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Valentinstag Tipps von der Floristin

Eine Floristin, vier Ideen für Valentinsdeko. Lesen Sie hier, wie die Ideen umgesetzt werden und worauf es ankommt.

Stand: 08.02.2019

Wilder Wein und rote Rose

Die erste Idee: eine in Wilden Wein gebettete Rose.
Die Ranken für diese Idee hat Simone Spengler-Mesch selbst geerntet. Ihr Tipp: wenn es draußen Minusgrade hat, die Ranken zwei bis drei Tage vor der Verarbeitung schneiden und sie langsam an wärmere Temperaturen gewöhnen. Dann müssen die Wildweinranken erst einmal zur Kugel werden. Im Anschluss kommt ein Reagenzröhrchen als Wasserversorgung in die Kugel. Dort hinein kommt eine einzelne Rose.

Und so geht’s:

Mit einer festeren Ranke zunächst eine Art Kranz formen. Diesen dann in alle Richtungen mit weiteren Ranken umwickeln bis langsam eine Kugelform daraus entsteht. Dabei immer wieder alles miteinander verwinden und verschlingen, also nicht nur umwickeln, sondern auch einmal durch das bisher Gewickelte stecken. Bricht der Wein oder stehen unsaubere Enden ab, entfernt man das einfach mit der scharfen Gartenschere. Das Ganze dann einfach solange wiederholen bis die gewünschte Größe erreicht ist. Dann sollte die Kugel auch von alleine stehen. Hier kann man durch Biegen etwas nachhelfen. Jetzt vorsichtig das Reagenzglas in die Kugel stecken – so, dass es möglichst gerade steht. Wer möchte, kann die Weidenkugel noch mit etwas Grün, zum Beispiel vom Lillygras, ausdekorieren. Bevor die Rose in die Minivase kommt, schneidet man sie mit einem scharfen Messer und einem langen schrägen Schnitt an. Besonders lange hält die Rose, wenn ins Vasenwasser ein Schuss Blumenfrischhaltemittel kommt. Das gilt aber natürlich auch für die meisten anderen Schnittblumen.

Weinflasche mit lebender Deko

Die zweite Idee: eine Ranke Wildwein mit dickem Aludraht verzwirbeln und locker um eine Weinflasche schlingen. Ans eine Drahtende kommt ein Herz. Mit dem übrigen Draht zwei Reagenzgläser umwickeln und durch die Ranken stecken, um sie an der Flasche zu fixieren. Dann kommen die Blumen: im Film unter anderem Känguru-Pfote, Ranunkel und Orchidee. Man kann aber natürlich auch andere Blumen verwenden.

Langlebig und farbenfroh         

Für ihre dritte Idee braucht die Floristin schwarzen Dekosand, etwas Grün, Aludraht und einen kleinen Zweig. Das alles kommt in eine runde Glasvase. Das Auffälligste ist in diesem Fall eine Glyzerin- oder Longlife-Rose. Solche Rosen werden nach dem Schnitt mit einer speziellen Lösung aus Glyzerin, Wasser und Farbstoffen behandelt. Die Glyzerin-Rosen gibt es im Fachhandel. Sie halten mehrere Jahre. Lediglich abstauben sollte man sie ab und an. Auch auf hohe Luftfeuchtigkeit reagieren sie eher empfindlich, daher nicht unbedingt ins Badezimmer stellen.

Buntes Herz aus Moos

Für die vierte Idee lässt Simone Spengler-Mesch ein Herz aus Steckschaum unter einer Moosdecke verschwinden. Den Steckschaum hat sie zuvor nass gemacht. Das Moos ist gekauft. Einfach im Wald sammeln darf man es nicht, denn viele Moose sind geschützt! Dann kommen ein paar Heidelbeerzweige dazu. Die werden frisch angeschnitten, so können sie besser das Wasser aus dem Steckschaum saugen. Als nächstes sind die Traubenhyazinthen dran. Die befreit die Floristin erstmal grob von der Erde und kürzt die Wurzeln ein, um sie zu waschen. Dazu weicht sie sie kurz in einer Wasserschale ein und entfernt dann die übrigen Erdreste. Noch schnell abtrocknen, dann geht’s ans Befestigen. Dazu steckt die Floristin Zahnstocher in den Zwiebelboden. Je nach Größe einen oder zwei. So lassen sich die Geophyten auf Moos und Steckschaum fixieren und es sieht aus als würden sie aus dem Moos herauswachsen. Zu den Traubenhyazinthen gesellen sich Hyazinthen und Tulpen. Dazwischen immer wieder Heidelbeeren. So ist ein kleiner Naturausschnitt entstanden, der Frühlingsgefühle weckt. Und das gleich über mehrere Wochen.

Kontakt

Spengler grün erleben - Dillingen
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