BR Fernsehen - Querbeet

Querbeet-Garten Kalebassen und Vogelfutter

Letztes Jahr haben wir Kalebassen, also Flaschenkürbisse, im Querbeet-Garten angebaut. Jetzt sind sie so gut getrocknet, dass Sabrina aus ihnen Vogelfutterhäuschen bauen kann. Das nötige Fettfutter zum Befüllen mischt sie auch noch…

Von: Julia Schade

Stand: 20.01.2021

Kalebassen und Vogelfutter im Querbeet-Garten | Bild: BR

Kalebassen-Vorgeschichte

Letztes Jahr im Mai hat Moderatorin Sabrina Nitsche die selbstgezogenen Kalebassen in den Querbeet-Garten gepflanzt. Um besser anwachsen zu können, haben die dabei eine Portion organischen Mehrnährstoffdünger mit ins Pflanzloch bekommen. Kalebassen bzw. Flaschenkürbisse wachsen als einjährige Kletterpflanze. Und zwar mehrere Meter hoch. Sabrina hat sie daher an den Sichtschutzzaun im Querbeet-Garten gepflanzt, dort konnten die Pflanzen an extra für sie gespannten Drahtseilen hochranken.

Junge Kalebassen lassen sich wie Zucchini verarbeiten, die älteren haben wir in den Redaktionsräumen und zuhause getrocknet. Für mehrere Monate. Geerntet haben wir als ihre Stängel sich braun färbten. Zum Trocknen sollte man die Früchte am besten an einen warmen und trockenen Platz hängen. Währenddessen muss man die Früchte regelmäßig kontrollieren. Denn die äußere Schicht der Kalebassenschale baut sich durch Pilze und Bakterien im Laufe der Zeit ab. Und damit die darunterliegende Schicht nicht angegriffen wird, muss man die weichen Schichten entfernen. Liegt die holzige Schicht frei, so die Empfehlungen aus der Literatur, wäscht man diese mit einer Essiglösung und einer Salzlösung ab, damit sich nicht erneut Pilze ansiedeln. Anschließend müssen die Früchte nochmals nachtrocknen, erst dann kann man sie verarbeiten.

Vogelfutterhäuser aus Kalebassen

Sabrina möchte aus zwei der getrockneten Kalebassen Vogelfutterhäuser basteln. Dazu zeichnet sie je drei faustgroße Löcher an und sägt diese mit einem schnelldrehenden Multifunktionswerkzeug aus. Wer eine passende Lochsäge zur Hand hat, kann aber auch diese verwenden. Den Aufhänger biegt Sabrina aus dickem Aludraht, auch hier gibt es aber verschiedene Möglichkeiten. Aufhängen sollte man die Kalebassen so, dass Katzen sie nicht erreichen können. Also entweder weit genug oben oder an dünnen Zweigen, auf die sie nicht klettern können.

Saatguternte

Sobald die Löcher gesägt sind, macht Sabrina sich an die Saatguternte. Dazu einfach das Innere der Kalebassen in eine Schüssel geben und so die Samen und die abgestorbenen Pflanzenteile auffangen. Um die Samen vom Rest zu trennen, alles immer wieder hochwerfen und dabei vorsichtig die Fremdstoffe wegpusten. Das Saatgut bis zur nächsten Aussaat kühl, trocken und dunkel lagern.

Fettfutter für Vögel

Gerade, wenn es im Winter sehr kalt ist, freuen sich Vögel über Fettfutter. Das liefert mehr Energie als normales Körnerfutter. Anstatt fertige Meisenknödel zu verwenden, kann man dieses Fettfutter einfach selbst mischen.

Zutaten:
- Kokosfett oder Rindertalg
- Sonnenblumenkerne, geschält
- Erdnussbruch
- Haferflocken
- Mehlwürmer

Zubereitung:
Eine bei vielen Vögeln beliebte Mischung besteht aus zwei Gewichtsteilen Fett und einem Teil fester Bestandteile. Der Vorteil von Kokosfett: bei Raumtemperatur kann man es gut verarbeiten und die Samen und Mehlwürmer einfach untermengen. Wenn das Fett doch zu fest ist, schmilzt es im Topf schon bei geringen Temperaturen und braucht nicht lange, um zu erkalten. Die Sonnenblumenkerne und der Erdnussbruch liefern weitere wertvolle Fette. Damit die Vögel schnell an diese rankommen, sollte man in diesem Fall geschälte Sonnenblumenkerne verwenden. Ist das Gemisch formbar geworden, kann man es entweder direkt in die Kalebassen geben oder man formt Knödel daraus und setzt jeweils einen davon in einen Kürbis. Am besten in die Mitte. Zu voll machen sollte man die Kalebassen nicht, die Vögel sollen nicht in ihrem eigenen Futter sitzen.

Wichtig:
Wenn man einmal damit angefangen hat, Vögel im Winter zu füttern, sollte man auch bis zum Frühjahr durchhalten und regelmäßig nachlegen. Die Vögel wissen, wo sie schnell an Energie kommen und fliegen ihre Futterplätze daher gezielt an. Finden sie an einem dann nichts mehr zum Fressen vor, ist das für sie eine fatale Energieverschwendung. Immerhin müssen sie trotz ihres geringen Körpergewichts morgens möglichst schnell auf „Betriebstemperatur“ kommen, die beträgt bei den meisten Vögeln um die 40 Grad.

Mehr über Kalebassen

Wie das mit dem Anbau der Kalebassen und ihrer Ernte war, können Sie sich hier nochmal ansehen: