BR Fernsehen - Sonntags-Stammtisch


4

Journalistin Julia Bönisch

„Be first, but first be right.“ Das ist einer der Maxime von Julia Bönisch. Gerade im schnelllebigen Online-Journalismus ist das eine große Herausforderung. Eine Herausforderung, der sich die 37-Jährige seit diesem Jahr als Chefredakteurin des Online-Angebots der „Süddeutschen“ stellt.

Stand: 13.12.2017

portrait | Bild: Bönisch / SZ

Aufgewachsen im Ruhrpott, in Gelsenkirchen, zieht es Julia Bönisch zum Studieren zunächst nach Eichstätt-Ingolstadt und dann in die USA nach Indiana. Immer ihre große Leidenschaft im Blick, den Journalismus. Bevor sie nach dem Studium der Diplom-Journalistik und Betriebswirtschaftslehre endgültig auf den Redakteurssessel wechselt, reist sie für eine Entwicklungshilfeorganisation zwei Jahre durch die Welt.

Qualitätsjournalismus als Maxime

Seit 2007 ist die „Süddeutsche“ ihre berufliche Heimat. Gleich zu Beginn habe sie dort der Sinn für Qualität gepackt, sagt sie selbst. Sie seien vielleicht nicht die Schnellsten, dafür könnten sich die User aber 1000-prozentig sicher sein, dass die Nachrichten auch richtig seien. Vor ihrem Wechsel in die Chefredaktion bei sueddeutsche.de war sie Chefin vom Dienst und leitete unter anderem Ressorts wie Panorama, Kultur und Wissen.

Kein Wettrennen um jeden Klick

Auch wenn sie stolz darauf ist, dass die „Süddeutsche Zeitung“ Vorreiter in Sachen Digitaljournalismus ist, hält sie „ein Reichweitenrennen um jeden Preis“ für unwichtig. Ohnehin hat die „SZ“ in Sachen „Panama-  und Paradise Papers“ gezeigt, dass der Zeitung  in Sachen „investigativer Journalismus“ keiner so schnell etwas vormacht.


4