BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Dorfwirtschaften im Oberland

Im Oberland südlich von München gibt es traditionelle Dorfwirtschaften, wie man sie so nah an der Großstadt nicht vermuten würde. Filmemacher Matthias Supé hat einige von ihnen besucht und bei der Zubereitung von gefüllter Schweinsbrust, Hirschgulasch oder Pastrami zuschauen dürfen.

Stand: 30.10.2017 | Archiv

Ein Film von Matthias Supé

Marianne und Leonhard Geiger betreiben die Tafernwirtschaft Geiger.

In der Tafernwirtschaft Geiger in Humbach bei Dietramszell betreiben die Geigers neben dem Gasthaus noch Landwirtschaft, haben Jungvieh und Schweine im Stall. Die schlachtet der gelernte Metzger Leonhard Geiger selbst – und kocht zusammen mit seiner Frau Marianne bodenständige Gerichte, vom klassischen Schweinsbraten bis zur gefüllten Schweinsbrust.

Im Jägerwirt gibt es Pastrami mit Feldsalat und Ziegenkäse.

Nicht weit entfernt, in Kirchbichl bei Bad Tölz, steht das Gasthaus Jägerwirt von Sabine und Peter Rank. Seit kurzem ist auch Sohn Martin mit in der Küche dabei. Der hat zuvor in der Sternegastronomie gearbeitet und bringt nun ganz neue Einflüsse mit. Aus heimischer Rinderbrust macht er zum Beispiel Pastrami, eine Spezialität aus New York. Gleichwohl legen die Ranks großen Wert darauf regionale Produkte zu verwenden und viele bewährte Gerichte auf der Karte zu haben.

Der Jägerstammtisch kommt gern ins Gasthaus Hansch.

Noch kleiner als Kirchbichl ist der Weiler Feldkirchen östlich von Wolfratshausen. Dort ist das Gasthaus Hansch zu finden, ebenfalls ein Familienbetrieb. Weil Karin Hansch vor ein paar Jahren ihre Jagdleidenschaft entdeckt hat, gibt es in der Wirtschaft oft Wild, das ihr Mann Robert in der Küche des alten Bauernhofs zubereitet. Kein Wunder also, dass die Jäger der Gegend beim Hansch regelmäßig ihren Stammtisch abhalten.

Hans Urban züchtet Schafe.

Unterhalb des Klosters Beuerberg liegt das Gasthaus zur Mühle. Das ist nicht nur seit mehr als hundert Jahren im Besitz der Familie Urban, sondern auch Garant für das lebendige Vereinsleben des Dorfs. Allen voran die Schützen, die sich dort an den Wochenenden zum Schießen treffen und sich danach an der traditionellen Küche erfreuen, der sich die Wirtsleute Manfred und Katharina verschrieben haben. Auch in der Mühle leben mehrere Generationen unter einem Dach und helfen sich gegenseitig. Manfreds Vater Hans kümmert sich um seine große Leidenschaft: die Schafzucht. Die Tiere sind das letzte Überbleibsel der früheren Landwirtschaft – und zählen zu den kulinarischen Spezialitäten der Mühle.


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