielen Generationen gesät wird.

Saure Krapfen im Pustertal

Das Tirtl ist eine Spezialität des Puster- und Eisacktals. Tirtlen gibt es mit verschiedenen Füllungen, mit Kartoffeln, Topfen, Spinat oder Sauerkraut. Der Film zeigt die Kahn-Wirtin aus Gsies und ihre zwei Schwestern beim Tirtlen-Backen.

Fünf Sorten Krapfen in Pfunders

Die Luftkrapfen schmecken auch den Kleinsten.

Für ihren Almabtrieb in Pfunders backen die Eggerbäuerin und ihre Tochter gleich drei Tage lang Krapfen. Da gibt’s dann fünf Sorten Krapfen und von jeder Sorte sehr viele. Denn an dem schönsten Tag im Bauernjahr lassen sich  die Eggerbauern nicht lumpen. Es gibt Schotteplattlen und Mogane, es gibt saure Krapfen und süße.


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