BR Fernsehen - Sternstunden-Gala


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Sternstunden Projekte und ihre Paten

Die Benefizaktion Sternstunden freut sich über Unterstützung durch prominente Paten. In diesem Jahr kommen z.B. Janina Hartwig und Alexander Huber in die Gala.

Stand: 19.01.2018

Wünschewagen mit Janina Hartwig

Janina Hartwig

Sterbenskranken Kindern einen letzten Wunsch erfüllen – das hat sich das Projekt „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes München vorgenommen. Gemeinsam mit einer Begleitung können die kleinen Patienten noch einmal an einen See, in die Berge oder einfach nur nach Hause fahren. Für die kostenlosen Wunschfahrten steht ein speziell ausgerüsteter Krankenwagen zur Verfügung, der trotz aller Technik behaglich eingerichtet ist. Qualifizierte Rettungs- und Pflegekräfte, psychosoziale Fachleute und Ärzte begleiten die Fahrten zudem ehrenamtlich. Sternstunden hilft mit finanzieller Ausstattung, während Patin Janina Hartwig („Um Himmels Willen“) um Aufmerksamkeit für dieses wichtige Projekt wirbt: „Der Wünschewagen ist ein Ort, wo traurige, bewegende und schöne Momente ganz dicht beieinanderliegen. Oft ist es für die Familie das letzte gemeinsame Erlebnis mit ihrem sterbenskranken Kind. Es gibt allen Beteiligten so viel, dies noch erleben zu dürfen. Sterbende haben in unserer Gesellschaft eine sehr geringe Lobby. Dabei betrifft es irgendwann alle von uns. Deshalb habe ich zugesagt, Projektpatin zu sein. Ich lerne dadurch, über den Tellerrand hinauszuschauen.“

Projekt Haus für psychisch kranke Mütter

Mütter mit psychischen Erkrankungen sind oft mehrfach belastet. Häufig sind sie alleinerziehend und haben kein stabiles soziales Umfeld. Auch die Kinder leiden unter den Einschränkungen der Mütter und haben statistisch ein höheres Risiko, später selbst psychisch krank zu werden. Der Caritas-Verband Nürnberg, der Sozialdienst katholischer Frauen und das Südklinikum Nürnberg haben sich daher zusammengeschlossen, um betroffenen Müttern und ihren Kindern in einer Mutter-Kind-Wohngemeinschaft einen geschützten Raum zu bieten, wo sie ambulant oder stationär behandelt und umfangreich unterstützt werden. Außerdem wird so eine frühe Trennung von Mutter und Kind vermieden, die der Entwicklung einer stabilen Bindung abträglich wäre. Ein wichtiges Projekt, das es so im nordbayerischen Raum bisher nicht gibt und nun von Sternstunden mitfinanziert wird. Über Erfahrungen in der Behandlung und die neugeschaffenen Möglichkeiten durch das Mutter-Kind-Haus berichtet Dr. Susanne Simen vom Südklinikum Nürnberg.

Projekt Cystinose Stiftung mit Alexander Huber

Alexander Huber

Nur eines von 100.000 Kindern erkrankt in Deutschland an Cystinose, einer erblich bedingten Krankheit, die vor allem Nieren und Augen schädigt. Unbehandelt würden die meisten Patienten noch vor dem Erreichen des Erwachsenenalters versterben.
Das Leben der Patienten mit Cystinose ist bestimmt von zahlreichen Therapien, Krankenhausaufenthalten, Dialyse, Transplantationen und Operationen. Weil die Krankheit so selten ist, wurde sie bisher meist erst entdeckt, wenn die Nieren schon massiv geschädigt waren.
Nun kann man mit einem Neugeborenen-Bluttest sofort feststellen, ob die Krankheit bei einem Säugling vorliegt. Behandelt man dann schnell, kann den Kindern viel Leid erspart werden.
Sternstunden beteiligt sich an den Laborkosten für dieses Verfahren, das nun in Bayern und Baden Württemberg bei allen Säuglingen durchgeführt wird. Als Sternstunden-Pate für dieses Projekt konnte Bergsteiger Alexander Huber gewonnen werden. Er ist zudem Stiftungsrat der Cystinose Stiftung und kann sein Wissen um die enorme Bedeutung von Bewegung für die kleinen Patienten miteinbringen. Warum er sich für die Cystinose-Stiftung engagiert, erklärt Alexander Huber so: „Ein enger Freund von mir ist Kinderchirurg an der Klinik Traunstein und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, im Stiftungsrat der Cystinose-Stiftung mitzumachen. Im Zusammenhang mit Sternstunden ist das eine sehr gute Sache, da ich schon oft miterlebt habe, dass sich Sternstunden nachhaltig für Kinderprojekte engagiert. Ich bin zwar kein Mediziner, aber im Stiftungsrat kann ich nun meinen Input als Sportler geben.“


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