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Querbeet-Garten Hochbeete mit Schnecken- und Wühlmausschutz

Im letzten Jahr haben uns Schnecken und Wühlmäuse fast die ganze Ernte vernichtet. Das soll dieses Jahr anders werden. Daher gibt´s fürs Gemüse Hochbeete mit Wühlmaus- und Schneckenschutz.

Von: Tobias Bode

Stand: 16.02.2021

Hochbeete mit Schnecken- und Wühlmausschutz | Bild: BR

Draht gegen Wühlmäuse

Wir haben uns für dieses Jahr entschieden, den Großteil des Gemüses in Hochbeeten anzubauen. Und zwar schnecken- und wühlmaussicher. Unsere Hochbeete bestehen aus einzelnen Elementen und zwar aus Aufsatzrahmen für Europaletten. Die sind günstig und lassen sich stapeln. So können wir die Höhen variieren. Wie lange diese unbehandelten Rahmen halten, wissen wir noch nicht. Einige Jahre sollten sie aber sicher funktionieren.

Damit die Wühlmäuse nicht von unten ans Gemüse gelangen, befestigen wir an der ersten Lage einen Draht mit einer Maschenweite von etwa 1 cm. Den Draht befestigen wir mit kleinen Nägeln am Holz, damit keine Lücken für die Wühlmäuse entstehen. Dann den untersten Rahmen an seinen Platz legen und die anderen darauf stapeln. Dann geht’s ans Befüllen.

Kompost ohne Schneckeneier

Im letzten Jahr haben wir unseren eigenen Kompost im Gemüsegarten verteilt. Der war allerdings voller Schneckeneier. So ist der Gemüsegarten zwar durch einen Schneckenzaun geschützt. Der nützt aber nichts, wenn man die Schnecken selbst im Garten verteilt. Daher haben wir uns Kompost und Substrat aus einem Erdenwerk liefern lassen. Das Grundsubstrat besteht unter anderem aus Ziegelsand, Oberboden und Lava. Zusätzlich geben wir dem Substrat Kompost dazu. Die Menge variiert von Hochbeet zu Hochbeet. Je nachdem, was dort später wachsen soll. Nährstoffliebende Kulturen brauchen mehr Kompost, Kräuter beispielsweise weniger.

Schneckensichere Hochbeete

Um die Schnecken aus den Hochbeeten fernzuhalten, wollen wir verschiedene Varianten ausprobieren. An einem Hochbeet befestigen wir ein Kupferband, das im Handel als Schneckenabwehr erhältlich ist. Erfahrungsberichte dazu findet man viele, manchmal hat es funktioniert, manchmal nicht. Den Schnecken soll das Überqueren der Bänder so unangenehm sein, dass sie umdrehen. Ein zweites Hochbeet bekommt eine doppelt so breite Lage Kupferband. Ein drittes Beet bekommt einen Anstrich als Schneckenschutz, eine Art Anti-Haftmittel. Der Anstrich enthält Harze und Öle und wird in einer mindestens 8 cm breiten Bahn rund um das Hochbeet gestrichen. Dann soll der Anstrich 24 Stunden trocknen und, je nach Witterung und Feuchtigkeit, mehrere Wochen bis zu einer kompletten Gartensaison halten. Wir sind gespannt, ob das funktioniert.

Der Schneckenzaun im Querbeet-Garten

Der Schneckenzaun ist an der Oberseite mehrfach gebogen, so dass die Schnecken ihn nicht überwinden können. 10 cm tief reichen die Zaunelemente in den Boden. Das genügt, damit die Schnecken nicht unter dem Zaun hindurchkriechen können. Für Stabilität sorgen in den Boden geschlagene Holzpfosten, an denen der Zaun montiert wird. Die einzelnen Elemente des Schneckenzauns bestehen aus zwei Millimeter starkem pulverbeschichtetem Aluminium. Der Vorteil dieses Materials: es rostet nicht, ist leicht und passt sich optisch gut in die Umgebung ein. Zudem ist der gewählte Zaun stabil und einfach zu montieren. Schmale Verbindungsstücke ermöglichen ein leichtes Zusammenstecken und Verschrauben, ohne Verletzungsgefahr.