BR Fernsehen - Querbeet

Saisonstart Duft- und Heilpflanzengarten Kempten

Der Duft- und Heilpflanzengarten an der Burghalde in Kempten ist mittlerweile über 10 Jahre alt. Die Beeteinfassungen aus Weide werden nicht älter als 2-3 Jahr. Sie müssen regelmäßig restauriert oder erneuert werden. Und auch viele Pflanzen kommen und gehen jedes Jahr.

Stand: 31.05.2019

Weidengeflecht

Für die Beeteinfassungen zuständig ist Ralph Stadelmann. Ursprünglich hat er Landschaftsarchitektur studiert. Im Rahmen seiner Diplomarbeit entstand der Garten. Mittlerweile arbeitet Ralph Stadelmann im Verlagswesen. Doch das Gärtnern hat ihn nie ganz losgelassen. Und der Garten an der Burghalde ebenfalls nicht.
Für die Beeteinfassungen aus Weide hat er anfangs Weide zugekauft. Einen Teil davon hat er im Garten seiner Eltern in die Erde gesteckt. Aus diesen Steckhölzern sind mittlerweile stattliche Korbweiden herangewachsen. Die nutzt Ralph Stadelmann als Nachschub für den Burggarten. Alle 2-3 Jahre erntet er frische Triebe, um die Einfassungen von oben nachzuflechten. Denn die alten Ruten verwittern mit der Zeit und rutschen nach unten. Die frisch entblätterten kommen einfach von oben darüber. Ralph Stadelmann fädelt sie immer im Wechsel vor und hinter den Pfosten ein. Und so, dass die einzelnen Reihen versetzt zu einander verlaufen.

In Sachen Pflanzen…

…findet man hier winterharte, mehrjährige wie Schlüsselblume und Frauenmantel, aber auch nicht winterharte oder einjährige Gewächse. Verantwortlich für sie ist Kräutergärtner Christian Herb. Jedes Jahr nach den Eisheiligen füllt er die Lücken in den Beeten. Geordnet nach den drei naturheilkundlichen Bereichen Aromatherapie, Homöopathie und Phytotherapie.
Nicht winterharte Pflanzen wie Zitrone oder Teebaum senkt der Gärtner jedes Jahr mit dem Topf im Boden ein. Im Herbst gräbt er sie wieder aus, um sie sicher in seiner Gärtnerei über den Winter zu bringen. Durch das Einsenken wirkt es, als würden die Gehölze im Garten wachsen. Zudem haben die Kübel eine bessere Wasserversorgung und müssen nicht so oft gegossen werden. Ein Trick, der sich auch auf den eigenen Garten übertragen lässt.

Auch Kräuter wie Rosmarin oder Currykraut wachsen hier. Sie brauchen magere und durchlässige Standorte. Böden im Allgäu sind aber oft nährstoffreich und lehmhaltig. Deswegen mischt Christina Herb einfach eine ordentliche Portion Sand mit ins Pflanzloch, bzw. auf die Erde, bevor er dieses aushebt. Natürlich darf auch das Lieblingskraut des Gärtners nicht fehlen: Basilikum. Sowohl Afrikanisches Strauchbasilikum – ein Bienenmagnet sondergleichen – als auch die gängige Variante.
Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte, wie es den Pflanzen nach dem regnerischen Drehtag in Kempten erging und wie sie den Sommer über weiterwachsen, sollte unbedingt einen Abstecher in den Duft- und Heilpflanzengarten an der Burghalde in Kempten unternehmen. Der Garten ist öffentlich zugänglich.

Anschrift

Duft- und Heilpflanzengarten
Burghalde 1
87435 Kempten

Kontakt zum Gärtner

Bio-Gärtnerei Christian Herb
Blumen und Kräuter
Heiligkreuzerstr. 70
87439 Kempten
Telefon: 0831 93331