BR Fernsehen - Sonntags-Stammtisch


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Autor und Reisejournalist Dirk Rohrbach

Er radelte 6000 Kilometer von der Ost- zur Westküste und paddelte mit dem selbstgebauten Kanu den Yukon entlang – für den Reisejournalisten Dirk Rohrbach ist Amerika zur zweiten Heimat geworden. Sein aktuelles Reportage-Projekt „50 States“ und ist demnächst auf „Bayern 2“ zu hören.

Stand: 28.02.2018

 Dirk Rohrbach | Bild: BR/Markus Konvalin

Bevor er seine Reiseleidenschaft zum Beruf machte, studierte der gebürtige Hanauer zunächst einmal Medizin. Nach Staatsexamen und Promotion fuhr Dirk Rohrbach ein paar Jahre lang zweigleisig: Vormittags war er als Moderator bei „Antenne Bayern“ zu hören und nachmittags praktizierte er als Arzt in einer orthopädischen Praxis. Anfang 2000 wechselte er dann zum Bayerischen Rundfunk.

Vom Radiomoderator und Arzt zum „Highway Junkie“

Seine Leidenschaft fürs Reisen und für Amerika ließ ihn nie los: 2004 umrundete er mit dem Fahrrad in 155 Tagen alleine die USA  – von Florida über Los Angeles, Seattle und Washington zurück nach Tampa. Auf einer weiteren Tour durchquerte Dirk Rohrbach Nordamerika vom Atlantik zum Pazifik, er wurde zum „Highway Junkie“ – so der Titel seiner Reportage Reihe. Für eine weitere Dokumentation begab er sich nochmal auf die Spuren dieser Reise. Der Film lief unter dem Titel „6000 Kilometer westwärts“ im vergangenen Oktober im Fernsehen.

Auf den Spuren der Goldgräber auf dem Yukon River

Einen Sommer lang folgte Dirk Rohrbach dem Lauf des Yukon, der als Bergsee beginnt, dann zum reißenden Fluss und schließlich zu einem breiten Strom wird. Auf seiner Reise in einem selbst gebauten Kanu aus Birkenrinde begegnete er Jägern, Fischern, Aussteigern und Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner.

"Je weiter man blicken kann, je weiter der Blick schweift, desto weiter werden das Herz, die Seele, der Geist. Das habe ich jedes Mal bei den Menschen am Fluss gespürt, mit ihrer Herzlichkeit, Gastfreundschaft, dem Austausch miteinander."

(Sächsische Zeitung, 17.01.17)

Unterwegs auf dem „Blueway“

Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich Dirk Rohrbach für Amerikas Ureinwohner. Mit seinem Verein „Tatanka Oyate“  setzt er sich für die Rettung ihrer Sprachen ein. Seine letzte Reise führte ihn auf die Spuren einer der ältesten Zivilisationen Amerikas, der Calusa Indians. Mit dem Kanu war er 100 Meilen auf dem „Blueway“ , ihrer traditionellen Route,  vor der Westküste Floridas  unterwegs. Die Reise ist Teil seines Projektes „50 States“, bei dem er die 50 Staaten der USA durchqueren und portraitieren will. Demnächst sind seine Erlebnisse bei „Bayern 2“ zu hören.


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