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Schon vorab in der BR Mediathek Das Hagengebirge - Unbekannte Bergwelt

Eines der letzten Naturparadiese in den Alpen. Rückzugsgebiet für seltene Tiere und Pflanzen, geheimnisvoll und sagenumwoben: Das Hagengebirge bei Berchtesgaden. Auf bayerischer sowie auf österreichischer Seite steht es unter Naturschutz.

Stand: 06.08.2018 | Archiv

Film von Gabriele Mooser

Die Bergwelt im Berchtesgadener und Salzburger Land sind beliebte Ziele für Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Skifahrer oder Snowboarder, und man tut alles, um ihre Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Auch wenn es auf Kosten der Natur geht. Doch mittendrin, hoch über dem Königssee, gibt es noch eine fast unberührte Insel: das Hagengebirge. Hier sucht man Seilbahnen genauso vergebens wie präparierte Skipisten, bewirtschaftete Hütten sind rar und erst nach stundenlangem Fußmarsch erreichbar. Dafür kann man hier eine einmalige Gebirgswelt erleben, seltene Pflanzen und Tiere entdecken und in aller Ruhe Gämsen und Steinböcke beobachten.

Das Hagengebirge ist eines der letzten Naturparadiese in den Alpen.

Der Grund für diese Abgeschiedenheit ist, dass das mächtige Gebirgsmassiv lange Zeit als Jagdgebiet diente, erst für den Hochadel, später kam dann der Geldadel. Bergsteiger und Wanderer waren nicht willkommen, weil sie das Wild störten, Alm- und Forstwirtschaft waren den Jagdinteressen untergeordnet.

Damit das urwüchsige Naturparadies, das teils zu Bayern, teils zu Österreich gehört, so bleibt wie es ist, wird es heute beiderseits erhalten und geschützt. Was nicht nur die Liebhaber des Hagengebirges freut, sondern auch Forscher, wie Helmut Franz, der hier ungestört die Auswirkungen des Klimawandels studieren kann. Oder die Geologen der Universität Salzburg, die in den tiefen, weit verzweigten Höhlen unterwegs sind, und Hans Maltan vom Nationalpark Berchtesgaden, der hier der Geschichte der Almwirtschaft nachgeht.

Erstausstrahlung: 21.7.2013


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