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Unergründlich Landschaftsimpressionen Bärnsee

Er ist dunkel und geheimnisvoll: der Bärnsee bei Aschau. Die Einheimischen begegnen ihm seit jeher mit Respekt. Das verwundert nicht, wenn man die Sagen kennt, die sich um ihn ranken.

Stand: 14.06.2013

Bärnsee | Bild: BR

Die Einheimischen haben das im Moor verborgene Gewässer früher gemieden. Es war ihnen unheimlich. Der Sage nach soll dort, wo heute Wasser ist, früher ein Frauenkloster gewesen sein.

Nur eine Sage? Wo früher ein Kloster war, ist heute der See.

Die Nonnen sollen recht liederlich gelebt haben. Nur eine von ihnen war ganz brav. Während ihre Mitschwestern aufgetakelt in die Aschauer Pfarrkirche gingen, ging sie auf den Berg und betete für ihre Mitschwestern. Auf einmal donnerte es laut und als sie aus der Kirche kam, war das Kloster verschwunden. Stattdessen war der See da.

Den See gibt es heute noch. Vom Kloster dagegen: keine Spur. Kinder durften seit jeher nicht im Bärnsee schwimmen - auch, weil unter der Wasseroberfläche riesige Wesen leben: Zwei Meter soll der Waller groß gewesen sein, den ein Angler hier aus dem See gezogen hat.

Heute steht der See unter Naturschutz. Und naturverbundene Einheimische suchen ihn gern auf. Er ist ein Paradies zum Verweilen und Wandern, inmitten einer wunderbaren Landschaft.


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