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Rosenduft konservieren Rosen-Hydrolat herstellen

Elke Puchtler schwört auf die Heilkraft von Pflanzen. Besonders von Rosen. Heute erntet die Heilpraktikerin Blüten der Kartoffel-Rose. Ob Kartoffel-Rose oder heimische Wildrosen: wertvolle Inhaltsstoffe stecken in allen.

Stand: 17.07.2018

Hydrolat aus Rosen herstellen | Bild: BR

Der richtige Zeitpunkt

"Die Rosenblüten ernte ich gleich früh am Morgen, nach dem Sonnenaufgang. Da ist der Duft ganz fantastisch. Der Rosenduft ist leicht flüchtig. Das heißt, wenn es warm wird im Laufe des Tages, dann verfliegt der sehr schnell und die Rosen enthalten nicht mehr so viel ätherisches Öl."

Elke Puchtler

Bei der Ernte achtet Elke Puchtler darauf, nur die Blütenblätter abzuzupfen und nicht die Staubblätter. Denn die enthalten noch Pollen und Nektar für die Insekten.

Rosenblüten-Öl-Mazerat

Aus den gesammelten Rosenblütenblättern stellt Elke Puchtler einen Kaltauszug her, der ein pflegendes Körperöl ergibt. Dafür füllt sie eine saubere Glasflasche bis zum Rand mit den Blüten. Die Flasche ganz auffüllen und mit einem Bio-Sonnenblumenöl aufgießen. So, dass die Blüten vollständig bedeckt sind. Noch Schütteln und das Ganze an einem hellen Platz ohne direkte Sonne ziehen lassen. Die Flasche täglich wenden, so dass keine Blüten längere Zeit dem Sauerstoff ausgesetzt sind. Nach einigen Wochen kann man den Ansatz abseihen.

Rosen-Hydrolat

Von einer Rose ist Elke Puchtler besonders begeistert: der Damaszener-Rose ´Rose de Resht´.

"Die Heilkraft der Damaszener-Rose ist sehr gut untersucht. Das heißt, da kennen wir ganz viele Inhaltsstoffe. Diese sind hautregenerierend, entzündungshemmend, kühlend, juckreizlindernd und auch ein wenig berauschend, auch für die Seele."

Elke Puchtler

Um an die Wirkstoffe zu gelangen, stellt die Heilpraktikerin mit einer Glasdestille Rosen-Hydrolat her. In einem Kolben landen die Blütenblätter zweier Damaszener-Rosen. Dazu kommen 300 ml Wasser. Im Kolben liegen 3 Siedesteinchen, die verhindern, dass das Glas beim Erhitzen zerbricht. 4 Teelichter genügen, um ausreichend Hitze zu erzeugen. Der aufsteigende Wasserdampf reißt die ätherischen Öle der Rosenblüten mit, diese werden dabei mit der Zeit immer blasser. In der Kühlung kondensiert der Wasserdampf und wird dann als Hydrolat aufgefangen. Nach 30 Minuten sind die Blüten weiß geworden und die ersten Tropfen Rosenhydrolat landen im Auffangbehälter. Bis der voll ist, werden noch mehrere Stunden vergehen. Wer destillieren möchte, sollte vorher auf jeden Fall einen Kurs besuchen, so Elke Puchtlers Tipp. Damit auch nichts schiefgeht.

"Das Rosenhydrolat ist ein wunderbares Hauttonikum. Das ist pflegend und duftet natürlich noch dazu sehr fein."

Elke Puchtler

Kontakt

Botanischer Garten Erlangen
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Die Ausstellung „Die Grüne Apotheke - Vom Hortus Medicus zur Pharmaforschung“ im Botanischen Garten Erlangen ist noch bis 9. September täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Dr. rer. nat. Elke Puchtler
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Email: naturheilpraxis.puchtler@t-online.de