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Rezept: Frucht-Konfekt Obst lagern

Am besten lagert Obst bei etwa 3 Grad und hoher Luftfeuchte, dann hält es bis zum Frühjahr. Da es im Wohnhaus von Barbara Krasemann einen solchen Platz nicht gibt, funktioniert sie ihr Dörrhaus um. Die Zutaten: Darren, Obst und ein Frostwächter.

Stand: 23.11.2018

Tipps für Zuhause

Und keine Angst: ein Dörrhaus braucht es dafür natürlich nicht, auch ein kleines Gewächshaus, ein Geräteschuppen, ein Lichtschacht oder eine Garage kommen in Frage. Je kleiner der Raum, desto problemloser lässt er sich mit Hilfe eines Frostwächters auf der gewünschten Temperatur halten.

Damit sich das Obst hält, müssen die Früchte frei von Schäden und Druckstellen sein. Einzeln legt Barbara Krasemann Birnen, Äpfel, Quitten und Mispeln auf die Darren. Dicht an dicht. In regelmäßigen Abständen wird kontrolliert und verdorbenes oder nachgereiftes Obst aussortiert. Solche Darren lassen sich aus Lochblech und Dachlatten problemlos selber bauen. Alternativ verwendet man Kisten aus Holz oder Plastik. Wichtig: Die sollten Löcher oder Schlitze haben, damit die Luft gut zirkulieren kann.
Bis in den März/April hat Barbara Krasemann Obst aus dem eigenen Garten.

Mispel lagern?

Bisher hat Barbara Krasemann ihre Mispeln immer einfach am Baum hängen lassen. Kam im Dezember oder Januar der erste richtige Frost, sind die Mispeln fällig zum Verarbeiten. Denn erst nach einer richtigen Frostperiode sind sie weich, süß und voller Geschmack. Dieses Jahr ist alles anders. Die Mispeln hatten noch keinen Frost bekommen, sind trotzdem weich geworden und faulen jetzt am Baum. Das Problem: Die Früchte schmecken noch nicht, sind herb und adstringierend. Das liegt am hohen Gerbstoffgehalt, der sich erst durch Frost abbaut.

Die Lösung der Gärtnerin: Alle noch harten, gesunden Mispeln ernten und kühl lagern, um das Verderben der Früchte zu verhindern. Nach und nach wandern die Mispeln dann portionsweise in die Tiefkühltruhe, damit sie ihren Geschmack entfalten. So lassen sie sich dann verarbeiten. Am liebsten zu selbst gemachtem Frucht-Konfekt. Mit eigenen Nüssen, getrockneten Äpfeln, Kiwi, Birnen und Gojibeeren.

Rezept: Frucht-Konfekt

von Barbara Krasemann

Zutaten

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400 Gramm Mispelmus (beim Kochen etwas Zitronensäure ins Wasser geben, so bleibt die Farbe schön hell)
- 350 Gramm Quittenmus
- 660 Gramm Zucker
- 18 Gramm Pektin
- 150 Gramm Glukosesirup (hergestellt aus 128 Gramm Traubenzucker, der mit 72 Gramm Wasser aufgekocht wird)
- 150 Gramm Trockenfrüchte
- 10 grob gehackte Walnüsse

Zubereitung

Quitten- und Mispelmus mit Zucker, Pektin und Glukosesirup in einen Topf geben und langsam erhitzen. Dabei ständig rühren bis die Masse 107 Grad erreicht. Zwischen 20 und 25 Minuten beträgt die Kochzeit, abhängig vom Wassergehalt der Fruchtmischung. Wer kein passendes Thermometer hat, kann nach Gefühl arbeiten. Sobald die Masse fester wird, nicht mehr zusammenläuft beim Verrühren und man das Gefühl hat, man kann die Masse formen, ist der richtige Zeitpunkt erreicht. Dann schnell die Trockenfrüchte und die Nüsse einarbeiten, bis sie gleichmäßig in der Masse verteilt sind. Zum Auskühlen eignet sich eine geölte Auflaufform. Dort die warme Masse einfüllen und verstreichen. Nach dem Auskühlen und Aushärten noch in mundgerechte Stücke schneiden, die Kanten in Puderzucker tauchen und naschen. Guten Appetit.

Kontakt

Barbara Krasemann
Bärbels Garten
Dixenhausen 23
91177 Thalmässing

Telefon: 09173 78886