BR Fernsehen - Sonntags-Stammtisch


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ehem. ARD-Korrespondent in Brüssel Rolf-Dieter Krause

Er gilt bis heute als „Mister Europa“: Rolf-Dieter Krause. 20 Jahre hat er in Brüssel gearbeitet, gewohnt und gelebt. 2016 sagte der WDR- Leiter des Brüsseler Hauptstadtstudios „Tschüss“ und ging in Rente. 2017 wurde er für seine Verdienste mit der „Karlsmedaille für europäische Medien“ ausgezeichnet.

Stand: 18.04.2018

portrait | Bild: picture-alliance/dpa

Bei der heimatlichen Landeszeitung begann die Karriere des gebürtigen Lüneburgers mit einem Volontariat. Über verschiedene Zeitungen ging es dann 1982 zum Fernsehen, nach Düsseldorf zum Landesstudio des Westdeutschen Rundfunks. Nach Stationen als landespolitischer Korrespondent und ARD-Korrespondent im Bonner Hauptstadtstudio kam er 1990 schließlich das erste Mal nach Brüssel – eine bewusste Entscheidung:

"Brüssel war der Eimer, auf den mein Hintern passte."

(WDR, 25.05.17)

Zweite Heimat Brüssel

Halstuch, seriöse Brille, in sich gefestigte Statur – so meldete sich Rolf-Dieter Krause von 1990-1995 und von 2001-2016 aus Brüssel. Er begleitete die Europäische Union in guten wie in schlechten Zeiten. Zuletzt waren es vor allem Krisen, über die Rolf-Dieter Krause zu berichten hatte: Das dramatische Ringen um Milliarden für Griechenland, der Ukraine-Konflikt oder der Umgang mit den Flüchtlingen. Sein letztes großes Thema: Die Brexit-Entscheidung in Großbritannien. Ein Wehrmutstropfen bei seinem Abschied aus Brüssel:

"Dass ich gehe, ist nun mal so vorgesehen. Der Zustand Europas hätte nicht so werden müssen, wie er ist."

(WDR, 25.05.17)

Mit  Fahrtwind in den Ruhestand

Seinen Ruhestand genießt der 67-Jährige mit ordentlich Fahrtwind um die Ohren. Erst vor wenigen Jahren hat er den Motorrad-Führerschein  gemacht und erfüllte sich mit einer „BMW 800 GS“ einen Lebenstraum. Sich selbst sieht er als defensiven Fahrer:

Gefragter Interviewgast

Auch im Ruhestand kann er nicht  ganz von Europa lassen: Der „Journalist des Jahres 2012“ ist nach wie vor ein viel gefragter Redner und Diskussionspartner bei Talkrunden. Er selbst  bezeichnet sich als „kritischen Europäer“. Die Grundidee von der Europäischen Vereinigung findet er nach wie vor faszinierend:

"Es ist eine Geschichte, ein einmaliges Projekt, dass Völker, die sich in bitterster Feindschaft gegenüber standen, sich freiwillig zusammen schließen, um gemeinsam ihren Platz in der Welt besser behaupten zu können."

(WDR, 25.05.17)


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