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Seehofer am Sonntags-Stammtisch "Nochmal mache ich einen Watschnbaum nicht."

Er sei bereit, Verantwortung für das Wahlergebnis zu übernehmen - aber nicht allein. Eher werde er sein Amt als Parteichef zur Verfügung stellen, sagte Horst Seehofer am BR Sonntags-Stammtisch.

Stand: 21.10.2018

seehofer | Bild: Andreas H. Schroll

CSU-Parteichef Horst Seehofer will sich nicht allein für das CSU-Ergebnis der Landtagswahl verantwortlich machen lassen. Am Sonntags-Stammtisch im BR Fernsehen sagte er:

"Nochmal mache ich einen Watschnbaum nicht. Man kann mich kritisieren aber das zu reduzieren auf den Horst Seehofer, der ist für alles verantwortlich, das werde ich persönlich nicht mitmachen."

CSU-Parteichef Horst Seehofer

Seehofer steht zu seiner Verantwortung als Parteivorsitzender

Er stehe zu seiner Verantwortung als Parteivorsitzender und sei auch offen für einen Sonderparteitag, um das Wahlergebnis zu diskutieren. Aber er werde sich nicht wie nach der Bundestagswahl aus seinem Amt drängen lassen.

"Was wir jetzt erleben ist ja ein Remake der Bundestagswahl. Ich war auch bei der Bundestagswahl weder Spitzenkandidat noch bin ich irgendwo aufgetreten. Nach der Bundestagswahl ist das Ergebnis allein mir zugetragen worden, jetzt muss er zurücktreten als Ministerpräsident. Ich habe mich dem gebeugt."

Horst Seehofer am Sonntags-Stammtisch

Nach der Landtagswahl werde er mit diesen Forderungen nun anders umgehen: "Eher stelle ich mein Amt als Parteichef zur Verfügung. Aber eine Wiederholung wird es mit mir nicht geben."

"Wir sind auf dem ökologischen Feld schwach"

Dass die CSU so viele Wähler verloren hat, erklärt sich Seehofer durch das Erstarken der Parteien der Freien Wähler und der AfD. Dies mache es für die CSU schwer, eine absolute Mehrheit zu holen. Das Ergebnis der Landtagswahl zeigt laut Seehofer: "Die Menschen in Bayern wollten schlicht und einfach nicht, dass die CSU nochmal allein in Bayern regiert." Seehofer räumte außerdem ein, dass seine Partei das Thema Ökologie nicht deutlich genug besetzt hat.

"Wir sind auf dem ökologischen Feld schwach. (…) Da ist vieles dabei, was die CSU jetzt besetzen muss. Im Wettbewerb mit den Grünen. Es muss glaubwürdiger sein, dass die CSU als christliche Partei auch für die Bewahrung unserer Schöpfung steht. Das ist auch ein Stück Selbstkritik an mich selbst."

CSU-Parteichef Horst Seehofer

Horst Seehofer und Christian Springer zu Gast

Am Kirchweih-Sonntag waren CSU-Parteichef Horst Seehofer und Kabarettist Christian Springer am Sonntags-Stammtisch im BR-Fernsehen zu Gast. Außerdem waren wie jeden Sonntag Karikaturist Dieter Hanitzsch und Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums dabei. Moderiert wurde die Sendung von Tilmann Schöberl.

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