BR Fernsehen - traumpfade


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Vorgestellt Gertraud Dinzinger

Stand: 10.10.2013

Gertraud Dinzinger auf dem Fahrrad | Bild: BR

Tagelang, nächtelang, jahrelang habe ich über Büchern und am Computer gesessen, habe studiert, memoriert, promoviert bis mich dann das Filmemachen hinaus gebracht hat in die freie Natur.

Raus und aufs Elektro-Radl!

Doch jetzt hab ich das Radfahren wiederentdeckt! Mit leichtem Gepäck und ohne Parkplatzprobleme radle ich nun durch die Gegend. Selbst Steigungen schrecken mich auf dem E-Bike nicht. So komme ich an Plätze, welche die automobile Welt niemals erreicht. Hier kann ich viel Schönes neu entdecken: kühlen Baumschatten, frisches Quellwasser, munteres Vogelgezwitscher, magische Orte und inspirierende Landschaften.

(Ent-) Spannende Begegnungen

Was ich genauso liebe, sind die Begegnungen mit Einheimischen und Fremden, mit Tieren,  Pflanzen und den Elementen. Auf meinen "traumpfaden" suche ich den Kontakt zu ihnen, und befrage sie womöglich nach dem großen Ganzen, dem Zusammenhang mit der lebendigen Natur. Denn unter freiem Himmel wird mir bewusst, dass ich allein durch das Medium Luft in jeder Sekunde meines Lebens mit dem Atem der Welt verbunden bin – und auch mit allen anderen, atmenden Wesen.

Damals, als ich Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Germanistik studiert habe und in der Gedankenwelt verblichener Generationen schier versank, kam die Natur in meinem Leben nicht vor. Höchstens auf Gemälden oder in Form von Regen und Schnee.

„Dem Fernseh-Zuschauer kann man Kunstwerke allein nicht zumuten. Da muss Landschaft, Leben und Lachen dazwischen“, meinte mein erster Redakteur beim Bayerischen Fernsehen – und ich folgte ihm gern. Bis jetzt habe ich über 50 Filme gemacht. Und jeder brachte mich der Natur ein Stück näher – und meinen Zuschauern einen Zipfel der Welt ins Wohnzimmer.

Jetzt bringen mich die „traumpfade“ hinaus ins Grüne, wo Wälder wogen im Wind, wo der Boden dürstet nach Wasser, wo Wanderer und Wildtiere dieselbe Quelle aufsuchen. Hier können wir gemeinsam begreifen, dass die Welt nicht getrennt ist von uns. Im Gegenteil. Zusammen mit unseren pflanzlichen und tierischen Verwandten haben wir Teil an der lebendigen „Mutter Erde“, die mit über 107.000 Stundenkilometern durchs Weltall rast.


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