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Querbeet-Garten Kartoffeln und Feldsalat

Heute holt Sabrina Kartoffeln aus dem Boden. Die meisten davon Überbleibsel aus den Anfangszeiten des Gartens. Doch nun müssen sie raus, denn die Kraut- und Braunfäule macht sich breit. Im Gewächshaus geht die Saison noch weiter, dort pflanzt Sabrina Feldsalat.

Von: Tobias Bode

Stand: 03.11.2020

Kartoffeln und Feldsalat im Querbeet-Garten | Bild: BR

Kartoffeln als Bodenverbesserer

In einem Teil des Gemüsebeetes wachsen bereits seit knapp drei Jahren Kartoffeln. Und zwar nicht ausschließlich zum Ernten, sondern auch als Bodenverbesserer. Denn anfangs war der Boden im Gemüsegarten dicht und fest. Durch die Kartoffeln ist er locker und feinkrümelig geworden. Kartoffeln lockern aber nicht nur den Boden, mit ihrem dichten Laub unterdrücken sie auch etliche Beikräuter. Doch nun müssen die Kartoffeln raus, denn so langsam macht sich unter den Pflanzen die Kraut- und Braunfäule breit. Die Blätter werden braun, sind von einem Pilzrasen bedeckt und die Früchte bekommen tiefgehende Flecken. Und da die Kraut- und Braunfäule auch Tomaten befällt, die im nächsten Jahr im Garten wachsen sollen, müssen die verpilzten Kartoffeln weichen.
Die gesunden Kartoffeln dürfen natürlich mit in die Küche. 5 verschiedene Kartoffelsorten hat Sabrina im Querbeet-Garten gelegt: ´Linda´, ´Rote Emmalie´, ´Bamberger Krumbeere´, ´Blaue Anneliese´ und ´Violetta´.

Flächenkompost

Nachdem die Kartoffeln geerntet sind, ebnet Sabrina das Beet. Denn im kommenden Jahr sollen hier Hochbeete entstehen. Dieses Jahr gab es im Querbeet-Garten so viele Wühlmäuse, dass kaum Gemüse übriggeblieben ist. Hochbeete mit Wühlmausschutz sollen das im nächsten Jahr verhindern. Der noch auf dem Beet liegende Grünschnitt wird an der Seite gelagert. Er ist im kommenden Jahr Teil der Füllung des Hochbeetes. Der Grünschnitt, also die Erntereste diverser Gemüsepflanzen, diente als Flächenmulch. So war der Boden im Gemüsebeet das ganze Jahr über bedeckt. Die Vorteile: der Boden bleibt feucht und krümelig; die Regenwürmer bekommen Futter und halten den Boden locker; der Boden verschlämmt nicht nach Niederschlägen. Durch den Flächenmulch spart man sich auch das jährliche Umgraben, das die Bodenstruktur zerstört. Vor dem Säen im Frühjahr einfach die Pflanzenreste zur Seite ziehen, den Boden leicht rechen und säen.

Feldsalat im Gewächshaus

Das Gewächshaus soll auch über den Winter nicht leer bleiben. Daher pflanzt Sabrina jetzt noch Salat, dem auch Kälte nichts ausmacht – Feldsalat. Der Feldsalat bedeckt den Boden über den Winter und Sabrina kann regelmäßig ernten. Nur nicht bei Frost, das schadet den Pflanzen. Die Jungpflanzen setzt Sabrina so, dass etwa ein Drittel des Ballens aus dem Boden ragt. So kommt ausreichend Luft an die Pflanze.

Wichtig ist auch bei der Winterkultur im Gewächshaus regelmäßiges Lüften an sonnigen Tagen. Denn zu starke Temperaturunterschiede und zu viel Feuchtigkeit mögen die Wintersalate nicht. Beim Gießen sollten die Blätter möglichst trocken bleiben, damit sich keine Pilzkrankheiten ausbreiten. Wer Feldsalat zusätzlich noch im Freiland oder Frühbeetkasten pflanzt, kann über Monate frische Blätter ernten.