BR Fernsehen - Querbeet

Vogelfutter und Samenkärtchen Basteln für Sternstunden

Sabrina bekommt heute Besuch von Erzieherin Gaby Lindinger. Die beiden haben in den letzten Jahren schon häufiger gemeinsam gebastelt. Und zwar für Sternstunden, eine Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks.

Von: Tobias Bode

Stand: 05.12.2019

Basteln für Sternstunden (Sabrina Nitsche und Gaby Lindinger) | Bild: BR

Samenkärtchen mit Sternen

Als Erzieherin bastelt Gaby Lindinger normalerweise mit Kindern, heute mal mit Sabrina. Die beiden stellen Sterne aus Vogelfutter her und gestalten Samenkärtchen.

Für die Samenkärtchen rühren Sabrina Nitsche und Gaby Lindinger Mehl, etwas Wasser und Lebensmittelfarbe zusammen. Dieser „Kleber“ wird in Sternform auf Karten aus grobem Büttenpapier gegeben. Auf die Sterne streuen die beiden Saatgut verschiedener heimischer Wildpflanzen, wie Glockenblume, Königskerze oder Wiesen-Salbei. Das Ganze zügig trocknen und fertig ist die Samenkarte zum Verschenken. Im kommenden Jahr darf die Karte dann in den Garten. Mit etwas Erde bedecken, feucht halten und abwarten, was blüht. Bis zur ersten Blüte braucht es schon etwas Geduld, denn Pflanzen wie etwa die Königskerze sind zweijährig. Das bedeutet, im Jahr der Aussaat bildet sich eine Blattrosette, im Jahr darauf folgt die Blüte.

Sternstunden

Die entstandenen Sterne und die Karten können gegen eine Spende am Sternstundenstand auf dem Christkindlesmarkt in Nürnberg erworben werden.
Nähere Infos zu Sternstunden, inkl. denen über den Stand am Nürnberger Christkindlesmarkt und das Spendenkonto finden sie hier:

Vogelfutter herstellen

In der Sendung haben Sabrina Nitsche und Gaby Lindinger Fettfutter für Vögel hergestellt. Das Fettfutter kommt in sternförmige Plätzchenformen, so lässt es einfach aufhängen. Sobald alles leer gefressen ist, kann man die Formen wiederverwenden.

Das Futter

Eine selbst zusammengestellte Fettfuttermischung kann beispielsweise aus Pflanzenfett, getrockneten Mehlwürmern, Vogelmüsli, Erdnussbruch, Weizenkleie und geschälten Sonnenblumenkernen bestehen. Gaby Lindinger setzt zudem auf Hanfsamen. Die werden ihrer Erfahrung nach von den Vögeln in ihrem Garten besonders gern gefressen. Das Verhältnis Fett zu Zutaten beträgt 1:1. Das Fett versorgt die Tiere mit Energie, die sie bei eisigen Temperaturen benötigen. Diese Mischung lässt sich zu Knödeln formen oder direkt an die Stämme von Bäumen oder Sträuchern pinseln. Die Futterstellen füllt man am Abend auf, so kommen die Vögel gleich am nächsten Morgen an die energiereiche Nahrung.

Die Futterstellen

Futterstellen sollten so liegen, dass die Vögel einen guten Blick in die Umgebung haben, um sich bei Gefahr schnell in Sicherheit bringen zu können. Eine Hecke mit dornigen Sträuchern in der Nähe ist dafür ideal. Für Katzen und andere Räuber sollten die Futterstellen schwer zu erreichen sein. Ein um den Stamm gelegter Schlehenzweig beispielsweise verhindert, dass Katzen sich an einer Futterstelle im Baum zu schaffen machen. Damit die Vögel nicht im Futter sitzen und dieses so verschmutzen können, eignen sich Futtersilos. Wer auf konventionelle Vogelhäuschen setzt, sollte dieses täglich reinigen und das Futter am besten in einer Schale anbieten, die man regelmäßig mit heißem Wasser auswäscht.

Wichtiger als Füttern: der naturnahe Garten

Wer Vögel in seinem Garten unterstützen möchte, sollte auf eine naturnahe und strukturreiche Gestaltung achten, mit einheimischen Sträuchern, Hecken oder Totholzhaufen. Stauden am besten erst im Frühjahr zurückschneiden, damit sich samenfressende Vögel an ihnen bedienen und in den Stängeln Insekten überwintern können. Schnittgut von Bäumen und Sträuchern muss man nicht unbedingt häckseln – die Äste eignen sich hervorragend für Totholzhaufen, die man an mehreren Stellen im Garten platzieren kann. Und nicht zuletzt sollte der Einsatz von Gift in einem naturnahen Garten tabu sein.

Internet-Tipps

Portraits der Vögel die an die Futterstellen kommen, weitere Tipps zur Vogelfütterung und alles zum Thema Vogelschutz, finden Sie hier:

Hier finden Sie das Positionspapier des LBV zum Thema Vogelfütterung: