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Herent und drent Mundarten im bayerisch-österreichischen Ländereck

Politische Grenzen sind noch lange keine Sprachgrenzen. Die Grenzflüsse Inn und Salzach waren früher auch ein verbindendes Element und so wurde das Altbairische sowohl "herent" als auch "drent" in Österreich gesprochen. Steffi Kammermeier hat sich umgehört und Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Mundarten aufgespürt.

Stand: 20.05.2016 | Archiv

Ein Film von Steffi Kammermeier

Steffi Kammermeier hat sich auf einen Streifzug vom niederbayerischen Wernstein bei Passau bis St. Radegund in Oberösterreichischen begeben.

Hermann Scheuringer von der Universität Regensburg und Schuldirektor Ulrich Kanz, der in der Nähe von Burghausen aufgewachsen ist, haben sich intensiv mit der Sprachregion befasst und können ebenso anschaulich wie amüsant rüberbringen, welche Merkmale aus Oberbayern und Niederbayern die Mundart der einen Seite prägen und welchen Einfluss das Wienerische auf die Sprachklänge im Innviertel hat.

Bayern und Österreicher im Vergleich

Dietmar Forisch (Mitte) ist der Kopf der Gruppe "A daneem".

Nicht nur dort gibt es eingefleischte Mundartsprecher wie Rudolf Lessky aus Schärding oder den Braunauer Wirt Helmut Bogner. Auf der bayerischen Seite kann man unverfälschten Dialekt bei Dietmar Forisch hören, der den Film mit seiner Blues-Gruppe "A daneem" auch musikalisch bereichert, oder bei Frank Wagenhofer, dem eine alte Hammerschmiede in Burghausen gehört. Anton Kraus, der die Fahrgäste auf einer Salzach-Plätte mit guten Geschichten unterhält, Maria Auer mit ihren lustigen Schnaderhüpfln und der junge Filmstar Benedikt Weber beweisen es auch: Herent und drent spricht man immer noch in einer Sprache und hält sie auch gerne lebendig.


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