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SÜDLICHT Was wissen wir noch nicht über Wolfgang Herrndorf?

Bevor Wolfgang Herrndorf zu schreiben begann und er - kurz vor seinem Tod 2013 - mit seinen Romanen "Tschick" und "Sand" zum Bestsellerautor wurde, war er Maler. Eine Ausstellung in München zeigt jetzt seine Bilder.

Stand: 18.07.2016

Herrndorf studierte sechs Jahre lang an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und orientierte sich lieber an den alten Meistern, als an der modernen Kunst, was auf wenig Verständnis stieß.

Bumillo mit Oliver Maria Schmitt, ehemaliger Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic"

Einen Ausweg bot nach Beendigung seines Studiums eine Beschäftigung als Illustrator bei der Satirezeitschrift "Titanic". Dort verband er klassische, am Realismus orientierte Malerei mit modernen Elementen, was originell war und wofür er große Aufmerksamkeit erntete, etwa wenn er Bundeskanzler Kohl in der Art Jan Vermeers malte.

Der Dramaturg Robert Koall, Freund von Herrndorf, im Gespräch mit Bumillo

Diese Malerei war für Herrndorf jedoch nur Brotberuf, sie befriedigte ihn auf Dauer nicht. Er hörte auf zu malen und begann zu schreiben.

Eine Ausstellung im Münchner Literaturhaus zeigt jetzt eine Auswahl der hinterlassenen Bilder von Wolfgang Herrndorf.

Wolfgang Herrndorf (1965-2013)

Einer der ersten Besucher ist Bumillo, der sich fragt: Bisher kannten wir nur den Autor Herrndorf, wer aber war Herrndorf als Maler?

Bumillo auf der Suche nach Antworten.

Ausstellung

Die Ausstellung "'Zitate' - Bilder von Wolfgang Herrndorf" läuft bis zum 25. September 2016 im Literaturhaus München.

Gesamtausgabe

Das literarische Werk Wolfgang Herrndorfs - mit "Tschick", "Sand", "Arbeit und Struktur", dem nachgelassenen Roman "Bilder deiner großen Liebe" und früheren Werken und Fragmenten - versammelt eine Ausgabe im Rowohlt Verlag:

Wolfgang Herrndorf
Gesamtausgabe
Rowohlt Verlag


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