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Querbeet-Garten Weidenzaun flechten

Heute darf Sabrina mal wieder raus aus dem Querbeet-Garten. Zumindest kurz. Und zwar, um die Weidenruten und -pfosten, die sie für einen Zaun braucht, zu ernten. Die holt sie sich direkt beim Produzenten in Freising…danach wird daraus ein Zaun, der den Grobkompost optisch vom Rest des Gartens abschirmen soll.

Stand: 16.11.2018

Weidenzaun flechten im Querbeet-Garten | Bild: BR

Weidenernte

Auf etwa 20 Hektar wachsen in Freising drei verschiedene Weidenarten, im Familienbetrieb von Karl-Heinz Freitag. Mit ihm trifft sich Sabrina und packt bei der Ernte mit an. Zuerst geht’s an die Ruten zum Flechten. Hierzu ernten beide zweijährige Triebe von Salix purpurea, einer langsam wachsenden Weide, die sich besonders gut zum Flechten eignet. Denn, wie Karl-Heinz Freitag verrät: was langsam wächst, fault auch langsam. So gibt er den Ruten eine Lebensdauer von 7-8 Jahren. Geerntet werden die Triebe Pflanzenweise mit der Motorsäge. Einer hält sie zusammen, einer sägt.

Als nächstes wird Salix alba geerntet, im Gegensatz zur Purpur-Weide keine Strauch- sondern eine Baumweide. Sie hat ordentlichen Breitenzuwachs und liefert innerhalb von 6-7 Jahren etwa unterarmdicke Äste, die sich unten angespitzt perfekt als Zaunpfosten eignen. Damit die Weiden nicht wieder anwurzeln, empfiehlt Karl-Heinz Freitag, sie unten einmal rundum anzuritzen und zu schälen. So wird das Kambium, die wachstumsaktive bzw. saftführende Schicht der Gehölze unterbrochen und es kommt nicht zur Wurzelbildung bzw. zum Anwachsen.

Der Zaun

Zurück im Querbeet-Garten tut Sabrina wie ihr geheißen: sie schält die Weiden. Dann klopft sie die 1,5 m langen Pfosten einen halben Meter tief in die vorgebohrten Löcher. Sitzen alle Weiden, geht es los mit dem Flechten.

Hierzu gibt es viele Techniken. Wir haben uns für eine einfache Variante entschieden, in der einzelne Zweige einfach im Wechsel mal vorne und mal hinten um die Pfosten geflochten werden. Damit der Zaun später nicht auseinandergedrückt wird, gibt es unten und oben eine Abschlussreihe, bei der von vorne und hinten gleichzeitig geflochten wird. Etwa so wie beim Drehen einer Kordel. Nur, dass statt nur einer Rute drei miteinander verdrehte pro Seite verwendet werden. Egal ob Abschlussreihe oder mittendrin.

Darauf achten, dass an jedem Pfosten eine neue Rute eingelegt wird. Bei den einzelnen Flechtreihen noch dazu darauf, versetzt zu flechten, das heißt, wenn in der einen Reihe die Rute vorne liegt, muss die in der nächsten Reihe hinten um denselben Pfosten liegen.

Kontakt

Freitag WeidenArt
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85354 Freising

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Email: info@freitag-weidenart.com