BR Fernsehen - SÜDLICHT


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SÜDLICHT Verstecken oder Herzeigen?

Das Münchener Haus der Kunst ist eine Kulturinstitution mit weltweitem Renommee. Aber es ist eben auch ein Repräsentationsbau des Nationalsozialismus. Und der muss dringend generalsaniert werden. Für 78 Millionen Euro - oder etwas mehr. Aber wie? Darüber ist eine heftige Debatte entbrannt, an der sich heute auch SÜDLICHT beteiligt.

Stand: 03.02.2017

Bumillo trifft den mit der Sanierung beauftragten britischen Stararchitekten David Chipperfield und lässt sich vor Ort erklären, was geplant ist.

David Chipperfield im Gespräch mit Bumillo

Warum möchte Chipperfield die frühere "Ehrenhalle" wieder in einen Zustand versetzen, der dem der Dreißigerjahre ähnelt? Warum die 1971 abgetragene Freitreppe rekonstruieren? Und warum das Gebäude zur Prinzregentenstraße und zum Englischen Garten wieder freistellen - mit anderen Worten: viele Bäume fällen?

Winfried Nerdinger im Gespräch mit Bumillo

"Geschichtsvergessenheit" oder "Glorifizierung von Naziarchitektur" wird Chipperfield deshalb von manchen Kritikern vorgeworfen. Darüber unterhält sich Bumillo auch mit dem Leiter des Münchener NS-Dokumentationszentrums Winfried Nerdinger.

Gerhard Matzig im Gespräch mit Bumillo

Dieser mahnt einen anderen Umgang mit dem Haus der Kunst an, genauso wie der Architekturkritiker Gerhard Matzig, der einige alternative Vorschläge präsentiert.

Bumillo im Gespräch mit Okwui Enwezor

Aber braucht es wirklich "Erklärungen" in Form spektakulärer baulicher Eingriffe? Der Direktor des Hauses der Kunst, Okwui Enwezor, hat da andere Vorstellungen. Weshalb wir das Resümee dieser Sendung schon mal vorwegnehmen: Die Diskussion geht weiter!

Info

Mehr zum Haus der Kunst finden Sie auf der Website des Museums.


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