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Unter unserem Himmel Rhön, Land mit weitem Blick

Die Rhön steht für landschaftliche Vielfalt mit großem Artenreichtum. Als UNESCO-Biosphärenreservat soll diese besondere Kulturlandschaft geschützt werden. Viele Menschen tragen dazu bei, mit ihrer regionalen Arbeitsweise, den alten Haustierrassen und den Wiesen, die noch Ende Mai blühen, weil sie erst später gemäht werden.

Stand: 18.03.2021 | Archiv

Ein Film von Sylvia von Miller

Von Natur aus ist die Rhön ein Buchenwaldgebiet. Doch im vergangenen Jahrhundert wurden viele Fichtenwälder gepflanzt. "Das wird hier ganz anders aussehen, der ganze Fichtenwald kommt weg", sagt Michael Geier, Leiter des Biosphärenreservates Bayerische Rhön. In den Schwarzen Bergen im Landkreis Bad Kissingen sollen die Fichten abgeholzt werden, damit die ursprünglichen Buchen wieder wachsen können.

Neben Buchenwäldern ist auch der weite Blick typisch für die Rhön. Durch das Roden der Wälder seit dem Mittelalter sind große Wiesenflächen mit seltenen Pflanzen entstanden. Rhönschafe und Ziegen ziehen über die Höhenrücken. Gelbe Franken, eine alte Rinderrasse, leben das ganze Jahr auf Weiden der hügeligen Landschaft. Das heutige Bild dieses Mittelgebirges - Wiesen und Weiden, Äcker, Siedlungen und Waldgebiete - entstand vorwiegend durch Nutzung, die wegen der Kargheit des Bodens und des rauen Klimas in den Hoch- und Mittellagen überwiegend extensiv erfolgte. Viele Tiere und Pflanzen konnten hier ihren Lebensraum finden.

"Hier war lange Zeit das Ende der Welt", sagt Andreas Seufert, der in Oberelsbach eine Brauerei aufgebaut hat. Hinter der nahen Grenze zu Thüringen begann bis 1989 der Ostblock. Seitdem hat sich vieles getan. Alte Traditionen werden fortgeführt, aber auch Neues erfunden. Viele fühlen sich als Teil des Biosphärenreservates. Mit ihrer regionalen Arbeitsweise, den alten Haustierrassen und den Wiesen, die noch Ende Mai blühen, weil sie erst später gemäht werden.
Erstausstrahlung: 17.05.2015


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