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Neuer Rosentrend Persica-Hybriden

An die 1000 Rosensorten umfasst das Sortiment der Rosengärtnerei Kalbus in Altdorf bei Nürnberg. Besonders stolz sind die beiden Inhaberinnen Stefanie Lill und Stefanie Hauke auf ihren rund 4.000 m2 großen Rosengarten, der den Kunden während der Öffnungszeiten zum freien Besuch offen steht. Hier haben sie Raritäten und Besonderheiten ausgepflanzt, kombiniert mit Stauden und anderen Pflanzen.

Von: Andrea Rüthlein

Stand: 26.06.2020

Als es Züchtern vor ein paar Jahren gelungen ist, winterfeste Rosa-Persica-Hybriden zu produzieren, haben die Landschaftsgärtnerin und die Gartenbau-Ingenieurin einige Sorten in ihr Sortiment genommen. Da die Rosen patentiert sind, dürfen Stefanie Lill und Stefanie Hauke sie nicht veredeln, sondern nur die Jungpflanzen kultivieren.

Persische Rose

Früher waren die Persischen Rosen, die aus steppenartigen Gebieten im Iran und angrenzenden Ländern stammen, nicht für die rauen Winter in Bayern geeignet. Mehr als 40 Jahre beschäftigte die Wildrose aus dem Orient, die sich in Blatt und Blüte so stark von anderen Rosen unterscheidet, Rosenzüchter in der ganzen Welt, so dass man sie lange in eine eigene Gattung Hulthemia steckte,. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe neuer Sorten der Rosa-Persica-Hybriden mit dem reizvollen „Auge“ im Zentrum leuchtender Schalenblüten auf dem Markt.

Neue Sorten für den Garten

Ihren eher kühlen Rosengarten in mehr als 400 Metern Höhe nutzen die beiden Gärtnerinnen, um Erfahrung mit den Rosa-Persica-Hybriden zu sammeln. Die Sorte ‚Orienta Laila‘ zum Beispiel ist eine Züchtung aus dem Jahr 2020 und erst seit kurzem im Haus. Diese Strauchrose, die rund einen Meter zwanzig hoch und breit werden soll, pflanzen sie zum Austesten dort aus. Das Pflanzloch für die tiefwurzelnden Rosen sollte etwa doppelt so breit und tief wie der Ballen sein. Zur Füllung verwenden Stefanie Hauke und Stefanie Lill ein lockeres Erdsubstrat, dem Holzfasern und Pinienrinde hinzugefügt sind. In den Wurzelbereich streuen sie dann noch Mykorrhiza-Pilzsporen, die der Pflanze helfen, mehr Nährstoffe und Wasser aus dem Boden aufzunehmen.

Kombinationspartner

Dazu kombinieren sie weitere Rosa-Persica-Hybriden wie die Sorte ‚See You In Purple‘ zusammen mit weißem Lavendel und bläulich blühendem Steppen-Salbei. Ein ganz besonderer Tipp ist Schnittlauch, der auch ins Beet gepflanzt wird. Schnittlauch enthält als Allium-Gewächs Schwefel, den er abgibt, wenn man ihn an den Wurzeln ein wenig verletzt. So hilft er der Rose, sich gegen Pilzkrankheiten zu wehren. Jetzt noch kräftig angießen, dann sollen Rosa-Persica, Lavendel, Ziersalbei und Schnittlauch in ihrem Beet in der Rosengärtnerei Kalbus möglichst alleine zurecht kommen.
Der persönliche Liebling der beiden Gärtnerinnen ist übrigens die Sorte ‚Eyes For You`‘. Diese Rosa-Persica-Hybride schmückt sich nicht nur mit insektenfreundlichen Blüten, sondern auch noch mit einen sehr guten Duft.

Kontakt

Rosengärtnerei Kalbus
Hagenhausener Hauptstraße 1b
90518 Altdorf

Telefon: 09187 5729
Email: rosen@rosen-kalbus.de